Astronomen entdecken extrem schnelle Winde in einem Schwarzen Loch mit bis zu 30 % der Lichtgeschwindigkeit

Im Universum gibt es zahlreiche Objekte, die für Astronomen nach wie vor rätselhaft und nur unzureichend erforscht sind, darunter auch Schwarze Löcher. Kürzlich haben Forscher jedoch ein Schwarzes Loch identifiziert, dessen Winde Geschwindigkeiten von bis zu 30 % der Lichtgeschwindigkeit erreichen – das entspricht rund 324,5 Millionen Kilometern pro Stunde.
Diese extremen Ausströmungen wurden in einem Quasar entdeckt, dem leuchtkräftigen Kern einer Galaxie, der von einem supermassereichen Schwarzen Loch angetrieben wird. Der Quasar mit der Bezeichnung J2318 befindet sich etwa 3 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt; seine Masse wird auf rund das 1,7-Milliardenfache der Sonnenmasse geschätzt.
Trotz dieser enormen Masse ist vor allem die Geschwindigkeit der ausgestoßenen Materiewinde bemerkenswert, wie Lucas Seaton erklärt:
„Was die Geschwindigkeit angeht, könnte man den Wind dieses Quasars als Hurrikan der Kategorie 79 bezeichnen. Jede Hurrikan-Kategorie ist etwa 20 % schneller als die darunterliegende. Die Bezeichnung ‚Kategorie 79‘ vermittelt eine Vorstellung davon, wie extrem schnell er ist – allerdings ist dieser Wind mit nichts auf der Erde vergleichbar.“

Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um Winde im irdischen Sinne, da sie aus Materie bestehen, die sich mit extrem hoher Geschwindigkeit bewegt. Um dieses Phänomen nachzuweisen, nutzten Astronomen zudem Daten des Sloan Digital Sky Survey (SDSS).
Diese Entdeckung unterstreicht nicht nur die enorme Kraft Schwarzer Löcher, sondern hilft Forschenden auch dabei, diese weiterhin rätselhaften und bislang nur teilweise verstandenen Himmelskörper besser zu erforschen. Es ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft weitere Studien folgen werden.
Quelle(n)
Bildquelle: NASA Hubble Space Telescope - Unsplash / NASA/CXC/M. Weiss, Nahks Tr'Ehnl, Nurten Filiz Ak)











