Tesla integriert Starlink zunächst ins Cybercab, Model Y könnte als Nächstes folgen

Tesla stattet seine ersten Fahrzeuge mit Starlink-Satelliteninternet aus. Dabei handelt es sich um eine echte Integration, die bündig mit der Karosserie abschließt und in derselben Farbe lackiert ist. Elon Musk ist überzeugt, dass langfristig alle Tesla-Modelle und auch andere Fahrzeuge mit Satelliten-Breitbandinternet ausgestattet werden, da dies seiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit ist, unterwegs eine schnelle Internetverbindung bereitzustellen.
Das erste Tesla-Fahrzeug mit integrierter Starlink-Hardware ist das Cybercab. Zum Einsatz kommt ein Mini-Kit, wie es ohne Datentarif für 805 Euro bei Amazon erhältlich ist. Teslas Robotaxi-Account veröffentlichte Bilder des ersten Cybercab mit einer Starlink-Antenne, die ab Werk in die Dachlinie integriert ist.
Dabei handelt es sich um eine quadratische Aussparung mit flachem Profil und nicht um die auf früheren Prototypen montierte Satellitenschüssel. Die Enthüllung folgt auf einen Teaser vom Juli, in dem Tesla und Starlink anhand einer Schnittzeichnung zeigten, dass die Satellitenhardware „direkt in das Cybercab integriert“ ist. Nun bestätigt sich, dass die damals gezeigte Lösung tatsächlich in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommt.
Das Cybercab benötigt zwar keine Internetverbindung, um autonom zu fahren, sondern nutzt dafür Teslas AI4-Computer. Tesla positioniert Starlink jedoch als Funktion für das Flottenmanagement und den Komfort der Passagiere. Die Verbindung soll unter anderem Flottenmanagement, Navigation, Kundenservice und Unterhaltung für die Fahrgäste ermöglichen, einschließlich 4K-Videostreaming.
Musk betrachtet Starlink zudem als Absicherung für Gebiete mit schlechter Mobilfunkabdeckung. Er warnt davor, dass Robotaxis in „Bermuda-Dreiecken“ ohne Mobilfunkempfang stecken bleiben könnten, wenn der Dienst über dicht besiedelte Städte hinaus ausgeweitet wird. Musk erklärt inzwischen, dass langfristig alle Autos Starlink erhalten sollen, da dies seiner Ansicht nach die einzige Möglichkeit sei, Milliarden von Fahrzeugen mit hohen Bandbreiten zu versorgen. Tesla verkauft derzeit Millionen Fahrzeuge pro Jahr mit LTE-Modems. Eine Starlink-Integration würde jedoch zu den immer engeren Verbindungen zwischen Tesla und SpaceX passen. SpaceX stellt bereits Grok als Sprachassistent für Tesla bereit und kauft Tesla-Hardware im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar.
Vorerst beschränken sich die mit Starlink ausgestatteten Cybercabs auf die Produktion in der Gigafactory Texas. Eine breitere Einführung des Robotaxi-Dienstes steht noch aus und hängt von Daten aus dem realen Fahrbetrieb ab. Ob Satelliteninternet künftig serienmäßig im Model 3 oder Model Y zum Einsatz kommt, ist noch deutlich ungewisser. Tesla will das Cybercab jedoch offensichtlich als Machbarkeitsnachweis nutzen, während das Model Y derzeit das einzige Robotaxi des Unternehmens ist.
Darüber hinaus arbeitet SpaceX Berichten zufolge an einem speziellen Starlink-Modem für Mobilchips von Herstellern wie Qualcomm, Samsung oder MediaTek. Die Integration einer kompletten Satellitenantenne könnte daher lediglich eine frühe und vergleichsweise grobe Form der Starlink-Integration in Fahrzeuge darstellen.











