Atmosphäre um einen felsigen Exoplaneten erstmals nachgewiesen

Die Suche nach außerirdischem Leben hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Astronomen haben erstmals eine Atmosphäre um einen erdähnlichen Exoplaneten nachgewiesen, der sich in der habitablen Zone seines Sterns befindet.
Für eine in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie haben Astronomen den rund 48 Lichtjahre entfernten Exoplaneten LHS 1140 b untersucht. Nach kosmischen Maßstäben liegt er damit vergleichsweise nahe an der Erde.
Bislang hatten Astronomen angenommen, dass seine Atmosphäre hauptsächlich aus Stickstoff besteht. Neue Beobachtungen während eines Transits vor seinem Zentralstern haben jedoch gezeigt, dass Helium ins All entweicht. Zum Einsatz ist dabei der Spektrograf Warm Infrared Echelle (Winered) gekommen.

Mit der 5,6-fachen Masse der Erde und einem rund 70 Prozent größeren Radius könnte dieser felsige Exoplanet Leben beherbergen. Allerdings sind noch viele Fragen offen. Astronomen vermuten zwar ausgedehnte Ozeane auf seiner Oberfläche, konkrete Belege dafür fehlen bislang jedoch.
Auch die Zusammensetzung seiner Atmosphäre ist noch nicht vollständig geklärt, scheint sich aber von der Erdatmosphäre zu unterscheiden. Weitere Beobachtungen und Untersuchungen mit verschiedenen Instrumenten sind daher erforderlich, um genauere Erkenntnisse zu gewinnen und möglicherweise Hinweise auf außerirdisches Leben zu entdecken.
















