Allgemeine Notebook Kaufberatung
Der erste Schritt bei einem beabsichtigten Notebookkauf sollte das Erörtern Ihrer spezifischen Bedürfnisse und das geplante Einsatzgebiet des Gerätes sein. Dieser Artikel befasst sich mit den „Softskills“ eines Notebooks, also allen Aspekten die beim Kauf eines Gerätes von Bedeutung sind, nicht aber die Wahl der Geräteklasse bzw. die Hardwareausstattung eines Laptops.
Hilfe bei der Suche nach der am Besten für Sie geeigneten Garäteklasse und Ausstattungsvariante finden Sie in unserem Notebook Hardware Guide. Wenn Sie bereits konkrete Vorstellungen haben kann ihnen unser Kaufberatungs Tool helfen, die in Frage kommenden Modelle einzugrenzen.
Sollten Sie konkrete Fragen zu Modellen oder technischer Natur haben, wenden Sie sich am Besten in unserem Forum an unsere bestens informierte und hilfsbereite Community.
Quicklinks:
Gehäuse und Ausstattung
Das Gehäuse des Notebooks ist quasi wie die Karosserie eines Autos. Neben den optischen Eindrücken und dem Design spielen vor allem Aspekte wie Materialien, Verarbeitung und folgend die Haltbarkeit des Gerätes eine wichtige Rolle. Gerade dieser Punkt sollte für den Käufer eine wichtige Rolle spielen, da ein schnell alterndes, knarrendes und zerkratztes Gerät durch keine Garantie abgedeckt wird, und damit auch Schäden die durch die fehlende Robustheit eines Gerätes entstehen, meist vom Besitzer getragen werden müssen.
Sollten sie die Möglichkeit haben, zum Beispiel in einem Elektromarkt eine Reihe von Geräten direkt vergleichen zu können, untersuchen sie die Notebooks bezüglich Verformungen bei geringen Druckbelastungen, auffälligen Spaltmaßen und auch Knarrgeräuschen beim Hantieren mit dem Gerät. So sollte zum Beispiel das Anheben eines Gerätes mit einer Hand im Bereich der Handballenauflage kein Problem darstellen und auch keine Verwindungen hervorrufen. Sie werden sehen, die Unterschiede der einzelnen Modelle sind riesengroß. Dabei gilt besonders: Ein klingender Markenname ist noch lange keine Garantie für einwandfreie Qualität.
Einen Schwachpunkt vieler Geräte stellt das Display dar, insbesondere die Klappmechanik die das Display mit der Base Unit verbindet. Dieser, über die gesamte Lebensdauer eines Notebooks gesehen, intensiv mechanisch beanspruchte Teil, sollte nach Möglichkeit besonders massiv ausgeführt sein, und kein Wippen des Displays zulassen um zusätzliche Belastungen zu verhindern.
Plant man sein Notebook besonders mobil zu verwenden, sollte das Gerät auch mit einem präzisen sicheren Verschlusssystem ausgestattet sein, um so dem empfindlichen (und teuren) Display im zugeklappten Zustand Schutz bieten zu können. Man stelle sich vor, welchen Schaden ein zwischen Display und Tastatur eingeklemmter Stift anrichten könnte…
Anschlüsse und Ports
Ein weiterer wichtiger Punkt sind natürlich die Anzahl und Art der gebotenen Anschlüsse, sowie die Positionierung dieser. Dieser Punkt hängt eng mit dem geplanten Einsatz des Gerätes zusammen. Was plane ich anzuschließen? Welche Erweiterungsmöglichkeiten will ich mir offen lassen? Wo betreibe ich mein Notebook, eher unterwegs oder zum Grossteil am Schreibtisch?
Als Mindestausstattung sollte ein Gerät folgende Anschlüsse aufweisen:
2x USB 2.0 Ports: Wie schon der Name sagt (Universal Serial Bus, 2.0 steht für den aktuellen Standard, der im Vergleich zu alten 1.0 Ports wesentlich höhere Transfergeschwindigkeiten zulässt), werden diese Anschlüsse für eine Reihe von Geräten benötigt.
