Xiaomi enthüllt, wie stark Smartphone-Kosten durch DRAM-Krise tatsächlich gestiegen sind

Lu Weibing, seines Zeichens Präsident der Smartphone-Sparte von Xiaomi, hat sich auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo heute überraschend konkret zu den Auswirkungen der DRAM-Krise geäußert. Demnach bezahlt der Hersteller für 12 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Flash-Speicher 1.500 Yuan (ca. 190 Euro) mehr als noch im ersten Quartal 2025, wodurch Flaggschiff-Smartphones wie das Xiaomi 17 Ultra (ca. 1.440 Euro auf Amazon) deutlich teurer verkauft werden müssen.
Bei Modellen mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher soll die Preiserhöhung noch drastischer ausfallen, genaue Zahlen nennt Lu Weibing zu dieser Konfiguration nicht. Laut Lu Weibing sind die Speicherpreise noch stärker gestiegen, als der Technologiegigant erwartet hätte, weshalb der Konzern den Listenpreis des Redmi K90 Pro Max, des Redmi Turbo 5 und des Redmi Turbo 5 Max in China am 11. April erhöhen wird. Bisher wurden keine vergleichbaren Preiserhöhungen für den europäischen Markt angekündigt, allerdings werden die meisten Xiaomi-Smartphones in Deutschland ohnehin deutlich teurer angeboten, sodass Xiaomi mehr Spielraum haben dürfte, die Auswirkungen der DRAM-Krise abzufedern.
Lu Weibing betont, dass die Preise wieder gesenkt werden sollen, sobald die Speicherpreise wieder fallen. Derzeit ist nicht abzusehen, wann die DRAM-Krise vorüber sein wird. Während einige Analysten davon ausgehen, dass die Preise ab 2028 wieder sinken, befürchten einige Lieferanten, dass die Speicherknappheit bis ins Jahr 2030 andauert. Wie sich die Preise für RAM und NAND über die nächsten Monate und Jahre entwickeln, hängt einerseits von der Erweiterung der Produktionskapazität ab, andererseits aber auch von der Nachfrage von AI-Giganten wie OpenAI, die maßgeblich für die Speicherkrise verantwortlich sind.







