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Zendure SolarFlow 2400 Pro im Test: Lohnt sich der XXL-Balkonspeicher mit 2.400 W & KI?

BKW-Overkill?

Ein Balkonkraftwerk, das fast wie eine große PV-Anlage arbeitet? Genau das verspricht das Zendure SolarFlow 2400 Pro. Mit KI, dynamischen Stromtarifen und bis zu 16,8 kWh Speicher sprengt es die typische BKW-Klasse deutlich. Lohnt sich der teure XXL-Speicher im Alltag oder ist es einfach zu viel?
Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Smart Home Renewable

Zendure SolarFlow 2400 Pro im Überblick:

  • Leistung: bis zu 2.400 W
  • Speicher: 2,4 bis 16,8 kWh
  • PV: 4 MPPT mit bis zu 3.000 W
  • Besonderheit: KI-Steuerung + dynamische Stromtarife
  • Lohnt sich für: große Balkonkraftwerke & hohe Stromkosten
  • Schwäche: teuer und nur mit vollem Setup sinnvoll
Zendure SolarFlow 2400 Pro Test Award
Zendure SolarFlow 2400 Pro Test Award

Pro

+ für BKW- und kleine PV-Anlagen
+ modular bis 16,8 kWh erweiterbar
+ vier MPPT mit 3.000 W
+ reaktionsschnelle Einspeisung via Smart Meter
+ sehr effizienter Betrieb
+ Notstrom-Steckdose
+ Zusammenspiel mit dynamischen Stromtarifen
+ LAN-Port

Contra

- relativ teuer

Zendure SolarFlow 2400 Pro Fazit: Stark, effizient, vielseitig

Zendure bietet mit SolarFlow 2400 Pro eine hervorragende All-in-One-Lösung mit bis zu 2.400 W, 16,8 kWh und KI-Optimierung für maximale Ersparnis. Sie kann im Zusammenspiel mit Balkonkraftwerken eingesetzt werden, lässt sich optional aber auch mit kleinen PV-Anlagen kombinieren.

Im Balkonkraftwerk-Speicher-Test ist SolarFlow 2400 Pro nicht nur mit seiner Vielseitigkeit positiv aufgefallen, sondern auch mit vier MPPT-Eingängen, hervorragender Effizienz und modularem Aufbau. Das Zusammenspiel mit Smart Meter und smarten Steckdosen hat im Test gut funktioniert. Das HEMS bietet zahlreiche Möglichkeiten inklusive KI-Optimierung, Zusammenspiel mit dynamischen Stromtarifen und Vernetzung im Smart Home.

Zendure SolarFlow 2400 Pro ist eine der aktuell leistungsstärksten Lösungen für Balkonkraftwerke – aber nur dann wirklich sinnvoll, wenn hoher Stromverbrauch, mehrere Solarmodule, Smart Meter und idealerweise dynamische Stromtarife zusammenkommen. Wer dies nicht erfüllt, für den tut es auch eine kleinere und günstigere Lösung.

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung von Zendure SolarFlow 2400 Pro liegt bei 1.199 Euro. Erhältlich ist es beispielsweise direkt beim Hersteller sowie bei Amazon, aktuell noch zum Einführungspreis.

Die UVP für die Zendure AB3000L beträgt 699 Euro. Zudem bietet der Hersteller diverse Bundles mit Zusatzbatterie(n) und Solarmodulen zu Vorzugspreisen im eigenen Shop sowie bei Amazon an.

