Gemini-North-Teleskop zeigt die letzten Momente eines Sterns

Im Universum finden zahlreiche Ereignisse statt, die kraftvolle und spektakuläre Phänomene hervorbringen. Kürzlich ist es dem Gemini-North-Teleskop gelungen, mit seinem Gemini Multi-Object Spectrograph (GMOS) die letzten Momente eines Sterns festzuhalten.
Das Bild zeigt den Crystal Ball Nebula, auch bekannt als NGC 1514, der sich rund 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. In seinem Zentrum ist ein heller Stern zu sehen. Dieser Stern ist allerdings nicht Teil dieses Nebels.
Tatsächlich besteht diese Struktur aus einem Doppelsternsystem mit einem Riesenstern und einem heißen Begleitstern. Während die meisten Doppelsternsysteme kurze Umlaufzeiten haben, benötigen diese beiden Himmelskörper für einen Umlauf neun Jahre, was zu den längsten bislang bekannten Umlaufzeiten zählt.
Die Form dieser Struktur hängt mit diesem Doppelsternsystem zusammen. Wenn diese Sterne einander umkreisen, erzeugen sie starke Winde, die das umgebende Gas verformen, wie es in einer Erklärung heißt:
Wissenschaftler gehen davon aus, dass einer dieser Sterne, der einst ein Vielfaches der Masse unserer Sonne gehabt hat, in seinen letzten Lebensphasen seine äußeren Schichten abgestoßen hat. Während der Vorläuferstern und sein Begleiter einander umkreisen, formen sie mit ihren starken, asymmetrischen Winden die expandierende Gashülle und bilden so die unregelmäßigen Schichten, die heute zu sehen sind.

Die Form dieser Struktur ist bereits beeindruckend, sie wird sich künftig aber weiterentwickeln. Astronomen zufolge haben planetarische Nebel eine Lebensdauer von 10.000 bis 25.000 Jahren. Das Gas in NGC 1514 wird sich daher nach und nach im Weltraum verteilen.
Quelle(n)
NOIRLab
Bild: NASA Hubble Space Telescope - Unsplash / International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA. Bildbearbeitung: J. Miller & M. Rodriguez (International Gemini Observatory/NSF NOIRLab), T.A. Rector (University of Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin & M. Zamani (NSF NOIRLab))












