Starlink Mini 2 durchgesickert – mit Akku, aber auf Kosten der Upload-Geschwindigkeit

Nur wenige Tage nach der stillen Vorstellung der neuen Starlink-V5-Antenne ist eine weitere interessante Entwicklung bei SpaceX aufgetaucht: die Starlink Mini 2. Laut aktuellen Informationen des bekannten Starlink-Hardware-Leakers Oleg Kutkov arbeitet das Unternehmen aktiv an einem neuen Mini-Terminal mit der Hardware-Revision mini2_prod1.
Den durchgesickerten Hardware-Details zufolge fällt die Starlink Mini 2 etwas kompakter aus als ihr Vorgänger. Das interne Antennenpanel wurde von 236 × 276 mm beim ursprünglichen Modell auf 225 × 273 mm verkleinert. Auch die Antenne selbst wurde überarbeitet.
Während die erste Starlink Mini über 571 Antennenelemente verfügt, setzt die Mini 2 auf 549 Elemente. Dies deutet darauf hin, dass SpaceX das Phased-Array-Design optimiert hat, anstatt lediglich die bestehende Hardware zu verkleinern. Aus dem Leak geht außerdem hervor, dass das Gerät weiterhin GPS unterstützt und ausdrücklich für den Einsatz während der Fahrt ausgelegt ist. Damit dürfte es sich – wie die aktuelle Starlink Mini – weiterhin für Reisende, Camper, Boote und Fahrzeuge eignen.
Interessanterweise setzt das neue Terminal weiterhin auf denselben Catapult-SoC wie das ursprüngliche Modell.
Das wohl größte Upgrade der Starlink Mini 2 ist der integrierte Akku. Dem Leak zufolge verfügt das neue Terminal über einen eingebauten 4-Zellen-Lithium-Akku (4S), der von einem Batteriemanagementsystem (BMS) der BQ40Z-Serie gesteuert wird. Die genaue Akkukapazität ist zwar noch unbekannt, geladen wird jedoch über USB-C Power Delivery mit einer Eingangsspannung von 11 bis 24 Volt.
Der integrierte Akku bringt jedoch offenbar auch Kompromisse mit sich. Laut dem Leak erreicht die Starlink Mini 2 eine durchschnittliche EIRP (äquivalente isotrop abgestrahlte Leistung) von 27,4 dBW und liegt damit leicht unter den 27,57 dBW des ursprünglichen Modells. Deutlich gravierender fällt jedoch die angebliche Reduzierung des Sendebetriebsanteils von 75 % auf nur noch 11 % aus. Dies dürfte sich insbesondere bei längeren Uploads negativ auf die Uplink-Leistung auswirken.
Nach Einschätzung des Leakers hängt diese Einschränkung wahrscheinlich mit dem begrenzten Energiebudget des integrierten Akkus zusammen. Anders ausgedrückt: Beim Akkubetrieb hat Energieeffizienz offenbar Vorrang vor einer dauerhaft maximalen Upload-Leistung.
Darüber hinaus soll SpaceX mehrere thermische Grenzwerte angehoben haben. Berichten zufolge erhöht die Starlink Mini 2 die Schwellenwerte für die thermische Drosselung des MAC auf 95 °C beziehungsweise 99 °C, verglichen mit 79 °C und 83 °C beim Modell der ersten Generation. Die thermische Abschaltung des Akkus erfolgt bei 80 °C. Diese Änderungen deuten darauf hin, dass SpaceX das Terminal für einen stabilen Betrieb unter anspruchsvolleren Einsatzbedingungen ausgelegt hat.












