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Mercedes, BMW, Audi und VW verlieren im chinesischen E-Automarkt gegen Xiaomi und Nio

Der Mercedes-Benz GLE (2025) auf Asphalt
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Der Mercedes-Benz GLE (2025) auf Asphalt
Die deutschen Automobilhersteller Mercedes-Benz, BMW, Audi, Volkswagen und Porsche verlieren auf dem chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge zunehmend an Boden.Angesichts des intensiven Wettbewerbs und des Auslaufens von Steuervergünstigungen beim Fahrzeugkauf gehen ihre Verkaufszahlen zurück. Während Mercedes die lokale Produktion ausweitet, um Kosten zu senken und schneller auf die Nachfrage reagieren zu können, setzen chinesische Konkurrenten wie Nio und Xiaomi auf ein rasantes Wachstum mit beliebten, speziell auf den heimischen Markt zugeschnittenen Modellen.

Es wurde erwartet, dass Mercedes-Benz unter den deutschen Automarken am besten positioniert sein würde, um auf dem hart umkämpften chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge erfolgreich zu sein. Während die Marke des deutschen Automobilherstellers bei wohlhabenderen und älteren Käufern nach wie vor für Loyalität und Prestige steht, zeigen die am 28. Juli veröffentlichten Quartalsergebnisse ein gemischtes Bild.

Wie Bloomberg berichtet, stieg das EBIT des Konzerns im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr zwar um 22 % auf 1,5 Milliarden Euro. Ein genauerer Blick auf die regionale Entwicklung zeichnet jedoch ein deutlich weniger positives Bild. Die Mercedes-Verkäufe in China brachen im Quartal um 30 % ein. Dies zwang den deutschen Automobilhersteller, seine Umsatz- und Ertragsprognosen für das Gesamtjahr unter das Niveau von 2025 zu senken – und das, obwohl das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 19 % in China verzeichnet hatte.

CEO Ola Källenius betonte unterdessen, dass sich Mercedes nicht aus China zurückziehen werde. In der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen erklärte er gegenüber Analysten, das Unternehmen werde „weiterhin an China festhalten und sich auf Technologieprodukte und Lokalisierung konzentrieren“.

Ein hartes Zahlenspiel

Ein Teil dieser Strategie besteht darin, die Automobilproduktion nach China zu verlagern, wodurch sich die Gesamtkosten für die Herstellung von Elektrofahrzeugen und anderen Modellen senken lassen könnten. Finanzvorstand Harald Wilhelm bestätigte, dass der Automobilhersteller „im August mit der Produktion des China-spezifischen GLE beginnen wird“, um schneller auf die lokale Nachfrage reagieren und einen größeren Teil der Kosten vor Ort abdecken zu können.

Im Grunde handelt es sich um eine Strategie wie aus dem Lehrbuch: näher am Kunden produzieren. Bislang haben sich die Bemühungen von Mercedes jedoch noch nicht ausgezahlt, da es dem Unternehmen nicht gelungen ist, die damit verbundenen Verluste einzudämmen. Zudem räumte Finanzvorstand Wilhelm bereits ein, dass das chinesische Joint Venture von Mercedes künftig geringere Gewinnbeiträge leisten wird.

Mercedes ist allerdings nicht der einzige Hersteller, der in China mit rückläufigen Absatzzahlen zu kämpfen hat. BMW verzeichnete einen vergleichsweise moderaten Rückgang von 12,5 % bei den Auslieferungen in China. Der weltweite Audi-Chef führte einen Absatzrückgang von 5 % in China auf „geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen“ zurück, während die Marke in anderen Regionen weiterhin Rekorde aufstellt. So lieferte Audi weltweit mehr als 200.000 Elektrofahrzeuge aus, was vor allem auf die starke Nachfrage nach dem Audi Q6 e-tron zurückzuführen ist.

Volkswagen, BMW, Audi, Porsche und Mercedes sehen sich insgesamt mit einem deutlichen Rückgang ihrer Elektroauto-Verkäufe konfrontiert. Nachdem Peking die Steuervergünstigung beim Kauf von Elektrofahrzeugen gestrichen hatte, brachen die kombinierten Elektroauto-Verkäufe der fünf Hersteller im ersten Quartal 2026 um 55 % ein.

Unterdessen legen die chinesischen Elektroautohersteller deutlich an Tempo zu. Nio rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatzwachstum von 40 bis 50 %, während Xiaomis Elektroautosparte 550.000 Auslieferungen anstrebt. Das entspräche einem Anstieg von 34 % gegenüber dem bisherigen Jahresabsatz und dürfte unter anderem auf die starke Nachfrage nach der Limousine SU7 und dem SUV YU7 zurückzuführen sein.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Mercedes, BMW, Audi und VW verlieren im chinesischen E-Automarkt gegen Xiaomi und Nio
Autor: Rahim Amir Noorali, 11.08.2026 (Update: 11.08.2026)