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16:10-Bildschirme auf Windows-Laptops werden sich mehr und mehr durchsetzen

16:10-Bildschirme auf Windows-Laptops sind dabei Mainstream zu werden (Bildquelle: Dell)
16:10-Bildschirme auf Windows-Laptops sind dabei Mainstream zu werden (Bildquelle: Dell)
Dell ist mit dem XPS 13, XPS 15 und XPS 17 in das 16:10-Rennen gestartet, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere OEMs in diese Fußstapfen treten. Das Bildformat hat seinen Platz in verbraucherorientierten Laptops und nicht nur in mobilen Workstations oder Business-Laptops unter Beweis gestellt.
Allen Ngo (übersetzt von Marvin Glöckner),
Kommentar von Allen Ngo
Kommentar-Artikel geben ausschließlich die individuelle Meinung des/der angeführten Autors/Autorin wieder.

Obwohl Apple bereits seit Jahren Laptops mit 16:10-Bildschirmen ausliefert, hat erst die Einführung der 16:10 XPS-Reihe von Dell Anfang dieses Jahres andere Hersteller ins Grübeln gebracht: "Warum bieten wir nicht auch 16:10-Laptops an?"

Es gibt ein paar Gründe, warum wir glauben, dass dies geschehen wird. Der erste Grund sind die sich ändernden Gewohnheiten von Privat- und Geschäftsanwendern. Laut HP werden jüngere Mitarbeiter ihre persönlichen Laptops eher für Arbeit und Freizeit nutzen, anstatt separate Geräte zu besitzen. Das Seitenverhältnis 16:10 ist im Vergleich zu 16:9, 3:2 oder 4:3 besser geeignet, um sowohl im Büro zu arbeiten, als auch den gelegentlichen Film zu schauen.

Zweitens wurden die InfinityEdge XPS-Laptops von Dell bereits 2015 auf den Markt gebracht, was andere Hersteller dazu veranlasste, ebenfalls ähnliche Designs mit schmaler Bauform auf den Markt zu bringen. Nahezu alle Laptops für Verbraucher haben heutzutage sehr schmale Einfassungen mit einem hohen Bildschirm-zu-Körper-Verhältnis, ähnlich wie die neuesten Smartphones. Wir gehen davon aus, dass die neuen 16:10 XPS-Laptops die Einführung von 16:10 bei Lenovo und HP eher früher als später vorantreiben werden.

Und nicht zuletzt: Hersteller neigen dazu, Display-Panels von gleichen Anbietern wie AU Optronics, Sharp, BOE oder Chi Mei zu beziehen. Wenn ein bestimmtes Panel verfügbar wird, werden mehrere OEMs es für ihre eigenen Laptop-Produktfamilien abholen. Wir haben dies bei 4K-Panels, 120 Hz, 144 Hz, 240 Hz und sogar bei OLED-Panels beobachtet, wo verschiedene Laptops von verschiedenen Herstellern mit genau denselben Panels ausgestattet sein können. Wenn ein OEM also beginnt, 16:10-Designs anzubieten, dann werden wahrscheinlich andere folgen.

Verglichen mit dem üblichen 16:9 ist 16:10 merklich höher, vor allem beim Durchstöbern von Webseiten oder beim Arbeiten mit Adobe-Programmen. Zwei Programme nebeneinander auszuführen, funktioniert auch in diesem Seitenverhältnis besser. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass 16:9 vollständig verdrängt wird, aber es wäre für viele Benutzer ein Segen, wenn sie zumindest die Möglichkeit hätten, zu wählen.

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Autor: Allen Ngo,  9.08.2020 (Update:  9.08.2020)
Comment by Allen Ngo
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Allen Ngo
Editor of the original article: Allen Ngo - US Editor in Chief
Nach meinem Abschluss in Umwelthydrodynamik an der Universität von Kalifornien studierte ich Reaktorphysik, um vom US NRC die Lizenz zum Betrieb von Kernreaktoren zu erhalten. Man gewinnt ein erstaunliches Maß an Wertschätzung für alltägliche Unterhaltungselektronik, nachdem man mit modernen Reaktorsystemen gearbeitet hat, die erstaunlicherweise noch immer von Computern aus den 80er Jahren betrieben werden. Wenn ich nicht gerade die US-Seite von Notebookcheck betreue, verfolge ich gerne die eSports-Szene und neueste Nachrichten aus dem Gaming-Bereich.
Comment by Marvin Glöckner
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Marvin Glöckner
Translator: Marvin Glöckner - Translator
Ich hatte eine glückliche Kindheit voller Netzwerkpartys, Peltier-Kühlung, 3dfx-Beschleunigerkarten, Dual-CPU-Mainboards und Wärmeleitpaste überall; gefolgt von einer glücklichen Jugend mit mehr Netzwerkpartys, dem Bau von Gaming Rigs in Akustikgitarren, Pizzakartons und Trompetenkoffer. Als Erwachsener interessiere ich mich mehr für die aufgeräumtere, kompakte Gaming-Welt der Laptops.