92 % positiv: Grand-Strategy-Klassiker mit Wirtschafts-Fokus jetzt unter 5 Euro auf Steam

Wenn es um Grand Strategy geht, führt an Paradox kaum ein Weg vorbei – und das war auch vor 16 Jahren schon so. Das 2010 erschienene Victoria II steht den neueren Ablegern in Sachen Komplexität kaum nach: Die Kampagne beginnt in den 1830er-Jahren und reicht bis an die Schwelle des Zweiten Weltkriegs, eine Zeit, die von Industrialisierung, politischen Umbrüchen, Kolonialismus und dem Aufstieg moderner Nationalstaaten geprägt ist. Zur Auswahl stehen mehr als 200 Nationen, die sich wirtschaftlich, politisch, diplomatisch und militärisch in ganz unterschiedliche Richtungen entwickeln lassen. Das Strategiespiel ist auf Steam noch bis zum 17. August um 75 Prozent reduziert und kostet 4,99 statt knapp 20 Euro. Günstiger war der Titel laut SteamDB zuletzt vor rund drei Jahren, das aktuelle Angebot entspricht jedoch dem üblichen Rabattniveau.
Spieler können eine kleine Nation zur Großmacht aufbauen, Kolonien gründen oder versuchen, historische Nationalstaaten wie Deutschland oder Italien zu formen. Im Vergleich zu vielen anderen Strategiespielen steht dabei nicht die permanente Kriegsführung im Mittelpunkt. Stattdessen dreht sich ein großer Teil des Gameplays um Bevölkerung, Politik und Wirtschaft – und gerade letztere fällt ziemlich umfangreich aus. Mehr als 50 verschiedene Waren werden produziert und gehandelt, Fabriken müssen gebaut und die Industrialisierung des eigenen Landes vorangetrieben werden. Gleichzeitig legen Spieler Steuern und Staatsausgaben fest und müssen dafür sorgen, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht zu kurz kommen. Dabei greifen die verschiedenen Systeme eng ineinander: Fabriken brauchen beispielsweise Kapitalisten, Handwerker und Angestellte, während die Größe der eigenen Armee davon abhängt, wie viele Soldaten überhaupt zur Verfügung stehen.


Die Spielewebsite GameWatcher lobte zu Release vor allem die enorme strategische Tiefe, das detaillierte Bevölkerungssystem und die politische Simulation. Besonders viel Spaß mache es laut Redaktion, mit einem kleinen, unbedeutenden Staat zu starten und diesen nach und nach zur Großmacht aufzubauen. Kritik gab es hingegen für die hohe Einstiegshürde und die vergleichsweise simple Kriegsführung. Auch KI und Spielbalance ließen laut Test noch Raum für Verbesserungen. Für eine solide Wertung von 8,5 von 10 Punkten reichte es am Ende aber trotzdem. Metacritic listet Victoria II mit einem Metascore von 75 und einem User Score von 8.3. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 580 Euro) ist das Strategiespiel als „Spielbar“ eingestuft.
Auf Steam fällt das Bild noch einmal deutlich stärker aus: 92 Prozent von knapp 20.000 Steam-Rezensionen sind positiv. Unter Grand-Strategy-Fans genießt Victoria II bis heute einen besonderen Ruf – vor allem wegen seiner komplexen Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Politiksysteme. Die sind zwar nicht gerade einsteigerfreundlich, bieten aber jede Menge strategische Tiefe und sorgen dafür, dass der Paradox-Klassiker auch 16 Jahre nach Release noch einiges zu bieten hat.
Übrigens: Mit Darkest Hour: A Hearts of Iron Game ist aktuell noch ein weiterer Grand-Strategy-Klassiker von Paradox stark reduziert. Das Strategiespiel deckt einen Zeitraum vom Ersten Weltkrieg bis in den Kalten Krieg ab und ist derzeit für nur 1,99 Euro auf Steam erhältlich.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.