Dazu zählen Drucker, Scanner, externe Festplatten, externe TV Karten, Bluetooth Dongle, Maus, Tastatur, Gamepads und Lenkräder, USB Sticks, Digitalkameras Handys und MP3 Player und noch eine Menge mehr. Da meistens bereits ein Anschluss durch die Maus belegt ist, sollten demnach mindestens 2 Ports, besser jedoch drei oder vier Ports vorhanden sein. Sie werden sehen, langsam aber sicher werden alle Anschlüsse belegt sein.
Audio Anschlüsse (Mikrophon und Köpfhörer): Optimal für Musikgenuss unterwegs, oder im Büro. Wer sein Notebook zum Telefonieren nutzen will, kann dort ein Headset anschließen, um eine bessere Sprachqualität als mit dem integrierten Standardmikrofon zu erreichen.
Ebenfalls interessant: Optischer Line-Out Audio Ausgang. Verbinden sie so ihr Notebook mit ihrer Stereoanlage (sofern opt. Übertragung unterstützt wird) und genießen sie ihre mp3 Sammlung auf ihrer Stereoanlage, frei von jeglichem Rauschen und Übertragungsverlusten.
Netzwerk und Modemanschluss: Mit dem LAN oder Netzwerkanschluss (RJ45 Port) verbinden sie Ihr Gerät mit einem Netzwerk oder aber auch mit einem Breitbandmodem (ev. auch USB möglich). Der Modemanschluss ist eigentlich mittlerweile überholt, da sich die maximalen Übertragungsraten eines internen Modems nur eingeschränkt zum Internetsurfen geschweige denn zum Downloaden von Software eignen. Auch das Angebot der Provider an Internetzugängen wurde mittlerweile gänzlich auf Breitbandanschlüsse hingetrimmt.
Interessant könnte ein Modemanschluss unter Umständen für Vielreisende sein, die sich von ihrem Hotelzimmer aus einwählen wollen. Doch auch hier ist darauf hinzuweisen das besonders in Oberklassehotels meist ein Internetzugang mittels WLAN angeboten wird.
Bild und Videoausgänge: Ob nun ein externer Monitor, ein Beamer oder aber auch ein TV Gerät, alle werden über verschiedene Videoausgänge mit dem Notebook verbunden. Hier eine Liste von Anschlussmöglichkeiten:
VGA-Ausgang: Anschluss eines zusätzlichen, externen Monitors (analog)
S-Video Ausgang: Anschluss eines TV Gerätes an das Notebook (analog)
DVI (Digital Visual Interface): Digitale Bildübertragung von Notebook zu Monitor oder zu Fernseher die die digitalen Informationen verarbeiten können. Es gibt drei verschiedene DVI Typen:
DVI-I: analoge und digitale Datenübertragung möglich (z.B. DVI-VGA Adapter möglich), DVI-D: nur digitale Daten, DVI-A: nur analoge Daten;Üblich sind dabei jedoch eher die ersten beiden Varianten.
HDMI: Volldigitale Video und Audio Übertragung speziell für den Home-Entertainment Sektor entwickelt. Ein auch durch die Hardware unterstützter Kopierschutz (HDCP) verschlüsselt/entschlüsselt das Signal an den Ausgabe/Eingangsschnittpunkten. Hochwertige illegale Kopien werden so praktisch ausgeschlossen.
Firewire: ermöglicht den schnellen Datenaustausch zwischen dem Computer und diversen Multimedia Geräten wie Video Kameras, Festplatten, DVD Brenner,…
Weitere geläufige Bezeichnungen für einen Firewire Port sind zum Beispiel IEEE 1394 Port (Bezeichnung des lizenzierten Standards) oder aber auch i.LINK (Sony).
PC Card (PCMCIA) und Express Card: Ermöglicht Ihr Notebook mit Netzwerkkarten und WLAN Adapter zu erweitern. Die Karten sind jedoch nicht kompatibel, sprich man benötigt eine Express Card für einen Expresscard Slot. Aktuell werden zum Beispiel PC Cards für mobiles Breitband Internet beworben.
