AMD startet Ryzen AI 400 Desktop-Prozessoren mit bis zu 50 TOPS NPU und Copilot+-Support

AMD hat auf dem MWC 2026 die Erweiterung seines Ryzen-AI-Portfolios angekündigt und dabei die Ryzen AI 400-Serie für den Desktop sowie die Ryzen AI PRO 400-Serie für den mobilen Einsatz vorgestellt. Es handelt sich um die erste Generation von Desktop- und Notebook-Prozessoren, die Microsoft-Copilot+ nativ unterstützen. Bislang war das ausschließlich Snapdragon-basierten Copilot+-Laptops vorbehalten.
Die Ryzen AI 400-Serie wird mit einer XDNA-2-NPU mit 50 TOPS ausgeliefert und kombiniert diese mit Zen-5-CPU-Kernen sowie integrierter AMD-RDNA-3.5-Grafik. Ziel ist es, KI-Assistenten und große Sprachmodelle lokal auszuführen, um den Datenschutz zu verbessern und die Abhängigkeit von Cloud-basierter Verarbeitung zu reduzieren.
Das Portfolio umfasst 65-Watt-„G“-Modelle sowie energieeffizientere 35-Watt-„GE“-Varianten. Beide bieten identische Kernkonfigurationen hinsichtlich CPU, GPU und NPU-Funktionen. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Leistungsaufnahme. Die G-Modelle sind voraussichtlich für klassische Desktop-PCs und leistungsstarke Systeme vorgesehen, während sich die GE-Varianten an kompaktere Formfaktoren wie Mini-PCs, SBCs und COM-Express-Module richten.
An der Spitze stehen der Ryzen AI 7 450G und der PRO 450G mit 8 Kernen und 16 Threads, Boost-Taktraten von bis zu 5,1 GHz sowie Radeon-860M-Grafik. In der Mittelklasse positionieren sich der Ryzen AI 5 440G und 435G mit 6 Kernen und 12 Threads sowie Radeon-840M-Grafik.
Neben den Desktop-Prozessoren hat AMD auch die Ryzen AI PRO 400-Serie für mobile Workstations vorgestellt, die für den Unternehmenseinsatz in Laptops und Tablets konzipiert ist. Laut AMD bietet das Spitzenmodell Ryzen AI 9 HX PRO 470 mit 50 TOPS KI-Leistung eine um 30 Prozent höhere Multithread-Performance im Vergleich zur Konkurrenz – bei gleichzeitig ganztägiger Akkulaufzeit.
Sowohl Desktop- als auch mobile Systeme mit Ryzen AI 400 Prozessoren sollen ab dem zweiten Quartal 2026 bei großen OEM-Herstellern wie HP, Lenovo und Dell erhältlich sein.
Quelle(n)
AMD








