Wenn der Erbe einen „Unfall“ hat: Mittelalter-Strategie mit 70 % Rabatt auf Steam

Paradox Interactive ist bekannt für komplexe Globalstrategiespiele, in denen Spieler normalerweise die Kontrolle über ein Land oder auch mal ein intergalaktisches Imperium übernehmen. In Crusader Kings III sieht das Ganze allerdings etwas anders aus: Hier steht nicht ein Staat, sondern die eigene Dynastie im Mittelpunkt. Die Kampagne spielt auf einer enormen Karte der mittelalterlichen Welt, die von Europa und Nordafrika bis nach Asien reicht. Im Rahmen des Steam Summer Sale ist das Strategiespiel noch bis zum 9. Juli um 70 Prozent reduziert und kostet 14,99 statt knapp 50 Euro. Laut SteamDB entspricht der aktuelle Deal dem bisherigen Tiefstpreis, der zuletzt Mitte April erreicht wurde. Die Crusader Kings III: Collection enthält alle bisher erschienenen DLCs und kostet mit 42 Prozent Rabatt 136,48 Euro. Alternativ steht ein Abo-Modell für 10 Euro im Monat zur Verfügung.
Spielerisch liegt der besondere Reiz im Mix aus Globalstrategie und Rollenspiel. Stirbt der eigene Herrscher, ist die Partie nicht vorbei, sondern geht mit einem Erben weiter – vorausgesetzt, die Nachfolge wurde halbwegs sauber geregelt. Da kann es auch mal sinnvoll sein, ungeliebte Thronanwärter unauffällig aus dem Weg zu räumen, etwa durch einen unglücklichen „Unfall“. Spieler arrangieren Ehen, schmieden Bündnisse, führen Kriege, erpressen Rivalen, kontrollieren Vasallen, beeinflussen Religionen und entwickeln Kulturen weiter. Mal wächst ein Reich durch militärische Stärke, mal durch geschickte Heiratspolitik. Jeder Charakter besitzt eigene Werte, Eigenschaften, Beziehungen und Schwächen. Ob frommer König, machtgieriger Intrigant, charmanter Diplomat oder brutaler Eroberer: Die Spielweise hängt stark davon ab, welchen Herrscher man gerade spielt und wie dieser als Kind erzogen wurde.


GameStar hat Crusader Kings III zum Release im September 2020 getestet und dabei vor allem den starken Mix aus Rollenspiel und Strategie, die hohe Entscheidungsfreiheit, die schöne Präsentation, das verbesserte Interface und die enorme Wiederspielbarkeit gelobt. Andererseits merkte die Redaktion an, dass sich die tatsächlichen Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger in Grenzen halten. Zudem wirken die Schlachten eher minimalistisch und die Tutorials lassen zu wünschen übrig – letzteres ist bei einem Genre, das für seine steile Lernkurve bekannt ist, besonders ärgerlich. Am Ende vergab GameStar trotzdem starke 83 von 100 Punkten.
Auf Steam kommt Crusader Kings III sogar noch besser weg: 89 Prozent von über 143.000 Nutzerbewertungen fallen positiv aus. Metacritic listet einen Metascore von 91 und einen User Score von 8.3. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 580 Euro) ist der Titel als „Spielbar“ eingestuft.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.

















