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QuakeCon 2026: Vier id-Software-Gründer nach 33 Jahren wiedervereint

John Carmack spielt den Evercade-Port von Doom
ⓘ Trista via X
John Carmack spielt den Evercade-Port von Doom
Auf der QuakeCon 2026 sind die id-Software-Gründer John Carmack, John Romero, Adrian Carmack und Tom Hall erstmals seit 1993 wieder gemeinsam aufgetreten. Dabei verbanden sich nostalgische Erinnerungen mit offenen Rückblicken auf Doom und Quake. Carmacks etwas eingerostete Doom-Partie und seine Aussagen zur schwierigen Entwicklung von Quake verdeutlichten sowohl den anhaltenden Einfluss des Studios als auch die offenbar beigelegten früheren Spannungen.

Die QuakeCon ist eine große LAN-Party und Spielemesse nach dem Motto "bring your own computer". Das Event ist 1996 gestartet und wirkt im Jahr 2026 aber eher wie ein großes Familientreffen. id Software feiert dort Doom und Quake. Für eine zusätzliche Überraschung hat der bekannte Programmierer John Carmack gesorgt, der zum 30. Jubiläum der Veranstaltung ebenfalls nach Grapevine im US-Bundesstaat Texas gekommen ist.

Carmack hat zwischen den Rückblick-Interviews und Feierlichkeiten eine Pause eingelegt und die Evercade-Portierung des ursprünglichen Doom gespielt. Dabei hat er sich als etwas eingerosteter erwiesen als erwartet. Auf X hat Carmack von seiner gelungenen QuakeCon-Erfahrung und der nostalgischen Stimmung rund um die Messe und Doom berichtet. "Nach all den Jahren noch immer ein großartiges Spiel!", schrieb er.

Außerdem hat Carmack erwähnt, dass er auf der Suche nach Schlüsselkarten im vierten Level die Zeit aus den Augen verloren habe. Besonders gefreut hat ihn, dass dies, wie Mitgründer John Romero es formuliert hat, "das erste Mal seit 1993 gewesen ist, dass wir vier zusammen waren". Gemeint sind John Carmack, John Romero, Adrian Carmack und Tom Hall, die erstmals gemeinsam auf einer QuakeCon aufgetreten sind.

Ein Teil des anhaltenden Reizes von Doom ist in diesem Fall Carmacks fehlender Übung zuzuschreiben. Besonders mit den Levels E1M4 und E1M5 hat er Schwierigkeiten gehabt. Deren Richtzeiten liegen selbst für besonders erfahrene Speedrunner bei 1:30 beziehungsweise 2:45 Minuten. Carmack hat dagegen für jedes der beiden Levels fast 15 Minuten benötigt.

Carmack hat eingeräumt, die Positionen sämtlicher Schlüsselkarten vergessen zu haben. Für den Programmierer, der die legendäre Engine des Spiels entwickelt hat, ist dies ein kleiner, nachvollziehbarer Moment. Zugleich zeigt er, dass selbst die Entwickler dieser Levels und Welten Jahrzehnte später nicht mehr jeden Winkel ihrer Spiele kennen.

Ein symbolträchtiges Wiedersehen

Das Treffen besitzt auch deshalb Symbolkraft, weil Sandy Petersen, ein weiterer Veteran von id Software, kürzlich auf X erklärt hat, Quake habe "id Software ruiniert".

John Carmack hat die Aussage auf X direkt aufgegriffen. "Quake war technisch überambitioniert", schrieb er. "Ich habe alle zu sehr angetrieben. Das Studio hätte all die großartige Arbeit an Multiplayer und Mods auch mit einer Doom++-Engine umsetzen können. Dadurch hätten die Designer auf einer stabileren Grundlage arbeiten können, statt dass ihnen mehrmals der Boden unter den Füßen weggezogen wird."

Romero hat sich dazu kaum geäußert. Die Entstehung von Quake hat für id Software das Ende einer Ära markiert. Nach der Fertigstellung des Spiels haben Romero, American McGee, Michael Abrash, Sandy Petersen und weitere wichtige Entwickler das Unternehmen verlassen.

Die früheren Spannungen zwischen den Mitgründern von id Software scheinen im Laufe der Jahre weitgehend verschwunden zu sein. Ihr gemeinsamer Auftritt auf der QuakeCon ist das bislang deutlichste Zeichen dafür, dass die alten Konflikte größtenteils beigelegt sind.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > QuakeCon 2026: Vier id-Software-Gründer nach 33 Jahren wiedervereint
Autor: Rahim Amir Noorali, 11.08.2026 (Update: 11.08.2026)