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999,00 €
Zendure SF2400 Pro - Balkonkraftwerk mit Speicher 2400W Bidirektionaler AC-Ausgang, Solarspeicher für Balkonkraftwerk mit 4800W PV-Eingang (3000W DC + 1800W AC), Eweiterbar von 16,8kWh, Plug & Play
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1.798,00 €
Zendure SF2400 Pro – Balkonkraftwerk mit Speicher mit 2400W Bidirektionaler AC-Ausgang und 4800W PV-Eingang (3000W DC + 1800W AC), Eweiterbar von 16,8kWh, mit 1 AB3000L Akku, 4 450W Bifaziale Paneele
Bestpreis 1578 € solaline
Zendure SolarFlow 2400 Pro mit 1x AB3000L, 5.28kWh

Anfang 2026 hatte Zendure mit der neuen SolarFlow 2400 Serie seine bisher stärksten Speichersysteme für Balkonkraftwerke und kleine PV-Anlagen auf den Markt gebracht. Diese setzt sich aus den Modellen SolarFlow 2400 Pro und SolarFlow 2400 AC+ zusammen, ergänzt vom schwächeren SolarFlow 1600 AC+.

Wir haben uns das Top-Modell über einen längeren Zeitraum genau angeschaut. Was das neue "2400W bidirektionale AC KI-gestützte Balkonspeichersystem" bietet und was es kann, zeigt unser Zendure SolarFlow 2400 Pro Test auf.

Spezifikationen: Zendure SolarFlow 2400 Pro und AC+ im Vergleich

Bevor wir auf unsere Erfahrungen und Test-Eindrücke mit dem SolarFlow 2400 Pro eingehen, kurz ein kleiner Überblick über die Unterschiede der beiden Varianten SolarFlow 2400 Pro und SolarFlow 2400 AC+. Wie ein Blick auf die technischen Daten in der untenstehenden Tabelle zeigt, ist die einzige Abweichung (neben dem Preis) die Tatsache, dass der SolarFlow 2400 Pro vier MPPT mit bis zu 3.000 W PV-Eingangsleistung aufweist, der AC+ hingegen nicht.

Letztgenanntes Modell ist also nicht für die direkte Verbindung mit Photovoltaik-Modulen ausgelegt, sondern kann lediglich netzgekoppelt geladen werden. Zendure SolarFlow 2400 AC+ ist somit eine Nachrüstlösung für bestehende PV-Anlagen samt Wechselrichter sowie für die Ausnutzung von dynamischen Stromtarifen gedacht.

Zendure SolarFlow 2400 Pro Zendure SolarFlow 2400 AC+
Kapazität 2,4 kWh 2,4 kWh
erweiterbar bis 16,8 kWh 16,8 kWh
Batterietyp LiFePO4 LiFePO4
Anzahl MPPT 4 -
PV-Eingangsleistung 3.000 W -
Max. Ausgangsleistung (netzgebunden) 2.400 W 2.400 W
AC-Ladeleistung 2.400 W 2.400 W
Ausgangsleistung (nicht netzgebunden) 3.200 W 3.200 W
Abmessungen 326 × 294 × 251 mm 326 × 294 × 251 mm
Gewicht 27,8 kg 27,8 kg
UVP 1.199 Euro 999 Euro
Zendure SolarFlow 2400 Pro
Zendure SolarFlow 2400 Pro
Zendure SolarFlow 2400 AC+
Zendure SolarFlow 2400 AC+

Ausstattung: Starkes PV-System mit bis zu 2.400 W und 16,8 kWh

Das von uns getestete Zendure SolarFlow 2400 Pro ist für das Zusammenspiel mit Balkonkraftwerken oder kleinen PV-Anlagen ausgelegt. Im Inneren nehmen vier MPPT bis zu 3.000 W PV-Eingangsleistung entgegen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber kleineren Lösungen mit nur zwei MPPT, beispielsweise bei Teilverschattungen einzelner Module.

Je nach Installation lassen sich rund acht PV-Module an das System anschließen. Die Startspannung liegt bei geringen 14 V. Das verbessert die Eingangsleistung beispielsweise in der Dämmerung und ist ein klarer Vorteil, der im Alltag noch ein paar Prozent mehr aus den Solarmodulen herauskitzeln kann.

