Sorge um die Zukunft von DOOM: Entwickler spricht von "Blutbad"

Das für das DOOM-Franchise bekannte Studio id Software scheint von den jüngsten Sparmaßnahmen bei Microsoft besonders hart getroffen worden zu sein. Gegenüber GamesBeat und Insider Gaming sprach ein ehemaliger Entwickler sogar von einem „Blutbad“. Die Kündigungen trafen das Studio offenbar unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten am DLC DOOM: The Dark Ages – Revelations. Viele Mitarbeiter hätten zu diesem Zeitpunkt zwar mit Sparmaßnahmen gerechnet, nicht aber mit einer Entlassungswelle in diesem Ausmaß.
Wie viele Mitarbeiter genau betroffen sind, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Insider Gaming nennt insgesamt 136 Entlassungen, darunter 96 Mitarbeiter am Standort und 40 Remote-Beschäftigte. GamesBeat spricht hingegen von mindestens 92 entlassenen Vollzeitkräften. Damit hätte id Software bei einer Belegschaft von rund 185 Personen mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter verloren. GamesBeat weist allerdings selbst darauf hin, dass unterschiedliche Zahlen kursieren.
Warum es ausgerechnet id Software so hart getroffen hat, bleibt unklar – immerhin ist DOOM eine der bekanntesten Marken der Gaming-Branche. GamesBeat ordnet die Situation jedoch damit ein, dass sich das Studio nach Abschluss des DLCs zwischen größeren Projekten befand. Neue Vorhaben seien demnach noch in frühen Konzeptphasen gewesen. Zudem wird über den Erfolg von DOOM: The Dark Ages spekuliert: Der Shooter konnte zwar hohe Spielerzahlen vorweisen, ein erheblicher Teil davon könnte allerdings aus dem Xbox Game Pass gekommen sein. Die tatsächlichen Verkäufe könnten also hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein.
Fans bangen um die Zukunft von DOOM
In einem Reddit-Thread zum Thema zeigen sich viele Nutzer frustriert und fassungslos darüber, dass ausgerechnet id Software so stark von den Kürzungen betroffen ist. Fans beschreiben das Studio als eines der zuverlässigsten Teams innerhalb von Xbox und Bethesda und verweisen auf die hohe Qualität der in den letzten Jahren veröffentlichten Spiele.
Besonders groß ist die Sorge um das DOOM-Franchise selbst. Mehrere Nutzer befürchten, dass durch die Entlassungen wichtiges Know-how verloren geht und künftige DOOM-Spiele nicht mehr dieselbe technische Qualität erreichen könnten. Einige sehen zudem die Gefahr, dass id Software künftig stärker als Support-Studio für andere Bethesda- oder Xbox-Projekte eingesetzt wird, statt eigene große Spiele zu entwickeln. Viele Fans bewerten die Kürzungen entsprechend als kurzsichtige und schwerwiegende Management-Entscheidung von Microsoft.
Quelle(n)
Bildquelle: Bethesda Softworks













