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Die EDC37 von Nitecore bietet ein OLED-Display. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Nitecore EDC37 im Langzeittest: Helle Taschenlampe mit praktischen Statusanzeigen

Stärkstes Modell der EDC-Serie

Mit der EDC37 hat Nitecore eine weitere Taschenlampe auf den Markt gebracht. Notebookcheck.com hat sie die letzten Monate praktisch fast immer unterwegs dabei gehabt. Die hohe Leistung lohnt sich, im Alltag gibt es aber auch kleine Probleme, unter anderem mit dem Schutzschalter.
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Testfazit - Leistungsfähige Taschenlampe für den täglichen Einsatz

Die Nitecore EDC37 hat uns im täglichen Einsatz sehr gut gefallen. Mit den beiden Boost-Modi lässt sich selbst tagsüber ein schattiger Bereich sofort und gut ausleuchten. Es braucht aber etwas Gewöhnung, um die Taschenlampe auf niedriger Temperatur zu halten, damit der Boost-Modus weiter verfügbar bleibt. Das betrifft vor allem die Nutzung des 1.500-Lumen-Modus. Dank des praktischen Displays gibt es aber einen guten Überblick. Uns störte eigentlich nur der Sperrschalter. In bestimmten Situationen ist er etwas zu leichtgängig.

EDC35, EDC37 und EDC23 nebeneinander. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
EDC35, EDC37 und EDC23 nebeneinander. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Pro

+ Äußerst hell
+ Praktisch in der Handhabung
+ Kaum Selbstentladung
+ Gute Display-Informationen

Contra

- Wird im Lumin-Shield-Modus sehr schnell heiß
- Akku fest verbaut

Preis und Verfügbarkeit

Die Taschenlampe ist bereits verfügbar und kostet rund 140 Euro über den offiziellen deutschen Nitecore-Vertrieb auf der Webseite nitecore.de. Alternativ kann die EDC37 auch bei Amazon bestellt werden, kostet dort dann aber 150 Euro.

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139,00 €
Nitecore EDC37 EDC37 Ultimate EDC Taschenlampe: doppelte Leistung - 8.000 Lumen x 8000 mAh mit Eco-Sensa USB-C-Ladekabel

Mit der EDC37 hat Nitecore eine weitere Taschenlampe auf den Markt gebracht, die zur EDC-Serie gehört. Namentlich passt sie allerdings zu keiner der bisherigen Taschenlampen richtig. Von der EDC2x-Serie übernimmt sie etwa das OLED-Display für die Status-Anzeige sowie die eher flache Bauform und mit den Modellen EDC33 und EDC35 hat die EDC37 die den Schutzschalter gemein. Wie bei allen EDC-Modellen ist der Akku nicht tauschbar.

Zwei große LEDs und 16 kleine LEDs

Bei dem LED-Aufbau sieht man das noch am deutlichsten. Von der EDC3x stammt nämlich das Konzept, um eine Haupt-LED acht kleine LEDs zu verteilen. Nitecore nutzt für die EDC37 aber gleich zwei Sets nebeneinander. Die großen LEDs sind dabei in den Modi mit 15, 100 und 3.000 Lumen exklusiv aktiv. Letzterer ist der Suchenmodus mit halb gedrückter Boost-Taste. In den Lumen-Modis 400, 1.500 und 8.000 kommen die zusätzlichen 8 LEDs um die Haupt-LED zum Einsatz. An den Werten erkennt man auch, dass die äußeren LEDs recht viel Leistung hinzuschalten. Es ändert sich dabei auch etwas die Lichtcharakteristik. Wer genau hinschaut, erkennt das beim Umschalten von 100 auf 400 Lumen. Es gibt eine ganz leicht wahrnehmbare Verzögerung beim Aktivieren der äußeren LEDs.

Wie gehabt lässt sich dank des Displays und der Schalter mit der Haupttaste (halb drücken) die Leistung vorauswählen. Hier stehen 15, 100, 400 und 1.500 Lumen zur Verfügung, die auch dauerhaft genutzt werden. Hält man diese Taste etwa eine halbe Sekunde halb gedrückt, dann bekommt man unabhängig von der Vorauswahl immer 15 Lumen. Das ist praktisch, wenn man etwas anleuchten will, aber das schnell machen möchte, ohne gleich die ganze Umgebung zu blenden. Ein normaler durchgedrückter Tastendruck schaltet die Taschenlampe an oder aus. 

