ZSA Voyager: Flache mechanische Tastatur bekommt Touchpad mit Abwärtskompatibilität

In unserem Test der ergonomischen, flachen mechanischen Tastatur ZSA Voyager ist der ZSA Navigator Trackball zwar nicht ausführlich behandelt worden, er zählt aber zu den Highlights dieser Tastatur. Der Navigator ermöglicht eine komfortable Bedienung von Programmen mit grafischer Benutzeroberfläche, ohne die Hände von der Tastatur nehmen und zur Maus greifen zu müssen, was Haltung und Ergonomie negativ beeinflussen kann. Nun hat ZSA das Navigator Trackpad-Zubehör für die mechanischen Tastaturen Voyager und Moonlander offiziell veröffentlicht. Obwohl die Hardware auf denselben Cirque-Designs basiert, wie sie etwa auch in der MoErgo Go60 zu finden sind, die derzeit getestet wird, hat ZSA viel Arbeit investiert, um das Navigator Trackpad eigenständig zu machen.
Das ZSA Navigator Trackpad ist im ZSA-Onlineshop in Schwarz und Weiß sowie für die links- und rechtshändige Befestigung an der ZSA Voyager erhältlich. Damit ist es zwar teurer als manche eigenständigen mechanischen Split-Keyboards, etwa das sehr günstige Yivu Corne V4, für Enthusiasten hat das Navigator Trackpad aber einiges zu bieten.
Multitouch-Gesten, unkomplizierte Einrichtung und Open-Source
Das Navigator Trackpad wird magnetisch an der Voyager-Tastatur befestigt und nutzt dasselbe Kunststoffgehäuse wie das Trackball-Pendant. Dadurch lassen sich Trackball und Trackpad gleichzeitig an der Voyager anbringen. Das mag zunächst etwas seltsam wirken, doch ein Maus-Eingabegerät für jede Hand ermöglicht beispielsweise, eine Seite für die Mausnavigation und die andere ausschließlich zum Scrollen oder zum Verschieben der Ansicht in bestimmten Apps zu verwenden.
Das Navigator Trackpad ist keineswegs das erste Trackpad an einer ergonomischen mechanischen Tastatur, ein solches findet sich auch bei der Naya Create und der Beekeeb Toucan sowie bei der MoErgo Go60, die derzeit getestet wird. Was das Touchpad von ZSA jedoch abhebt, ist die Unterstützung von Multi-Touch-Gesten samt Integration in die systemweite Anpassung unter Linux und Windows. Unter macOS muss eine Hintergrund-App laufen, um Gestenunterstützung zu aktivieren. Danach werden ebenfalls vollständige Multi-Touch-Gesten unterstützt. Die Multi-Touch-Gesten sind allerdings auf Wischgesten mit zwei Fingern beschränkt, was entsprechend beachtet werden sollte. Allerdings dürfte es für die meisten Nutzer ohnehin schwierig sein, mehr als zwei Finger komfortabel auf der kleinen Tracking-Fläche zu platzieren.
Das Trackpad bietet im Oryx-Konfigurator von ZSA nicht denselben Anpassungsumfang wie der Trackball. Dazu zählen etwa das Wechseln von Funktionen über Layer-Tasten, das Emulieren von Mausklicks über Tastaturtasten oder das automatische Umschalten des Trackpads auf einen bestimmten Maus-Layer bei Nutzung. Laut ZSA sind diese Funktionen dank der Touchpad-Gesten nicht notwendig. Da das Navigator Trackpad dasselbe magnetische Gehäuse wie der Trackball verwendet, ist es vollständig mit dem Ökosystem aus von der Community entwickelten Gehäusen und Mods kompatibel, die unterschiedliche Montagepositionen und Transportetuis bieten.
Wie der Navigator Trackball wird auch das Trackpad mit allen Kabeln geliefert, die für den Anschluss des Zubehörs an die jeweilige ZSA-Tastatur benötigt werden. Dazu gehören zwei ummantelte TRRS-Kabel, ein speziell dafür entwickeltes Transportetui und das magnetische Gehäuse.