Serieller / Paralleler Anschluss: Sie können sich vielleicht noch an die breiten Stecker bei alten Druckern erinnern, dabei handelte es sich um einen Parallel Port. Ältere Modems weisen oft noch einen seriellen Anschluss auf.
Beide Anschlüsse sind mittlerweile überholt und mit wenigen Ausnahmen nicht mehr notwendig. Aktuelle Geräte sind nach dem „Legacy Free“ Standard konzipiert und weisen nur mehr USB Schnittstellen anstatt Serieller, Paralleler und PS/2 Ports auf.
Neben diesen Kabelgebundenen Verbindungsmöglichkeiten, werden auch eine Reihe von Kabellosen Übertragungstechniken in Notebooks angeboten. Die Hauptvertreter dieses Genres heißen Wireless LAN, Bluetooth und Infrarot.
Wireless LAN oder WLAN: Ist ein lokales Funknetz zum Aufbau eines kabellosen Netzwerkes. Die Reichweite beträgt etwa 30-100m (in geschlossenen Räumen bzw. offenen Flächen). Zurzeit sind 3 WLAN Varianten üblich: 802.11a/b/g. Diese unterscheiden sich im Frequenzbereich und den zulässigen Sendeleistungen und Übertragungsraten. Im Consumerbereich sind die Standards 802.11 b/g (11Mbps bzw. 54Mbps) üblich.
Bluetooth: Drahtlose Funkverbindung über kurze Distanz (bis zu maximal 100m). Derzeit sind folgende Versionen gängig: 1.0, 1.1, 1.2, 2.0; Unterschieden werden diese grundsätzlich durch die maximal mögliche Datenübertragungsrate. Mögliche Einsatzgebiete sind die kabellose Verbindung von Audio Geräten, Handys, PDAs und Eingabegeräten mit dem Notebook.
Infrarot: Optische Datenübertragung bis zu 100cm. Mögliche Anwendung: Datenaustausch mit dem Handy. Der Infrarot Port wird jedoch in letzter Zeit immer mehr von Bluetooth verdrängt. Vorsicht, viele Notebooks weisen optisch einen Infrarotport auf, der jedoch lediglich zur Kommunikation mit einer Fernbedienung dient, und keine Daten senden kann.
Die optimale Anordnung der Anschlüsse ist eine Mischung aus subjektiven Präferenzen und praktischer Anwendung. So spielt es eine wichtige Rolle, ob der Benutzer des Notebooks ein Links- oder ein Rechtshänder ist. Sind auf der Seite, wo man mit der Maus navigiert eine Reihe von Anschlüssen untergebracht, die möglicherweise auch ständig belegt werden, wird es immer wider zu Konflikten durch den auftretenden Kabelsalat kommen.
Entscheidend bei diesen Überlegungen sollte sein, welche Anschlüsse wie oft bzw. wie lange belegt sind, und wo diese demnach am wenigsten stören.
In diesen Bereich fällt auch die Lage der Ausströmöffnung des Lüfters. Die warme Luft mag vielleicht im Winter ganz angenehm sein, bedingt aber in den wärmeren Monaten ein unnötiges Schwitzen der die Maus steuernden Hand.
Eingabegeräte
Nicht minder wichtig ist die Qualität und Benutzerfreundlichkeit der Eingabegeräte. Darunter fallen neben der klassischen Tastatur auch ein eventuell vorhandener Ziffernblock (Num-Pad), diverse Zusatztasten und Schnelltasten, zum Beispiel zur Steuerung eines Mediaplayers.
Weiters ist in dieser Rubrik auch das Touchpad mit den dazugehörigen Tasten sowie ein je nach Ausstattung vorhandener Trackpoint. Letztlich zählen auch mechanische Schalter und Regler wie etwas ein WLAN On/Off Schalter oder aber auch ein Lautstärkeregler zu dieser Kategorie.
