Acebeam hat die LEP-Taschenlampe W50 2.0 vorgestellt. Die ist ein ziemlicher Brocken und damit eher etwas für eine Umhängetasche – wenn überhaupt. Denn die neue W50 wiegt 1.660,9 Gramm. Ein Wert, bei dem sich der Hersteller die Zahl hinter dem Komma eigentlich hätte sparen können. Mit rund 1,7 kg ist die Taschenlampe sogar schwerer als viele moderne Notebooks.
Das liegt vor allem an der robusten Bauweise und dem Innenleben. Als Energieträger verwendet Acebeam gleich acht 18650er-Zellen. Sie können allerdings nicht ausgetauscht werden. Aufgeladen werden sie also in dem Gehäuse und das per USB Typ C. Zu der Akkukapazität macht Acebeam keine genauen Angaben. Annehmend, dass die interne Spannung bei 3,7 Volt liegt, kommt das Modell aber auf ungefähr 92 Wattstunden.
Da stellt sich natürlich die Frage, wie schnell der Akku aufgeladen werden kann. Es gibt aber nur Hinweise auf einen "Fast-Charging"-Modus. Ob das per USB Power Delivery umgesetzt wird, geht weder aus dem Datenblatt noch der Anleitung hervor. Wir gehen aber fest davon aus, dass keine proprietäre Ladetechnik wie Qualcomms Quickcharge verwendet wird. Sollte nur USB Type C Current bereitstehen (3A@5V ohne PD-Protokoll), wäre die Ladezeit jedenfalls viel zu lang.
Über den großen Akku wird eine leistungsfähige Lichteinheit im Kopf. Die basiert auf LEP-Technik (Laser Excited Phosphor). Hier sind die Lumenwerte wenig aussagekräftig, weil sie einerseits gering sind und andererseits der Strahl sehr fokussiert ist. Dementsprechend kommt die W50 2.0 mit 1.900 Lumen stolze 5.062 Meter weit, so Acebeam.
Acebeam-typisch hält der Modus aber nicht sehr lange. Nach 50 Sekunden Betrieb ist Schluss. Danach fällt die Taschenlampe auf 1.050 Lumen für 2:40 Stunden. Eine Reichweite gibt es hier nicht. Da im Dauerbetrieb aber 650 Lumen mit 3.197 Metern möglich sind, kann man wohl von einer effektiv nutzbaren Reichweite von etwa 4 km ausgehen.
Die oben genannten Werte sind im fokussierten Betrieb. Der Strahl fächert sich kaum auf und misst nach 1.000 Metern immer noch nur rund 22 Meter im Durchmesser.
Die Taschenlampe kann aber auch aufzoomen. Dann bietet die Taschenlampe einen Leuchtkegel, der eher einer klassischen LED-Taschenlampe entspricht. Im hellsten Modus sind 2.200 Lumen verfügbar, was einen Bereich bis 445 Meter mit Flutlicht bedeckt und immerhin 5 Minuten verfügbar ist, ehe es auf 1.250 Lumen für weitere 2:40 Stunden hinuntergeht.
Im Inneren arbeitet ein Klasse-3B-Laser, aus dem der Lichtstrahl erzeugt wird. Aufgrund der extrem hohen Leistung gibt es diverse Warnhinweise. Auch wenn es kein direkter Laser ist: Jemanden blenden sollte man damit keinesfalls. Auch in Search-and-Rescue-Szenarien (SAR), was einer der Einsatzzwecke der Taschenlampe ist, ist also Vorsicht geboten und gegebenenfalls erst einmal mit einer schwachen Stufe zu suchen.
Die Taschenlampe ist robust ausgeführt und nach IP68 geschützt. Ein Tragegriff sollte sie trotz des Gewichts handlich machen. Der Griff kann laut Acebeam entfernt werden. Eine Möglichkeit für die Befestigung an einem Stativ gibt es auch, allerdings ohne Angaben zum Gewinde. Das Modell ist etwa 22 cm lang und hat einen Kopfdurchmesser von 8,4 cm.
Die Taschenlampe kann für 2759.08 Euro bei Acebeam bestellt werden, ist aber nicht über reguläre Handelskanäle verfügbar.








