2.5GbE: Kleine Switches mit 2,5 Gbit/s sind unter 50 Euro gut zu bekommen

Wer sein Heimnetzwerk aufrüsten will, der kann mittlerweile recht günstig auf 2.5GbE-Technik zurückgreifen, wenn der Switch klein ist. Ein kurzer Blick in den Markt zeigt: Ein Switch mit fünf RJ45-Ports nach dem 802.3bz-Standard alias Multigigabit ist ohne Probleme für unter 50 Euro zu bekommen.
Die Hersteller der Switches sind allerdings nur bedingt weit bekannt. Es finden sich eher weniger bekannte Marken die Cudy, Tendy und Mercusys. Mercusys ist übrigens eigentlich gar nicht so unbekannt, denn die Marke gehört zu TP-Link und TP-Link versucht Mercusys seit ein paar Jahren auch im deutschsprachigen Raum stärker unter die Leute zu bringen. Preislich liegt man meist unterhalb von TP-Link.
Aber eben auch so bekannte Namen wie TP-Link finden sich mit eigenen Produkten in der Auswahl. Dazu kommt Trendnet. Recht neu ist Ugreen. Der Hersteller ist vor allem durch seine Netzteil-Lösungen bekannt geworden, hat sich in letzter Zeit aber auch mit NAS-Systemen einen Namen gemacht.
Die Bekanntheit macht gewissermaßen auch den Preis aus, wenn man nach dem Vergleichsdienst Geizhals geht. So liegt Cudy mit einem sehr einfachen 5-Port-Switch bei gerade einmal 30 Euro. Der Preis gilt, wie alle folgenden, ohne Versand. Der HS10 ist schnörkellos, passiv und hat ein externes Netzteil.
Preislich etwas drüber mit 36 bis 40 Euro ist Tendas SM105/SE105 mit im Prinzip den selben Eckdaten. Besonderheit ist hier nur das weiße Gehäuse und ein Netzteilanschluss vorne, also neben den RJ45-Ports.
Für rund 40 Euro schafft es dann Tenda sogar einen 8-Port-Switch auf den Markt zu werfen. Der TEM2010F ist allerdings End-of-Life. Es handel sich also um Restpostenpreise, die aktuell bei Geizhals gelistet sind. Dafür gibt es aber sogar SFP-Fassungen für Optiken oder DAC und VLAN-Fähigkeit per DIP-Schalter an der Frontseite. Es lassen sich per Aggregation sogar Ports zu 5 GbE zusammenlegen. Für das Geld ist das eine erstaunlich gute Ausstattung, der Switch gehört daher eigentlich nicht in die Liste der Unter-50-Euro-2.5GbE-Liste und dürfte auch bald verschwinden.
Danach geht es dann wieder mit einem 5-Port-Switch weiter: Der MS105GS-M2 von Mercusys kostet 42 Euro und ist auch wieder ein schnörkelloser Switch. Trendnets TEG-TG kostet ebenfalls 42 Euro und hat den Netzteilanschluss vorne.
Ein paar Cent mehr kostet Cudys HS10 in der Variante mit USB Typ C für das Netzteil. Außerdem tritt dann TP-Link mit dem TL-SG105-M2 in Erscheinung mit einem erstaunlich großem Gehäuse.
Technisch interessant wird dann für rund 43 Euro Ugreens UM106X. Der hat nämlich neben den fünf 2.5GbE-Ports auch einen 10GbE-Uplink-Port. Wahlweise lässt sich der RJ45- oder der Schacht für SFP+-Module verwenden. Über den SFP+-Schacht ließe sich etwa ein optischer Transceiver verwenden, um in einer größeren Wohnung die schmale Glasfaser zu verlegen.
Dank des Uplink-Ports können dann auch mehrere Clients Daten mit 2,5 GBit/s etwa vom Wohnzimmer zum Netzwerkschrank am Eingang senden. Die Kosten für einen Transceiver muss man freilich noch dazurechnen. Der UM106X fällt also nur als reiner Kupfer-Switch unter die 50-Euro-Marke. Wie der Tenda-Switch gibt es übrigens auch hier einen DIP-Schalter für VLAN und Link Aggregation.
Für einen Euro mehr bietet dann auch Trendnet mit dem TEG-S5061 die selben Eckdaten wie Ugreen, aber ohne die DIP-Schalter-Modi und ohne RJ45-Uplink. Hier ist für 10GbE ein SFP+-Modul Pflicht.
Interessanterweise kostet der Trendnet-Switch TEG-S350 ohne SFP+-Schacht einen Euro mehr, also 46 Euro. Solche Anomalien passieren manchmal, weil Switches mit SFP-Schächten speziellerer Natur sind und sich nicht jeder an diese Netzwerktechnik traut.
Aktuell nur ein Angebot unter 50 Euro gibt es beim Cudy HS10 mit SFP+-Port und acht 2.5GbE-RJ45-Ports. Der schafft es also nur knapp in unsere 50-Euro-Liste. Selbiges gilt für Mercusys Switch mit 8 RJ45-Ports. Mit wenigen Cent Abstand sind dann noch Geräte von Grandstream und Tenda zu finden.
Ab 50 Euro kommen dann mehr bekannte Marken. Linksys' LN2305 liegt mit 52 Euro knapp über der Schwelle. Das gilt auch für Ubiquitis USW-Flex-2.5G-5 mit 56 Euro. Und falls jemand Netgear als große Marke vermisst: Da geht es erst ab 86 Euro los.
Die Stichproben zeigen aber: Günstige 2.5GbE-Switches sind heute kein Problem mehr. Unter 50 Euro ist die Auswahl mittlerweile sehr groß und manchmal entscheiden wenige Cent darüber, ob man zu einer besseren Ausstattung bei diesen einfachen Switches ohne Webinterface greifen kann. Im Zweifel spricht beispielsweise auch nichts dagegen, den SFP+-Schacht einfach leer zu lassen, bis man ihn vielleicht irgendwann braucht.
Da die Preisabstände bisweilen wirklich nur ein paar Cent betragen, stellt dieser Artikel nur eine Momentaufnahme mit dem Stand von 5. November 2026, 20:40 Uhr, dar. Die Reihenfolge kann sich sehr schnell ändern, vor allem bei den Switches zwischen 45 und 50 Euro sind Schwankungen zu erwarten.

Quelle(n)
Eigene Recherchen