PV-Eingänge der vier MPPT
PV-Eingänge der vier MPPT
AC-Ausgang + Off-Grid-Steckdose
AC-Ausgang + Off-Grid-Steckdose

Auf der anderen Seite kann SolarFlow 2400 Pro auch AC-gekoppelt (sprich über das Stromnetz) mit bis zu 2.400 W geladen werden, wobei die Ladeleistung in gewohnter Manier mit zunehmendem Akkustand sinkt. Dies ist beispielsweise für die Ausnutzung von dynamischen Stromtarifen praktisch. Mehr dazu weiter unten.

Bis zu 800 / 2.400 W Einspeisung und Off-Grid-Steckdose

Je nach Betriebsart und Installation kann das System die vorgegebenen maximal 800 W als Balkonkraftwerk einspeisen. Es hat laut Zendure eine offizielle VDE-Zertifizierung und kann somit (unter Berücksichtigung der Regularien) legal in Deutschland als Balkonkraftwerk bzw. Steckersolar-Gerät betrieben werden. Die Ausgangsleistung lässt sich bei fachmännischer Installation im Pro-Modus auf bis zu 2.400 W erhöhen.

Zusätzlich wartet das System mit einer Off-Grid-Steckdose auf. Über diese können Verbraucher direkt an das SolarFlow 2400 Pro angeschlossen werden, um beispielsweise bei einem Ausfall des Stromnetzes Notstrom zu beziehen. Oder es kann auch für einen AC-gekoppelten Wechselrichter eingesetzt werden, um beispielsweise eine bereits vorhandene PV--Installation mit dem Speicher zu verbinden.

2,4 bis 16,8 kWh Kapazität

SolarFlow 2400 Pro kommt mit einer eigenen Nennkapazität von 2.400 Wh daher. Wie man es von Zendure und vielen anderen Herstellern wie Anker Solix, Jackery und Co kennt, lässt sich der Speicher modular erweitern. Zendure hat hierfür die neue Batterie AB3000L vorgestellt.

Eine kleine Anzeige am SolarFlow 2400 Pro informiert über den Ladestand
Eine kleine Anzeige am SolarFlow 2400 Pro informiert über den Ladestand

Dieser LiFePO4-Speicher ist auf das Zusammenspiel mit SolarFlow 2400 Pro/SolarFlow 2400 AC+ ausgelegt, bringt selbst 2.880 Wh Nennkapazität mit und lädt mit bis zu 1.680 W (bei einer Zusatzbatterie) bzw. 1.920 W (bei zwei Akkus). Zendure empfiehlt ganz klar die AB3000L-Batterie zur neuen SolarFlow 2400 Serie. Letztendlich ist sie aber auch mit den alten Batterien wie der AB2000X/S kompatibel. Aufgrund von unterschiedlichen Gehäusegrößen ist die Installation dann aber unter anderem nicht so gut stapelbar.

Insgesamt lässt sich durch bis zu fünf AB3000L-Zusatzakkus eine Kapazität von 16,8 kWh erzielen. Wer möchte, kann sogar noch weiter skalieren (und eskalieren) und bis zu sechs Geräte pro HEMS nutzen. Im Balkonkraftwerk-Test hatten wir das SolarFlow 2400 Pro mit einer AB3000L-Zusatzbatterie, sprich mit 5.280 Wh Gesamtkapazität.

Installation: Modulares System mit LAN und MQTT

Die Installation von SolarFlow 2400 Pro als Balkonkraftwerksystem ist denkbar einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt. Zunächst wird das Kopfteil auf die optional zu verwendenden Zusatzbatterien gestapelt. Dies ist dank passgenauer Steckverbindungen prinzipiell problemlos, erfordert bei knapp 28 kg Gewicht allerdings einiges an Kraft.

SolarFlow 2400 Pro mit einer AB3000L
SolarFlow 2400 Pro mit einer AB3000L
Steckverbindung an A3000L Zusatzakku
Steckverbindung an A3000L Zusatzakku
Lieferumfang SolarFlow 2400 Pro
Lieferumfang SolarFlow 2400 Pro

Nun erfolgt das Anschließen der Solarmodule an die vier MC4-Steckerpaare. Anschließend wird das System mit dem mitgelieferten AC-Kabel mit rund 3 m Länge mit einer Steckdose verbunden. Schon ist SolarFlow 2400 Pro betriebsbereit und kann über die App eingerichtet werden.