Tastatur
Auch wenn es Ihnen vielleicht noch nicht aufgefallen ist, aber Tastaturlayouts können grundverschieden aufgebaut sein. Besonders nervig kann diese Tatsache beim Wechsel der Herstellermarke werden, wenn man plötzlich mit der unterschiedlichen Lage von zum Beispiel FN, Entf, Alt und Cursortasten konfrontiert wird. In der Regel gewöhnt man sich jedoch nach einigen Wochen an eine derart veränderte Tastatur.
Es kommt außerdem relativ oft vor, dass einzelne Tasten vergleichsweise relativ klein ausfallen. Besonders betroffen davon sind immer wieder die Leertaste, Strg, Alt, AltGr, Shift, die Enter Taste und auch die Cursortasten. Dies ist, wie man meinen möchte, nicht nur bei Subnotebooks mit insgesamt kleinen Abmessungen der Fall, sondern auch bei großen Desktop Replacement Geräten (ab 17 Zoll Display) zu beobachten.
Last but not least ist natürlich auch das Druckgefühl beim Schreiben marken- und modellspezifisch sehr unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von langen, weichen, Desktoptastatur ähnlichen Hubwegen bis zu besonders kurzen und harten Anschlägen. Auch die Ausformung der einzelnen Tasten kann beim Komfort eine entscheidende Rolle spielen. Besonders kantige, plane Tasten wirken zwar optisch attraktiv, sind aber unter Umständen nicht so benutzerfreundlich wie ergonomisch geformte Tasten.
Neben all diesen Punkten ist natürlich auch auf Verarbeitungsmängel der Tastatur zu achten. Zu den häufigsten Kritikpunkten zählt eine nicht über die ganze Fläche satt aufliegende Tastatur und ein folgendes Klappern dieser beim Schreiben. Unter Umständen kann es auch zu schlechten Ansprechverhalten oder sogar zum Hängenbleiben einzelner Tasten kommen.
Touchpad/Trackpoint
Die auch als Mausersatz bezeichneten Eingabegeräte dienen, wie der Name schon sagt, zur Steuerung des Mauszeigers am Bildschirm. Auch wenn diese meist nur sporadisch, im mobilen Einsatz, verwendet werden, so ist auch ihre Funktionalität und Anwenderfreundlichkeit zu beurteilen. Beurteilungskriterien sind das Ansprechverhalten, die Präzision der Steuerung, die intuitive Bedienbarkeit, die Positionierung sowie die Beschaffenheit der Oberfläche.
Zusatztasten und Schalter
Immer mehr Geräte bieten neben Tastatur und Touchpad eine Reihe von Sondertasten, mit denen verschiedenste Softwarefunktionen direkt gesteuert werden können. Auch Schalter zur Deaktivierung von WLAN und Bluetooth sowie verschiedenste Ausformungen zur Lautstärkeregelung sind zu finden. Inwieweit solche Tasten Sinn machen bzw. vom User auch benützt werden, sollte jeder für sich selber entscheiden.
Display
Vermutlich eines der wichtigsten Kaufkriterien ist, oder sollte es zumindest sein, das Display. Gerade bei Office Geräten, vor denen man täglich vielleicht 8-10 Stunden oder aber auch länger verbringt, sollten mit einem ausgezeichneten Display ausgestattet sein.
Grundsätzlich ist in Displays mit einer spiegelnden (Glare Type) Oberfläche und in solche mit einer spiegelfreien oder aber auch matten Oberfläche (non Glare Type) zu Unterscheiden. Die Entspiegelung wird dabei durch eine Art Aufrauung der Displayoberfläche erreicht, wobei die entstehenden Prismen an der Oberfläche die auftretenden Reflexionen zerstreuen. Manche Hersteller (Sony) bringen auch eine Spezialbeschichtung auf ihre, an sich spiegelnden Displays auf, um Reflexionen zu mindern.
