Mögliche Supernova-Überreste in der Milchstraße entdeckt

Das Chandra-Observatorium ist 1999 an Bord der Raumfähre Columbia gestartet worden und zählt zu den leistungsstärksten Weltraumteleskopen. Dank Instrumenten wie dem Advanced CCD Spektrometer und der hochauflösenden Kamera kann es Röntgenstrahlung beobachten, die von Himmelsobjekten ausgesendet wird. Kürzlich hat die NASA eine Aufnahme dieses Teleskops veröffentlicht, die einen möglichen Überrest einer Supernova in unserer Galaxie zeigt.
Diese Struktur befindet sich rund 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt in einer Gasblase, die einen massereichen Stern umgibt. Astronomen zufolge breitet sie sich mit einer Geschwindigkeit von 3,2 Millionen Kilometern pro Stunde aus und soll vor etwa 1.700 Jahren entstanden sein.
Auf dieser Aufnahme, die Röntgendaten von Chandra und XMM-Newton mit Radiodaten des MeerKAT-Teleskops kombiniert, sind lange Filamente zu erkennen, die durch Teilchen verursacht worden sind.

Dieser Überrest könnte für Astronomen jedoch von Interesse sein. Bei solchen Ereignissen werden nämlich enorme Mengen an Materie ins All ausgestoßen, wodurch neue Sterne und Planeten entstehen können. Dennoch ist zu dieser Struktur eine weitere Hypothese aufgestellt worden.
Nach Ansicht einiger Astronomen könnte es sich auch um einen Haufen massereicher Sterne handeln. Seine Helligkeit ist jedoch zehnmal höher als die anderer Sternhaufen, wodurch diese Hypothese unwahrscheinlich erscheint.
Quelle(n)
Bild: NASA Hubble Space Telescope – Unsplash / X-ray: NASA/CXC/UCLA/Z. Zhu et al.; ESA/XMM-Newton; Optical: PanSTARRS; Radio: MeerKAT; Bildverarbeitung: NASA/CXC/SAO/L. Frattare and P. Edmonds