WLAN oder LAN möglich

In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Einrichtung über die Zendure App (für Android und iOS) ebenso schnell und einfach erledigt ist. Es müssen nur wenige Schritten durchlaufen werden, die unter anderem das Erstellen eines Zendure-Accounts (bzw. Login, wenn bereits vorhanden), ein paar grundlegende Einstellungen sowie (wenn erforderlich) Firmware-Updates umfassen.

Geräteverbindung
Geräteverbindung
WLAN oder LAN
WLAN oder LAN
WLAN-Verbindungsaufbau
WLAN-Verbindungsaufbau
Name vergeben und fertig
Name vergeben und fertig
LAN-Port am SolarFlow 2400 Pro
LAN-Port am SolarFlow 2400 Pro

Ebenfalls Teil des Verbindungsaufbaus zwischen Speicher und App ist die Einrichtung der WLAN-Verbindung. Allerdings ist diese überraschenderweise nicht zwingend erforderlich. Denn neben Wi-Fi und Bluetooth wartet SolarFlow 2400 Pro auch mit einem Ethernet-Anschluss (Cat.6) für eine (zuverlässigere) kabelgebundene Vernetzung auf. Das ist eine absolute Seltenheit bei Balkonraftwerksystemen. Somit ist nicht zwingend WLAN-Empfang am Standort des Speichers erforderlich.

Integration in Home Assistant und Co

Neben dem LAN-Port wartet Zendure SolarFlow 2400 Pro noch mit einer weiteren Besonderheit auf. Dank Unterstützung von MQTT kann es relativ einfach in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant, Homey und Co integriert werden. So ist eine lokale Auslesung und Steuerung möglich, ganz ohne Cloud-Zwang.

App & Steuerung: Mit KI zur maximalen Ersparnis

Nach dem Verbindungsaufbau zwischen SolarFlow 2400 Pro und Zendure App ist der Balkonkraftwerkspeicher unter "Geräte" gelistet. Hier gibt es rudimentäre Möglichkeiten, zum Beispiel das Festlegen eines fixen Wertes für Einspeisen oder AC-Laden sowie die Einsicht von Statistiken. Zudem lassen sich im Menü verschiedene Einstellungen vornehmen, darunter die Lade- und Entladegrenze des Akkus und die Off-Grid-Steckdosensteuerung.

Viel mehr Möglichkeiten mit HEMS

Wird das System zu HEMS (Home Energy Management System) hinzugefügt, eröffnen sich noch viel mehr Möglichkeiten. Der Startscreen zeigt eine Übersicht über die aktuellen Energieflüsse im Haushalt (soweit bekannt) und gibt einen Überblick über wichtige Statistiken (PV-Erzeugung, Akkustand, Stromverbrauch und Netzbezug).

Im HEMS sind neben der Verbindung zu Smart Meter und Co (mehr dazu weiter unten im Testbericht) unter anderem verschiedene Energiepläne festlegbar. Neben dem "Automatischen Modus" für das einfache Zusammenspiel mit Smart Meter und Smart Plugs steht hier auch der KI-gesteuerte ZENKI-Modus für optimierte Lade-, Entlade- und Energieverteilung basierend auf Sonnenprognosen, Nutzungsmuster und dynamischen Preisen für maximale Ersparnis zur Verfügung. Dazu runden die Experten-Modi "Modus für intelligente Stromzähler", "Modus für smarte Steckdosen", "Grundlastmodus" sowie "Stromtarifmodus" die Optionen ab.