Neben der persönlichen Vorliebe sollten folgende Erfahrungswerte bei der Entscheidung ob spiegelnd oder matt berücksichtigt werden:
- spiegelnde Displays wirken bezüglich Farbdarstellung subjektiv oft besser
- matte Displays benötigen eine Helligkeit von mindestens 150cd/m² um ein sattes Bild zu liefern und für den Betrieb im Freien tauglich zu sein
- spiegelnde Displays sind nur bedingt im Freien einsetzbar. Die durch die hellen Umgebungslichtverhältnisse auftretenden Reflexionen machen ein Arbeiten auch bei besonders guten Display-Helligkeitswerten schier unmöglich.
- störende Reflexionen sind auch in Innenräumen, je nach Lichteinfall, möglich (z.B.: Lichtquelle hinter oder neben dem Benutzer)
- Displays mit spiegelnden Oberflächen ermüden bei längerer Benutzung den Anwender eher als matte Displays
Das Format und die Auflösung des Displays sind einerseits bedingt durch die gewählte Größe des Gerätes, und andererseits abhängig vom Wunsch des Benutzers und der Verfügbarkeit im jeweiligen Modell.
Grundsätzlich ist zu unterscheiden in Breitformat Displays (Widescreen) und Standard Displays. Die angegeben Kürzel (VGA, XGA, WXGA,...) stehen dabei jeweils für das Displayformat und die Auflösung des Displays. Zur Zeit übliche Formate und Auflösungen bei Notebooks finden sie in unserem Spezialartikel.
Die Reaktionszeit des Displays wird normalerweise vom Hersteller angegeben. Diese kann sich bei Displays mit großer Blickwinkelstabilität bei bis zu 60ms (Millisekunden) bewegen. Für Arbeitsgeräte ist dieser Wert ok und nicht als störend zu beurteilen.
Eine zu lange Reaktionszeit kann aber besonders bei Multimediaanwendungen und Spielen (Ego-Shooter) problematisch werden, da dann eine so genannte Schlierenbildung auftritt. Gut beobachtbar ist dieses Phänomen zum Beispiel beim Scrollen oder aber auch beim Bewegen des Mauszeigers. Für Spielenotebooks gilt: Je geringer die Reaktionszeit, desto besser.
Die Blickwinkelstabilität spielt besonders bei mobilen Geräten eine entscheidende Rolle, da bei dieser Geräteklasse die optimalen Blickwinkel oft nicht eingehalten werden können. Daher ist ein möglichst großer vertikaler und horizontaler Blickwinkel von Vorteil, um maximale Bewegungsfreiheit bei bester Bildqualität gewährleisten zu können.
Bei zu starker Abweichung von dem möglichen Betrachtungskegel kann es zu einer stark pixeligen Darstellung, einer deutlichen Verdunklung oder Aufhellung des Displays, einer Verfälschung der Farbdarstellung, oder aber auch zu auftretenden Spiegelungen kommen.
Ein wichtiger und viel diskutierter Punkt bei TFT Displays sind so genannte Pixelfehler. Dabei gibt es verschieden Typen von Fehlern, die sich praktisch in ihrer „Farbe“ unterscheiden. So kann ein ständig leuchtender weißer oder schwarzer Pixelfehler im Zentrum des Displays den genervten Benutzer bis zur Weißglut bringen.
Nahezu alle verbauten TFT Displays sind Vertreter der Pixelfehlerklasse 2. Das heißt, dass mit einer gewissen Toleranz an Pixelfehlern zu rechnen ist. Manche Hersteller bieten eine „Null-Pixelfehler Garantie“, während bei anderen eine gewisse Toleranz an Fehlern in den Garantiebestimmungen festgehalten wird. Wenn sie sicher gehen wollen, dass Ihr Gerät frei von Fehlern ist, dann sollten Sie Ihr Gerät entweder vor dem Kauf unter die Lupe nehmen (in Elektro-Großmärkten durchaus möglich), oder aber beim Onlinekauf von der zweiwöchigen verpflichteten Umtauschfrist Gebrauch machen. Eine weitere Möglichkeit wäre auch, eine Garantievereinbarung mit dem Verkäufer abzuschließen.
