Zelda Ocarina of Time Remake wurde bereits per Rekompilierung auf den PC geportet

Wenige Tage nach der Veröffentlichung des Remakes von The Legend of Zelda Ocarina of Time für die Nintendo Switch 2 läuft das Spiel bereits per Emulator auf dem PC. Inzwischen gibt es auch erste Versuche, es per statischer Rekompilierung nativ auf dem PC zum Laufen zu bringen. Beim bislang vielversprechendsten Versuch läuft das Remake auf einem Ultrawide-Monitor mit nur leichten Grafikfehlern. Die Hardwareanforderungen sind allerdings beträchtlich.
Die Aufnahmen zeigen das Spiel mit 60 FPS. Dabei belegt es allerdings 18,6GB des Grafikspeichers einer Nvidia GeForce RTX 5090.
Der Verfasser des Beitrags behauptet unter anderem, damit sei "die Zeit der Hardware-Exklusivität vorbei" und "Nintendo erledigt". Ich bezweifle allerdings, dass die meisten Interessenten am Remake von Ocarina of Time mehr als 2.000 Euro für einen eigenen PC ausgeben wollen. Bei Nintendo kosten eine Switch 2 und eine legale Kopie des Spiels zusammen etwas über 500 Euro.
Als jemand, dem Emulation und der Erhalt von Videospielen am Herzen liegen, möchte ich an dieser Stelle auch meine persönliche Einschätzung dazu geben.
Solche Aussagen zeugen von mangelnder Sachkenntnis und einer kindischen, kleinlichen Gehässigkeit. Große Nintendo-Spiele lassen sich schon seit etwa Super Mario Galaxy 2, das im Mai 2010 erschienen ist, ab dem ersten Tag vollständig auf dem PC spielen. Ich unterstütze Emulation ausdrücklich. Wer aber schamlos Raubkopien aktueller Spiele nutzt, schadet ausgerechnet den Menschen, die diese angeblich so geliebten Spiele entwickeln.
Nintendos Konsolen und Exklusivspiele verkaufen sich trotz solcher Raubkopien weiterhin hervorragend. Peinlich ist diese Haltung trotzdem, denn sie untergräbt die Glaubwürdigkeit all jener, die sich ernsthaft für den Erhalt von Videospielen einsetzen. Wer sich mehr Spiele dieser Art wünscht, sollte sie verdammt noch mal kaufen.






