Starlinks erster Wi-Fi-7-Router taucht in FCC-Unterlagen auf

SpaceX hat offenbar seinen ersten Wi-Fi-7-Router für Starlink entwickelt. Aus am Donnerstag veröffentlichten FCC-Unterlagen, die zuerst von einem Reddit-Nutzer entdeckt wurden, geht ein Router mit Wi-Fi 7 hervor. Für Starlink ist das eine Premiere, denn bislang setzte das Unternehmen auf Hardware mit Wi-Fi 6.
SpaceX hat das Gerät unter der Modellnummer UTR-261 bei der FCC eingereicht. Offenbar handelt es sich um den Nachfolger des Router Mini (UTR-251), der im April vergangenen Jahres von der FCC zugelassen wurde und damals Starlinks neuester Router war.
In den Unterlagen wird der Router mit 802.11be in den Modi EHT20 und EHT40 in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um die technische Bezeichnung für Wi-Fi 7. Der Router unterstützt weiterhin auch ältere WLAN-Standards. Vereinfacht gesagt sollte das geringere Latenzen ermöglichen und mehr Kapazität bieten, wenn sich mehrere Geräte gleichzeitig eine Verbindung teilen. Die Satellitenverbindung selbst wird dadurch allerdings nicht schneller. Starlink-Schüsseln sind weiterhin auf rund 400 Mbit/s begrenzt und liegen damit deutlich unter dem, was Wi-Fi-7-Hardware bewältigen kann. SpaceX hat angekündigt, den Dienst eines Tages in Richtung Gigabit-Geschwindigkeiten bringen zu wollen. Dafür sind allerdings Upgrades der Satelliten und Schüsseln erforderlich, nicht des Routers.
Auch die Ausstattung scheint umfangreicher auszufallen. Diagramme in den FCC-Unterlagen zeigen zwei Ethernet-Anschlüsse und einen USB-C-Port. Damit bietet der neue Router doppelt so viele Ethernet-Ports wie der Router Mini. Darüber hinaus scheint der Router sowohl über Power over Ethernet als auch über ein herkömmliches Netzteil mit Strom versorgt werden zu können.
SpaceX hat die FCC darum gebeten, Fotos des Geräts und dessen Handbuch für 180 Tage unter Verschluss zu halten. Wie der Router aussieht, ist daher noch nicht bekannt. Die Unterlagen bestätigen allerdings, dass er in Vietnam hergestellt wird und ausschließlich für den Einsatz in Innenräumen vorgesehen ist. Das passt zu einer separaten FCC-Entscheidung aus dem vergangenen Monat, durch die Starlink vorübergehend von einem Verbot neuer, im Ausland hergestellter Router ausgenommen wurde. Diese Ausnahme dürfte notwendig gewesen sein, damit ein in Vietnam produzierter Router wie dieser überhaupt in den USA verkauft werden kann.
Starlink hat vor Kurzem außerdem die V5-Schüssel angekündigt. Sie ist deutlich kleiner und leichter als die ältere V4 und verbraucht zudem weniger Strom. Dafür mussten allerdings einige Kompromisse eingegangen werden. Die V5 ist nicht für den Einsatz während der Fahrt ausgelegt. Ihre maximale Geschwindigkeit fällt mit mehr als 375 Mbit/s etwas niedriger aus. Zudem startete sie ohne Standby-Modus – jene Option, mit der V4-Nutzer ihre Verbindung bei reduzierter Geschwindigkeit aktiv halten können, anstatt den vollen Preis zu zahlen oder den Dienst zu kündigen.








