Unter 7 Euro: Dystopische Parkour-Action startet mit 97 % positiven Steam-Reviews

Die Ausgangslage von VHOLUME klingt eigentlich nicht weiter spannend: Die Lebensmittelkarten einer Familie sind verschwunden und müssen beim zuständigen Ministerium wiederbeschafft werden. Blöderweise liegt das aber am anderen Ende einer dystopischen Metropole voller brutalistischer Betonbauten, verlassener Industrieanlagen und surrealer Megastrukturen. Und weil in VHOLUME vor allem Geschwindigkeit zählt, geht es nicht gemütlich durch die Straßen, sondern im Laufschritt über Dächer, durch Schächte und an meterhohen Betonwänden entlang.
Die grundlegende Steuerung ist bewusst zugänglich gehalten, doch wer sich intensiver mit dem Movement beschäftigt, kann immer mehr Geschwindigkeit aufbauen, Bewegungen miteinander verketten und mit geschickten Sprüngen sogar ganze Abschnitte überspringen. Viele der insgesamt 62 Levels lassen dabei unterschiedliche Routen und Abkürzungen zu. Und genau hier liegt das eigentliche Herz von VHOLUME: Statt einen Level einfach nur irgendwie abzuschließen, geht es darum, die perfekte Route zu finden, Bewegungsabläufe zu optimieren und der eigenen Bestzeit immer wieder ein paar Sekunden abzuringen.
Entsprechend interessant dürfte der Titel für Speedrunner sein. Zielzeiten, Medaillen und globale Leaderboards sorgen für zusätzlichen Wettbewerb. Über das Ghost-System lassen sich außerdem die Läufe anderer Spieler verfolgen – praktisch, um neue Abkürzungen zu entdecken oder sich den einen oder anderen Trick abzuschauen. Wer lieber gemeinsam durch die Betonlandschaften flitzt, kann alle Levels auch im Multiplayer spielen. Und wenn die 62 Strecken irgendwann nicht mehr reichen, liefert der Steam Workshop Nachschub in Form von Community-Levels.


Bei den bisherigen Steam-Spielern kommt vor allem das Movement hervorragend an. Wallruns, Slides, Bunny Hops und Sprünge sollen sich angenehm flüssig und präzise anfühlen. Viel Lob bekommen außerdem die monumentalen Betonlandschaften, der ruhige elektronische Soundtrack und die große Bewegungsfreiheit. Ganz ohne Stolpersteine kommt das Spiel allerdings nicht aus: Treppen, enge Passagen und kleinere Hindernisse können den mühsam aufgebauten Schwung mitunter abrupt ausbremsen. Auch die eher dünne Story und die relativ kurze Hauptkampagne stoßen nicht bei allen Spielern auf Begeisterung.
Unterm Strich fällt das Urteil trotzdem ausgesprochen deutlich aus: 97 Prozent von über 1.200 Steam-Bewertungen sind positiv. Damit hat sich VHOLUME, das erst am 21. August erschienen ist, bereits Platz 8 unter den beliebten Neuerscheinungen auf Steam gesichert. Regulär kostet der Titel 7 Euro, durch 10 Prozent Einführungsrabatt sinkt der Preis aber noch bis zum 28. August auf 6,30 Euro. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 790 Euro) ist VHOLUME als „Spielbar“ eingestuft.







