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Sich selbst ins Knie schießen: Dell sollte keine billigen Bildschirme in 1.500-Euro-Laptops stecken

Der Bildschirm des Dell Pro 14 Plus ist für die Verwendung im Freien etwas zu dunkel (Bildquelle: Benjamin Herzig)
Der Bildschirm des Dell Pro 14 Plus ist für die Verwendung im Freien etwas zu dunkel (Bildquelle: Benjamin Herzig)
Im Test des Dell Pro 14 Plus Laptop war der Bildschirm ein klarer Schwachpunkt. Zu dunkel, schlechte Farbqualität, und das, obwohl wird das Topmodell des PB14255 für den deutschen Markt getestet haben. Wirklich schlimm daran: Dell hat bessere Bildschirme zur Verfügung, verbaut sie aber nur bei Maßfertigungen.

Das Dell Pro 14 Plus ist mit einigen interessanten Bildschirmen erhältlich. Dazu gehören ein WQXGA (2.560 x 1.600) IPS-Bildschirm mit 90 Hz Bildwiederholfrequenz und ein stromsparender WUXGA-Bildschirm (1.920 x 1.200) - beide haben eine Helligkeit von 400 cd/m² und decken den kleinen sRGB-Farbraum ab, so dass sie sich für grundlegende Fotobearbeitung eignen.

Es gibt nur ein Problem: Das Dell Pro 14 Plus PB14255, das wir kürzlich getestet haben, verfügt über keine dieser beiden Bildschirmoptionen. Stattdessen steckte in unserem Test Sample das einfachste Display, das Dell anbietet, ein WUXGA IPS-Display mit 300 cd/m² Helligkeit.

In unserem Test erreicht der Bildschirm nicht einmal ganz die 300 cd/m²-Marke, und noch schlimmer war die Farbraumabdeckung: Mit nur 56 Prozent des sRGB-Farbraum sind die Farben eher blass und die Farbgenauigkeit gering, sodass sich das Display nicht für Bildbearbeitung eignet. Von allen 14-Zoll-Business-Laptops, mit denen wir das Dell Pro 14 Plus verglichen haben, hatte es eindeutig den schlechtesten Bildschirm.

Nun könnten man sagen: Warum haben wir eine solche Version getestet, wenn es auch andere Displayoptionen gibt? Ein solches Modell ist einfach nicht verfügbar. Die einzige Möglichkeit, das Dell Pro 14 Plus mit einer besseren Bildschirmoption in Deutschland zu kaufen, ist die Konfiguration bei Dell, was den Preis deutlich erhöht. Wenn man sein Gerät von einem Händler bezieht, wie wir, dann kann man nur den schlechten Bildschirm kaufen - selbst, wenn man die Maximalversion des Dell Pro 14 Plus PB14255 (verfügbar bei Amazon) wählt, ist immer noch dieser Bildschirm verbaut.

Wenn der Hersteller über bessere Bildschirmoptionen verfügt, sollten diese zur Verfügung gestellt werden. Ein einfacher, billigerer Bildschirm als Option ist in Ordnung, aber er sollte nicht der Standard für einen Laptop sein, der 1.500 Euro kostet.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Sich selbst ins Knie schießen: Dell sollte keine billigen Bildschirme in 1.500-Euro-Laptops stecken
Autor: Benjamin Herzig, 19.01.2026 (Update: 19.01.2026)