Dennoch besteht die Möglichkeit, dass Fehler ohne ersichtlichen Grund auch erst einige Monate bzw. Jahre nach dem Kauf auftreten.
Leistung
Was für den einen das A und O bei der Gerätewahl ist, steht bei Anderen kaum zur Diskussion. Die Leistung des Notebooks. Als Hauptkomponenten für die Leistung verantwortlich sind der Prozessor oder CPU und die Grafikkarte (GPU). Welche Kombination für welche Leistungsanforderungen sinnvoll ist, entnehmen Sie bitte unserem Notebook Hardware Guide.
Informationen über verschiedene Notebook Grafikkarten finden Sie in unserem Vergleich mobiler Grafikkarten, vergleichbare, sortierbare Leistungsdaten von Notebookgrafikkarten entnehmen sie unserer Grafikkarten Benchmarkliste.
Detaillierte Infos bezüglich mobiler Prozessoren können Sie in unsrem Vergleich mobiler Prozessoren bzw. der Benchmarkliste für mobile CPUs.
Emissionen
Gerne vernachlässigt, aber doch wesentlich, sind die Emissionswerte eines Notebooks. Diese sind sowohl als erhöhte Temperatur an der Gehäuseoberfläche, als auch durch den Lüfter verursachte Geräusche möglich. Weiters zählen wir in unseren Testberichten auch die integrierten Lautsprecher zu den Emissionen und bewerten diese im Hinblick auf Klang und Gesamtlautstärke.
Lautstärke
Was beim konzentrierten Spielen von Action Games kaum auffällt, kann im Arbeitseinsatz in ruhiger Umgebung zum echten Problem werden. Deshalb sollten speziell Office Notebooks und auch Subnotebooks im Betrieb ohne nennenswerte Last (Internet, Office,…) möglichst leise arbeiten.
Abgesehen von den gemessenen Lautstärken können auch andere Faktoren die subjektive Empfindung beeinflussen. Dazu gehört vor allem die Lüftersteuerung, da es einen entscheidenden Unterschied macht, ob ein Lüfter ständig seine Drehzahl verändert, in Stufen geregelt wird, oder nahezu stufenlos die Umdrehungsgeschwindigkeit anpasst.
Außerdem ist es möglich, dass das Lüftergeräusch an sich störender empfunden wird, wenn es ein eher hochfrequentes Niveau aufweist im Vergleich zu einer rauschenden Geräuschkulisse.
Eine weitere Lärmquelle kann auch das optische Laufwerk (CD, DVD, HD-DVD, Blu-Ray) darstellen, welches im Betrieb durchaus den Lüfter übertönen kann. Da der verursachte Lärmpegel mit der Umdrehungszahl des Laufwerks zusammenhängt, kann man zu laute Laufwerke mit Hilfe von Softwaretools (z.B.: CD-Bremse o.ä.) drosseln und somit den Lärmpegel senken.
Temperatur
Neben der Lautstärke ist die Oberflächentemperatur die zweite Quelle möglicher negativer Emissionen. Obwohl mittlerweile Desktop Prozessoren, welche besonders hohe Temperaturen verursachen, nahezu gänzlich von mobilen CPUs verdrängt worden sind, gibt es immer wieder Geräte, die so genannte Hotspots aufweisen.
Darunter versteht man eine lokale, besonders hohe Erwärmung an der Gehäuseoberfläche. Besonders hohe Temperaturen können aber abgesehen von Unannehmlichkeiten bei Berührung auch die Lebensdauer der verbauten Komponenten verkürzen und sogar zu einem instabilen System führen.
Lautsprecher
Grundsätzlich ist beinahe jedes Notebook mit integrierten Boxen ausgestattet, die sich natürlich stark im gebotenen Klang unterscheiden können. Sollten Sie nicht vorhaben, ihr Gerät zum Großteil zum Musik hören oder zur Wiedergabe von DVDs zu benützen ohne auf externe Boxen bzw. auf Kopfhörer zurückzugreifen, dann sollten Sie auch die Tonqualität der verbauten Lautsprecher überprüfen.
