Hearts of Iron IV zu kurz? Grand-Strategy-Klassiker jetzt für unter 2 Euro auf Steam

In Darkest Hour: A Hearts of Iron Game bekommen Spieler die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts als strategischen Spielplatz vorgesetzt. Anders als beim deutlich neueren Hearts of Iron IV reicht der historische Rahmen vom Russisch-Japanischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg über den Zweiten Weltkrieg bis zum Beginn des Kalten Krieges. Noch bis zum 17. August ist Darkest Hour auf Steam mit 80 Prozent Rabatt für 1,99 statt 9,99 Euro erhältlich. Damit fällt das Strategiespiel laut SteamDB auf seinen bisherigen Tiefstpreis, der zuletzt während des Summer Sale 2026 erreicht wurde.
Entwickelt wurde Darkest Hour von erfahrenen Moddern aus der Paradox-Community auf Basis von Hearts of Iron II: Armageddon. Das bekannte Grundprinzip wurde dabei kräftig ausgebaut. Auf einer detaillierten Weltkarte führen Spieler ihre Nation über Jahrzehnte hinweg, stellen Armeen auf, treiben die Forschung voran, verwalten Industrie und Ressourcen und schmieden diplomatische Bündnisse. Wer schließlich in den Krieg zieht, muss weit mehr als die reine Truppenstärke berücksichtigen: Auch Gelände, Wetter, Tageszeit, Versorgung, Moral und Erfahrung können über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Für Abwechslung sorgen zahlreiche spielbare Nationen und unterschiedliche Startzeitpunkte. Während Großmächte wie Deutschland, die Sowjetunion oder die USA mit entsprechend großen wirtschaftlichen und militärischen Möglichkeiten antreten, stellen kleinere Staaten Spieler vor ganz andere Herausforderungen. Die großen Kampagnen ermöglichen verschiedene Einstiege in die beiden Weltkriege, während kürzere Battle Scenarios einzelne Konflikte in den Mittelpunkt rücken.


Auf Steam loben Spieler vor allem die enorme strategische Tiefe, den großen historischen Umfang und den hohen Wiederspielwert. Sein Alter von mittlerweile über 15 Jahren kann das Strategiespiel allerdings nicht verbergen. Kritik gibt es vor allem für die veraltete und teilweise unübersichtliche Benutzeroberfläche sowie die Paradox-typisch hohe Einstiegshürde. Viele Mechaniken werden nur unzureichend erklärt, einige diplomatische und nichtmilitärische Systeme wirken im Vergleich zu moderneren Strategiespielen recht schlicht. Auch die KI zeigt mitunter strategische Schwächen und manche geskripteten Ereignisse können die eigentlich große spielerische Freiheit einschränken.
Trotzdem kommt Darkest Hour bei Spielern bis heute gut an: 89 Prozent von über 2.000 Steam-Bewertungen fallen positiv aus. Metacritic listet einen Metascore von 81 und einen User Score von 8.1. Wer sich von der altmodischen Präsentation und der steilen Lernkurve nicht abschrecken lässt, bekommt für 1,99 Euro also ein ausgesprochen umfangreiches Grand-Strategy-Spiel. Für das Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 580 Euro) eignet sich Darkest Hour hingegen nicht – Valve stuft den Titel dort als „Nicht unterstützt“ ein.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.




