Auch das Zusammenspiel mit verschiedenen Wärmepumpen von Vaillant, Viessmann, Bosch, Stiebel Eltron und Co sowie dem Tesla-EV-Laden wird beworben, wurde im Rahmen unseres Tests aber nicht ausprobiert. Zudem runden weitere Einstellungsmöglichkeiten und der ZENKI KI-Assistent, der Fragen rund um das System beantworten kann, die Möglichkeiten des HEMS-Bereichs in der Zendure App ab.

Unterstützung von dynamischen Stromtarifen

Wahl dynamischer Stromtarif
Wahl dynamischer Stromtarif
Zendure ZenWave
Zendure ZenWave

Durch die Nutzung von dynamischen Stromerträgen lässt sich der Ertrag der Anlage noch weiter steigern. Hier wird bei niedrigen Preisen der Speicher gefüllt und bei hohen Stromkosten entleert. ZENKI nutzt KI, um die entsprechende Planung im Zusammenspiel mit zu erwartender PV-Erzeugung und Verbrauchsmenge intelligent vorherzusagen.

Zendure bietet hierfür seit kurzem selbst einen dynamischen Stromtarif namens ZenWave an, ermöglicht aber auch das Zusammenspiel mit zahlreichen anderen Energieanbietern in der EU. Da für unseren Test aber kein dynamischer Stromtarif zur Verfügung stand, können wir keine zuverlässigen Aussagen zum Einsparpotential machen, zumal diese ohnehin von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich ausfallen würden.

Praxis: Besonders effizient mit Smart Meter

Kommen wir zu unseren Test-Eindrücken, gesammelt über einen längeren Zeitraum. Hierbei wollen wir gar nicht spezifisch auf den möglichen Ertrag einer PV-Anlage mit SolarFlow 2400 Pro eingehen. Der Hersteller verspricht auf seiner Webseite bis zu 2.121 Euro jährliche Einsparung. Dies ist natürlich nur unter Idealbedingungen, die wohl kein Haushalt in der Praxis erreichen wird, erzielbar.

Lohnt sich die Anschaffung?

Ob sich das System wirklich lohnt, hängt von vielen Faktoren ab. Daher lässt sich die Frage, ob sich die Anschaffung rentiert bzw. wie hoch die Ersparnis ausfällt, nicht pauschal beantworten. Letztendlich spielen viele Dinge wie die Anzahl und Ausrichtung der PV-Module, die Nutzung von dynamischen Stromtarifen, der Stromverbrauch des eigenen Haushaltes sowie letztendlich auch das Wetter hinein.

Grundsätzlich gilt: Das System amortisiert sich umso schneller, wenn viele Solarmodule mit 2.000 Wp oder mehr PV-Leistung, Smart Meter sowie im Idealfall ein dynamischer Stromtarif genutzt werden. Gratis dazu gibt es in jedem Fall das gute und unbezahlbare Gefühl, selbst Strom zu erzeugen - was aber natürlich auch für alle anderen Balkonkraftwerk- und PV-Lösungen gilt.

Perfekt im Zusammenspiel mit Smart Meter

Zendure Intelligenter D0-Zähler
Zendure Intelligenter D0-Zähler

Was wir im Rahmen unseres Tests beurteilen können, ist die Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Effektivität von SolarFlow 2400 Pro. Im Test hatten wir das Speichersystem im Zusammenspiel mit vier PV-Modulen mit rund 1.800 W Peakleistung sowie einem Shelly Pro 3EM Pro Smart Meter. Hier sind auch andere Modelle von Shelly und EverHome kompatibel.

Zendure bietet neben einem eigenen Smart Meter seit kurzem auch einen Intelligenten D0-Zähler (ca. 80 Euro bei Zendure) an. Dieser wird einfach an den D0-Anschluss des Stromzählers angeschlossen und erspart die teure Installation eines Smart Meters durch eine Fachkraft. Auch das Zusammenspiel mit verschiedenen smarten Steckdosen/Zwischensteckern ist möglich.