Akkulaufzeit
Ein Notebook mit zu kleinem Akku ist wie ein Auto dessen Tank nicht mehr als 10 Liter Treibstoff fasst. Mit dem kleinen Unterschied dass man keine Zapfsäule, sondern immer wieder eine Steckdose benötigt um über die Runden zu kommen.
Dieser Punkt ist besonders stark abhängig vom Einsatz des jeweiligen Gerätes. Erfahrungsgemäß werden auch Notebooks meist auf einem Schreibtisch betrieben, wo auch ein Netzanschluss meist nicht weit ist.
Beschließt man beim Kauf, dass das Gerät überwiegend Mobil eingesetzt werden soll, so sind passable Akkulaufzeiten unbedingt erforderlich. Eine mögliche Alternative wäre etwa ein Reserveakku, mit dem das Notebook über längere Strecken am Leben erhalten werden kann. Außerdem wird von manchen Herstellern durch das Vorsehen so genannter „Ultra oder Multibays“ die Option geschaffen, das Gerät zum Beispiel anstatt eines optischen Laufwerks mit einem zusätzlichen Akku auszurüsten.
Von sinnvollen Akkulaufzeiten kann man sprechen, wenn sich diese unter Last bei etwa 2h und ohne Last bei etwa 4h bewegen.
Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den vom Hersteller angegebenen Laufzeiten teils um theoretische Idealwerte handelt, die in der Praxis oft nicht eingehalten werden können.
Wie man die Laufzeit bei allen Geräten teils erheblich verlängern kann, erfahren Sie hier.
Garantie
Der Punkt Garantie und Gewährleistung nimmt bei Notebooks ein besonderes wichtigen Stellenwert ein. Da durch die kompakte Bauweise, und die perfekte Abstimmung der Einzelteile im Inneren eines Gerätes eine Reparatur oftmals nur durch den Hersteller möglich ist, und auch Ersatzteile am freien Markt kaum zu bekommen sind, kann eine fällige Reparatur ganz schön auf die Brieftasche drücken.
Die einzige Möglichkeit sich vor solchen Unannehmlichkeiten zu schützen, besteht im Abschluss eines Garantievertrages. Bei den meisten Herstellern wird eine Garantiezeit von 2 Jahren ab Kaufdatum gewährleistet. Business Geräte weisen oft schon von vornherein eine Garantielaufzeit von 3 Jahren auf, die sich aber meist auf den Verkaufspreis schlägt.
Erfahrungsgemäß ist eine Garantie von mindestens 2 Jahren anzustreben. Besteht die Möglichkeit die Laufzeit auf 3 Jahre zu verlängern sollte man das auch tun. Die Mehrkosten sind meist relativ gering und können bei einem eventuellen Weiterverkauf geltend gemacht werden.
Seit kurzem bieten auch Notebookfremde Firmen Versicherungspolicen an, mit der man sein Gerät Herstellerunabhängig versichern lassen kann. Je nach Vertrag können auf diese Weise auch Schäden bei Eigenverschulden (Kasko) oder auch Diebstahl geltend gemacht werden.
Weiterführende Informationen
- Weitere Informationen bezüglich der technischen Ausstattung von Notebooks finden Sie in unserem Notebook Hardware Guide.
- Falls Sie weitere Fragen zum Thema Notebook und mobile Computing haben, wenden Sie sich an unsere hilfsbereite Community in unserem Forum. Dort geben ihnen unzählige Besucher mit ihrem Rat Hilfestellung bei Ihren Problemen.
- Detaillierte Informationen zu den in unseren Berichten von uns durchgeführten Tests erhalten Sie hier.
- Detaillierte Informationen über Prozessoeren und Grafikkarten finden Sie in unserem Vergleich mobiler Grafikkarten bzw. in unserem Vergleich mobiler Prozessoren.
- Wollen Sie sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Notebook begeben, dann können Sie das am Besten bei unseren eigenen Testberichten machen, oder in unserer umfangreichen Datenbank externer Notebook Tests.






















