CheckMag | Wie ich beim Laufen per Vibe Coding eine Beats-App entwickelt habe

Web-Apps sind für mich inzwischen die erste Wahl, wenn ich KI zum Programmieren nutze. Sie lassen sich einfach bereitstellen, sind leicht zu lesen und anzupassen und funktionieren auf den meisten Geräten mit Webbrowser. Als ich während eines Laufs Schwierigkeiten hatte, die richtige Musik zu finden, fragte ich mich, ob es möglich wäre, noch vor dem Ende meiner Route einen zufälligen Beat-Generator mit hoher BPM-Zahl zu erstellen. Nach ein paar Revisionen und einigen Beinahe-Stolperern hatte ich einen funktionierenden Prototyp, der überraschend nützlich war.
Zum Glück hat sich Prompt Engineering enorm weiterentwickelt. Obwohl meine Anfrage Tippfehler und Satzfragmente enthielt, konnte Gemini meinen ursprünglichen Wunsch nach einer auf Strudel REPL basierenden App umsetzen, die Eingaben über Schieberegler und Drehknöpfe nutzt, um einen zufälligen Beat zum Laufen zu erzeugen. Für alle, die Strudel REPL nicht kennen: Dabei handelt es sich um eine quelloffene, codebasierte Plattform, mit der Nutzer Musik live programmieren können. Leider merkte ich schnell, dass das Einbinden der nötigen Software-Bausteine und die allgemeine Musikerzeugung innerhalb meines Zeitrahmens nicht machbar waren – erst recht nicht, während ich den Code mit einem Auge las und mit dem anderen auf meine Füße achtete.
Beim Umdenken entschied ich mich, Gemini um eine reine Frontend-Lösung zu bitten – und genau da begann es zu funktionieren. In meiner Eile merkte ich allerdings nicht, dass ich mit der deutlich weniger leistungsfähigen Flash-Light-Version 3.1 von Gemini arbeitete. Zwar lieferte sie funktionierende Ergebnisse, doch weder die gewünschten Schieberegler und Drehknöpfe noch die Klangfarben, die ich mir für ein Trance-Soundkit vorgestellt hatte, wurden umgesetzt. Stattdessen bekam ich im Grunde nur ein aufgebohrtes Metronom.
Erst mit der passenderen „Pro“-Version entstand schließlich ein multitonaler Synthesizer, bei dem ich die BPM festlegen, Töne zufällig erzeugen und vor allem Tonhöhe, Hall und Attack steuern konnte, um Breakdowns auf Knopfdruck zu erzeugen. Perfekt war das Ergebnis nicht, aber genau diese Art von Musikerlebnis hatte ich gesucht. Und ich bin schlicht beeindruckt davon, was inzwischen selbst in den aktivsten Situationen möglich ist. Neugierige Nutzer können den Prototyp unten ausprobieren.











