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Sony kann in sozialen Medien nichts mehr posten, ohne heftige Gegenreaktionen auszulösen

Ein X-Nutzer hat den Slogan „Play has no Limits“ der Sony PlayStation umformuliert und dies im Kommentarbereich gepostet.
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Ein X-Nutzer hat den Slogan „Play has no Limits“ der Sony PlayStation umformuliert und dies im Kommentarbereich gepostet.
Sony wollte auf X lediglich den neuen FlexStrike-Fight-Stick bewerben. Statt über das Zubehör zu diskutieren, überschwemmten Nutzer den Beitrag mit Memes und scharfer Kritik an Sonys Entscheidung, die Produktion physischer PlayStation-Spiele ab 2028 einzustellen.

Der offizielle PlayStation-Account von Sony veröffentlichte am 7. Juli einen eigentlich unspektakulären Beitrag auf X, um den neuen FlexStrike Wireless Fight Stick zu bewerben. Darin hob das Unternehmen hervor, wie einfach sich die sogenannten „Lever Gates“ – Restriktorplatten für den Joystick, die bei Fighting-Game-Controllern verwendet werden – austauschen lassen. Interessanterweise hatten die Reaktionen überhaupt nichts mit Fight Sticks zu tun.

Innerhalb weniger Minuten wurde der Thread mit Fotos physischer Spielesammlungen, Memes und deutlicher Kritik an Sony überschwemmt. Auslöser ist die Entscheidung des Unternehmens, die am 1. Juli angekündigt wurde: Ab Januar 2028 sollen alle neuen PlayStation-Spiele ausschließlich digital erscheinen, während die Produktion physischer Datenträger eingestellt wird.

Einige Nutzer beschränkten sich auf scharfe Worte gegen Sony. Andere gingen kreativer vor. So wurde der bekannte PlayStation-Slogan „Play Has No Limits“ in „Greed Has No Limits“ umgewandelt. Ein weiterer Beitrag zeigte ein vollgepacktes Spieleregal mit der Bildunterschrift: „Machen dir meine physischen Spiele Angst?“

Dabei handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Seit der Ankündigung nutzen Fans praktisch jeden neuen PlayStation-Beitrag – auf X, Instagram und YouTube – als Plattform für ihren Protest. Selbst gewöhnliche Marketing-Posts werden inzwischen regelmäßig mit Kritik an Sonys Entscheidung überflutet.

Sony begründet den Schritt mit dem veränderten Kaufverhalten der Spieler. In einem Blogbeitrag erklärte der japanische Technologiekonzern, dass neue Spiele künftig sowohl im PlayStation Store als auch im Einzelhandel ausschließlich in digitaler Form erhältlich sein werden. Diese Darstellung stößt jedoch auf erhebliche Kritik.

Viele Kritiker verweisen zudem auf die Nutzungsbedingungen des PlayStation Stores. Darin werden digitale Käufe ausdrücklich als Lizenzen und nicht als Eigentum bezeichnet. Entsprechend befürchten zahlreiche PlayStation-Nutzer, dass ihre digitalen Spielbibliotheken künftig verändert oder ihnen der Zugriff darauf entzogen werden könnte.

Ob Sonys Social-Media-Team auf die anhaltende Kritik reagieren wird oder seine Beiträge weiterhin veröffentlicht, als wäre nichts geschehen, bleibt abzuwarten. Immerhin bietet das Unternehmen Nutzern, die ihre PlayStation Plus-Mitgliedschaft kündigen möchten, derzeit einen Rabatt von 50 Prozent an, wenn sie ihr Abonnement doch behalten.

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Autor: Anubhav Sharma,  8.07.2026 (Update:  8.07.2026)