Die Übermittlung des aktuellen Stromverbrauchs an SolarFlow 2400 Pro ist in jedem Fall ratsam. So kann die Anlage punktgenau die eingespeiste Strommenge anpassen und im Idealfall eine "Null-Energieverschwendung" erzielen. In der Praxis klappt dies durch kurze Reaktionszeiten des Systems von wenigen Sekunden und sich ständig ändernder Energiebedarf eines Haushalts natürlich nicht perfekt, sodass unterhalb der eingestellten Einspeisegrenze dennoch ein paar Watt bezogen bzw. eingespeist werden. Insgesamt hat Zendure SolarFlow 2400 Pro hier aber, wie zuvor schon die SolarFlow 800 Serie, zuverlässig und gut funktioniert sowie zügig reagiert.

Effizienz auf hohem Niveau

Ein Faktor, der die Wirtschaftlichkeit der Anlage ebenfalls mit entscheidet, ist die Effizienz des SolarFlow 2400 Pro. Das ist vor allem im Zusammenspiel mit dynamischen Stromtarifen relevant, da die Verluste beim AC-Laden den Gewinn als Unterschied zwischen niedrigen und hohen Tarifen mindert.

In unseren Test-Messungen können wir dem System eine sehr hohe Effizienz attestieren. Fast 90 Prozent der via AC geladenen Energie konnten wir anschließend auf gleichem Wege auch wieder aus dem Akku beziehen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Wert abhängig von der Einspeise- und Ausgabeleistung ist.

Insgesamt arbeitet Zendure SolarFlow 2400 Pro nach unseren Erkenntnissen sehr effizient. Auch der Standby-Verbrauch fällt mit wenigen Watt gering aus. Somit ist der Energieverlust durch Umwandlungen und das System selbst gering.

FAQ zum Zendure SolarFlow 2400 Pro Test

Nachfolgend beantworten wir noch kurz und knapp einige wichtige und häufige Fragen zum Zendure SolarFlow 2400 Pro.

Wie viel Leistung bietet SolarFlow 2400 Pro?

Das System unterstützt bis zu 3.000 Watt PV-Eingangsleistung über vier MPPT und bietet bis zu 2.400 Watt Ausgangsleistung im netzgekoppelten Betrieb. Damit gehört es zu den aktuell leistungsstärksten Balkonkraftwerk-Speichern auf dem Markt.

Wie viel Speicherkapazität bietet SolarFlow 2400 Pro?

SolarFlow 2400 Pro ist mit 2,4 kWh Akkukapazität bestückt. Diese lässt sich modular über AB3000L-Zusatzbatterien auf bis zu 16,8 kWh erweitern. Damit ist das System sehr flexibel und kann mit der Zeit je nach Bedarf wachsen bzw. angepasst werden.

Lohnt sich Zendure SolarFlow 2400 Pro?

SolarFlow 2400 Pro lohnt sich vor allem für größere Balkonkraftwerke mit hoher PV-Leistung und für Haushalte mit hohem Stromverbrauch. Das volle Potenzial entfaltet das System aber erst im Zusammenspiel mit einem Smart Meter (erfordert fachkundige Installation) und einem dynamischen Stromtarifen. Für kleine Setups ist SolarFlow 2400 Pro oft überdimensioniert.

Wie viel kann man mit SolarFlow 2400 Pro sparen?

Die mögliche Ersparnis hängt stark von verschiedenen Faktoren wie der PV-Leistung, dem eigenen Stromverbrauch, dem Standort und dem Stromtarif ab. Besonders in Kombination mit dynamischen Stromtarifen kann das System die Stromkosten deutlich reduzieren.

Was bringt die KI-Funktion ZENKI?

Die KI analysiert Verbrauch, Wetterdaten und Strompreise, um im Zusammenspiel mit dynamischen Tarifen Lade- und Entladezeiten automatisch zu optimieren. Dadurch kann bei günstigen Preisen der Speicher geladen und bei hohen Stromkosten entladen werden, was gerade an Tagen ohne Sonnenschein die Ersparnis erhöht.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marcus Schwarten, 28.03.2026 (Update: 28.03.2026)