Im Jahr 2021 zeigte Dell von ein damals neues Proof of Concept namens "Concept Luna" zum ersten Mal. Es war ein radikal anderer Ansatz für die Konstruktion eines Laptops als die bisherigen Dell Laptops, wie z.B. das Dell XPS, denn mit seiner modularen Bauweise sollte es sehr einfach zu reparieren sein.
Fünf Jahre später hat es leider den Anschein, dass Dell die Ideen des Konzepts nicht wirklich umgesetzt hat. Das Dell Pro 14 Plus, das wir kürzlich getestet haben, ist ein gutes Beispiel dafür: Der Dell-Laptop mit AMD Ryzen-CPUs verwendet zwar recycelte Materialien und eine plastikfreie Verpackung und folgt damit der Idee von Concept Lunar in Bezug auf die Nachhaltigkeit, aber die Modularität lässt leider sehr zu wünschen übrig.
Der erste Punkt, ist die verlötete Wi-Fi-Karte. Heutzutage ist das leider oft der Fall, aber es wäre ein leichtes für die Hersteller, stattdessen auf eine Lösung mit M.2-Karte zu setzen. In diesem Fall haben auch die Konkurrenten von Lenovo dieses Problem.
Zweitens verwendet Dell eine Bottom Loaded Tastatur, die mit der Handballenauflage verschmolzen ist. Das macht das Design nahtloser, bedeutet aber auch, dass die Tastatur nur sehr schwer ausgetauscht werden kann. Für Business Laptops, die bis zu fünf Jahre und länger genutzt werden, wäre eine vom Benutzer austauschbare Tastatur von großem Vorteil, da Tastaturen zu den Teilen gehören, die am häufigsten kaputt gehen. Das ist ein Feature, das vergleichbare Lenovo ThinkPads wie das ThinkPad T14 oder ThinkPad L14 bieten.
Und zu guter Letzt: Der Arbeitsspeicher des Dell Pro 14 Plus (erhältlich auf Amazon) ist verlötet. Sowohl die Konkurrenz von Lenovo als auch von HP hat gesockelten Arbeitsspeicher mit SO-DIMM-Steckplätzen. Dieses Versäumnis macht das Dell Pro 14 Plus eindeutig zum am wenigsten modularen Modell der großen Marken unter den Business-Laptops.
Das Konzept Luna war und ist eine großartige Vision - aber Dell hat noch einen weiten Weg vor sich, um es umzusetzen, selbst nach fünf Jahren.





