Activision aktualisiert Web-Domain für Kult-Rennspiel von 2010 kurz vor dem 15. Jubiläum

Activision hat die Web-Domain zu seinem Rennspiel Blur aus dem Jahr 2010 im vergangenen Jahr verlängert. Die Registrierung läuft nun bis 2027 – und fällt damit genau mit dem 15. Jubiläum des Spiels zusammen. Genau das befeuert Spekulationen, wonach ein Remaster oder Re-Release für aktuelle Plattformen wie PlayStation 5 und Xbox Series X/S geplant sein könnte. Zwar können Domain-Verlängerungen auch schlicht der rechtlichen Absicherung dienen, doch der Zeitpunkt wirkt bei einem Spiel, das seit mehr als zehn Jahren nicht mehr digital erhältlich ist, dennoch auffällig.
Die Situation erinnert zudem an die Entwicklungen rund um die Prototype-Reihe im vergangenen Jahr. Auch dort wurde die Domain verlängert, allerdings verdichteten sich die Hinweise auf Steam deutlich stärker. So erhielt das Spiel Ende 2025 ein rund 600 MB großes Update, in dem neue Credits für Iron Galaxy Studios auftauchten – jenes Team, das für Activision bereits an den Spyro- und Tony Hawk-Remasters gearbeitet hat. Zudem fanden sich in dem Update interne Verweise auf eine „Ubisoft Connect Version“.
Eine Rückkehr von Blur wäre allerdings deutlich komplizierter – vor allem wegen der Lizenzlage. Das Spiel bot mehr als 50 echte Fahrzeuge sowie einen bekannten Soundtrack, was letztlich auch einer der Hauptgründe für die Entfernung aus den digitalen Stores im Jahr 2013 war. Für ein Remaster müsste Activision diese Rechte entweder erneut erwerben oder die Fahrzeuge vollständig ersetzen. Letzteres erscheint eher unwahrscheinlich, eine Neuauflage dürfte viele langjährige Blur-Fans aber dennoch freuen. Das Original steht bei 82 Punkten auf Metacritic und verfügt bis heute über eine kleine aktive Community auf privaten Servern. Auch auf Discord ist die Spielerschaft weiterhin präsent.
Dass solche Comebacks inzwischen realistischer wirken, hängt auch mit der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft zusammen. Unter der vorherigen Führung konzentrierte sich Activision fast ausschließlich auf Call of Duty, während kleinere Marken wie Blur oder Prototype über Jahre in der Versenkung verschwanden. Sollte an den aktuellen Hinweisen etwas dran sein, könnten genau diese Titel nun doch noch die modernen Neuauflagen bekommen, auf die Fans seit Jahren warten.











