PS3-Emulator RPCS3 zeigt seinen Big Picture Modus

Als hochmoderner Emulator einer neueren Heimkonsole verfügt RPCS3 naturgemäß über eine große Nutzerbasis. Nach der vorangegangenen Ankündigung zeigt das neueste RPCS3-Video nun alle neuen Funktionen der „Handheld Experience“, durch die sich praktisch sämtliche Einstellungen direkt im Spiel aufrufen lassen. Die verfügbaren Anpassungen sind äußerst umfangreich und können sich auch deutlich auf die Leistung auswirken. Die Oberfläche ist dabei klar von Steam Big Picture mit seiner plattformübergreifenden Controller-Bedienung sowie den spezifischen SteamOS-Hardware-Steuerungen des Steam Deck inspiriert.
Der Showcase richtet sich in erster Linie an Nutzer des Steam Deck, zeigt aber auch Material von Skate 3 auf dem ASUS ROG Ally X. Desktop- und Handheld-Nutzer können außerdem direkt über die Desktop-Oberfläche von RPCS3 Spiel-Shortcuts zu Steam hinzufügen, wie zuvor angekündigt. Dabei wurde auch auf viele Details geachtet: Die Steam-Spielverknüpfungen nutzen das originale XMB-Artwork des jeweiligen PlayStation-3-Spiels, und selbst die Desktop-Oberfläche spielt jetzt beim Überfahren eines Spiels automatisch Audio und Video ab, ganz wie einst die XMB-Oberfläche der PlayStation 3. In dieser Hinsicht geht RPCS3 deutlich weiter als der XMB-Klon von RetroArch. Bisher lagen beide beim Controller-Support über die grundlegende Ingame-Funktionalität hinaus allerdings weit auseinander. RPCS3 hat diese Lücke inzwischen nicht nur geschlossen, sondern bietet mit seiner neuen Oberfläche auch eine naheliegende Ergänzung für Nutzer von SteamOS und Big Picture, bis hin zur ähnlichen Farbgestaltung.
Für Fans der PlayStation-3-Emulation ist das derzeit eine besonders gute Phase, vor allem auf den Handheld-PCs, auf die diese Geräte abzielen. Sony mag seine PC-Ports inzwischen stärker kontrollieren, doch die erste Welle war für Geräte wie das Steam Deck so attraktiv, dass sogar der frühere PlayStation-CEO seinen Spaß daran hatte, God of War (2014) auf einem Steam Deck LCD zu spielen.
Zwar gibt es Gerüchte, wonach Sony mit einem PlayStation-6-Handheld der nächsten Generation zu eigenständigen Handhelds zurückkehren könnte, dennoch lassen sich das Steam Deck und die wachsende Zahl an Konkurrenten kaum anders denn als direkte Nachfolger jener Konsolen betrachten, auf die bereits PSP und PS Vita abzielten*. PSP und PS Vita waren beide leistungsstärker als ihre jeweiligen direkten Konkurrenten, also Nintendo DS und Nintendo 3DS, und die PS Vita war sogar der erste Gaming-Handheld mit OLED-Bildschirm. Bis zur Veröffentlichung der Nintendo Switch OLED im Oktober 2023 und des Steam Deck OLED im November 2024 gab es keinen Handheld mit einem hochwertigeren Bildschirm als bei der ursprünglichen PS Vita. Selbst spätere Vita-Revisionen strichen diesen zugunsten eines günstigeren LCD-Panels.
*Die Nintendo Switch zählt natürlich ebenfalls dazu, kann im Unterschied zum Steam Deck jedoch keine PlayStation-Spiele ausführen.
Für einen detaillierteren Blick auf das betreffende Update reicht ein Blick auf das Originalvideo oben. Alternativ sind die Updates bereits in der stabilen Version verfügbar und können direkt genutzt werden, sofern Nutzer RPCS3 bereits installiert haben.





