Das Steam Deck und die Steam Machine werden mit SteamOS auf Basis von Linux ausgeliefert, die Geräte können aber trotzdem zahlreiche Steam-Spiele zocken, die eigentlich nur für Windows verfügbar sind. Das ist durch Proton möglich, einer Open-Source-Software, die Microsofts Grafik-Schnittstelle DirectX zu Vulkan konvertiert, wodurch in der Praxis kaum Performance verloren geht, wie das Steam Deck beweist. Künftig will Valve aber noch einen gewaltigen Schritt weitergehen.
Wie Pierre-Loup Griffais, einer der Architekten von SteamOS, in einem Interview gegenüber The Verge bestätigt hat, finanziert Valve mehrere Open-Source-Projekte, die es ermöglichen, Windows-Spiele auf einem ARM-basierten Smartphone zu zocken. Allen voran Fex, jenem Emulator, der es auch dem Steam Frame VR-Headset erlaubt, x86-Spiele auf dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 auszuführen – durch die Kombination aus Fex und Proton können sowohl die Barriere von Windows zu Linux als auch die Kluft von x86 auf ARM überwunden werden.
Da diese Software Open-Source ist, legt Valve damit gemeinsam mit den jeweiligen Entwicklern den Grundstein, um künftig Steam-Spiele auch auf ARM-basierten Smartphones, Tablets und Laptops auszuführen, die nicht mit Windows betrieben werden. Die Technologie steht schon heute auch für Android-Smartphones zur Verfügung, und zwar als Teil der GameHub App, die allerdings noch alles andere als reibungslos läuft. Laut Pierre-Loup Griffais entwickelt Valve derzeit keine native Steam- oder SteamOS-Version für Android-Smartphones, ähnlich wie beispielsweise CrossOver die Windows-Version von Steam auf macOS und Linux emuliert, dürfte es bis zum Release einer vergleichbaren Software für Android aber nur eine Frage der Zeit sein.
Quelle(n)
Valve, via The Verge






