Mit dem daneben liegenden Boost-Taster sind halb gedrückt der Search-Modus (3.000 Lumen, halb gedrückt) und der Luminshield-Modus (8.000 durchgedrückt) direkt abrufbar. Damit sollte man aber lieber nicht andere Personen anleuchten, denn die Modi sind sehr hell. Diese Helligkeiten sind aber tagsüber sehr praktisch. Beim Verlassen eines Hotels haben wir so beispielsweise immer wieder die Ecken ausgeleuchtet, um sicherzustellen, dass wir keine Kabel oder anderen Kleinkram beim Check-out vergessen.

Der Luminshield-Modi treibt übrigens auch die äußeren LEDs an ihre Leistungsspitze. Dadurch verändert sich die Lichtcharakteristik. Aus einem Spot-Licht wird so ein Flutlicht. Das kennt man schon von der EDC35, die EDC37 leuchtet allerdings einen deutlich größeren Bereich aus. Die EDC35 kann das nicht so gut. Andere Taschenlampen realisieren diese Funktion mit einem optischen Zoom. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile.

Der Kopf kann sehr heiß werden, mit guter Griffposition stört das aber nicht. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Der Kopf kann sehr heiß werden, mit guter Griffposition stört das aber nicht. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Die EDC37 wird heiß und der Schalter ist zu leichtgängig

Die hohe Leistung hat aber ihren Preis. Während 1.500 Lumen im Dauermodus genutzt werden können, sind die Boost-Modi nur für einige Sekunden nutzbar. Das hängt stark von der Außentemperatur ab. In einer Tropennacht lässt sich der Modus nur kurz verwenden, während eine Winternacht natürlich mehr bietet. Vor allem kühlt sich die Taschenlampe dann natürlich auch schneller ab. Mit dem Boost kann man die Taschenlampe übrigens so heiß laufen lassen, dass sie sogar auf 400 Lumen runterschaltet. Selbst ein Zurückschalten auf 100 Lumen und eine Zwangsabschaltung haben wir provozieren können. Das ist aber jeweils nur von kurzer Dauer.

Auf dem Display sieht man dann einen leeren "Power Remaining"-Balken. Wenn wir die Taschenlampe zurück auf 1.500 Lumen bringen, dann hat das im Sommer kaum Auswirkungen auf den Balken. Das ist der Bereich, wo man etwas Übung braucht, um die Boost-Modi weiter zur Verfügung zu halten, ohne die Taschenlampe unter 1.500 Lumen schalten zu müssen. Zwar ist Luminshield mit seiner Flutlichtcharakteristik dann trotzdem verfügbar, aber nur sehr schwach.

Das alles gilt freilich nur, wenn der Schutzschalter nicht gesetzt ist. Der befindet sich hinter dem Display und ist sehr robust ausgeführt. In der Praxis müssen wir aber bemängeln, dass wir den Schutz am Gürtel öfter versehentlich nach unten bewegt haben, sodass die Taschenlampe aktiviert werden kann. Wenn man ein paar Sachen seitlich trägt, kann das durchaus mal passieren. Im Vergleich zur EDC35 ist der Schiebeschalter der EDC37 etwas exponierter. 

Großer Akku

Mit gut 28,8 Wattstunden ist der Akku sehr groß. Das Display zeigt die Laufzeit jeweils bei jedem aktiven Dauermodus an. Im 1.500 Lumen-Modus werden beispielsweise mehr als 7 Stunden angezeigt. Bei 15 Lumen fast 170 Stunden. Für einen alltäglichen Begleiter ist das gut. Search und Luminshield gehen freilich deutlich stärker auf den Akku. Eine Prozentanzeige samt Balken gibt genug Hinweise, wie gut man noch versorgt ist. In der Praxis haben wir uns nie Sorgen um den Akku machen müssen. Selbst wer die Taschenlampe beruflich braucht, sollte gut damit auskommen.

Aufgeladen wird die Taschenlampe per USB Typ C. Der Anschluss ist hinter einer Kappe versichert. Allerdings ist die gesamte Taschenlampe nur nach IP54 gegen Staub und Wasser geschützt. Kein Problem für einen Regenschauer, aber zum Paddeln sollte man die EDC37 nicht mitnehmen.

An den Abnutzungserscheinungen sieht man gut, dass der Schiebeschalter zu stark hervorsteht. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
An den Abnutzungserscheinungen sieht man gut, dass der Schiebeschalter zu stark hervorsteht. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Fazit

Die EDC37 ist ein guter täglicher, wenn auch etwas voluminöser Begleiter. Am Gürtel oder in einem Rucksack stört sie aber kaum. Die abrufbare Leistung ist für den Alltag sehr gut und das Display informiert auf eine praktische Art und Weise. Nur der Schutzschalter könnte schwergängiger und tiefer nach innen versetzt sein, um Fehlbedienungen insbesondere am Gürtel zu vermeiden.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: , 24.08.2025 (Update: 24.08.2025)