Victor bringt neue Ear-Cuff-Ohrhörer mit reduzierter Schallabstrahlung auf den Markt

Open-Ear-Ohrhörer sind praktisch, weil man weiterhin wahrnimmt, was in der Umgebung geschieht. Sie haben jedoch einen offensichtlichen Nachteil: Auch Personen in der Nähe können möglicherweise mithören, was gerade abgespielt wird. Das neue Modell HA-NP1T2 von Victor soll dieses Problem verringern.
Die am 5. November in Japan angekündigten Ohrhörer der zweiten Generation lösen das 2024 eingeführte Modell HA-NP1T ab. Die wichtigste Neuerung ist ein Modus zur Reduzierung der Schallabstrahlung nach außen. Dafür werden bestimmte Frequenzen gezielt angepasst. Eine überarbeitete interne Konstruktion soll zusätzlich verhindern, dass der Ton nach außen dringt. JVC Kenwood hat außerdem den Flexible-Adjust-Mechanismus weiterentwickelt: Die Öffnung wurde vergrößert, um das Anlegen zu erleichtern, während der innere Bügel nun so geformt ist, dass er weniger Druck ausübt und gleichzeitig für besseren Halt sorgt. Laut Hersteller ermöglicht dies einen sichereren Sitz, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen.
Zur technischen Ausstattung gehören neu positionierte dynamische 10-mm-Treiber mit Neodym-Magneten sowie eine neue Multiband-Dynamikregelung, die laut Unternehmen für eine verbesserte Basswiedergabe sorgt. Weiterhin stehen drei Klangmodi zur Auswahl: Normal, High und Bass. Abgerundet wird die Ausstattung durch Bluetooth-Multipoint, einen Modus mit geringer Latenz, IPX4-Spritzwasserschutz und eine Rauschunterdrückung für das Mikrofon.
Die Akkulaufzeit beträgt pro Ladung neun Stunden und fällt damit eine Stunde länger aus als beim Vorgängermodell. Das Ladeetui liefert weitere 13 Stunden, sodass sich eine Gesamtlaufzeit von 22 Stunden ergibt. Damit liegt sie allerdings zwei Stunden unter den 24 Stunden der vorherigen Generation.
Der in fünf Farben erhältliche HA-NP1T2 soll Mitte November in Japan auf den Markt kommen und 19.800 Yen (etwa 111 Euro) kosten. Die Verbesserungen gehen gezielt auf typische Schwächen von Open-Ear-Kopfhörern ein. Ob die reduzierte Schallabstrahlung tatsächlich ausreicht, um die eigene, womöglich fragwürdige Playlist vor den Ohren anderer geheim zu halten, müssen allerdings erst unabhängige Tests zeigen.












