Age of Empires IV: Yue Fei’s Legacy bringt die Jin-Dynastie ins Spiel

Age of Empires IV: Yue Fei’s Legacy ist am 7. Mai für Xbox Series X/S, PC über Steam und den Microsoft Store sowie für die PS5 erschienen. Die Erweiterung liefert eine Kampagne mit acht Missionen, eine neue spielbare Zivilisation, vier neue Multiplayer-Karten und zwei neue Biome. Laut Entwickler World’s Edge handelt es sich um eines der größeren Einzelpakete, die seit dem Release des Hauptspiels im Jahr 2021 veröffentlicht wurden. Für Game-Pass-Abonnenten auf Xbox und PC ist die Erweiterung ohne Zusatzkosten enthalten. Alle anderen zahlen 14,99 Euro.
Die Kampagne folgt General Yue Fei und dem Kommandanten Han Shizhong, die einen jungen Song-Prinzen vor den Streitkräften der Jin-Dynastie beschützen müssen, nachdem das nördliche Kernland Chinas gefallen ist. Die acht Missionen verbinden militärische Konflikte mit politischen Intrigen am kaiserlichen Hof, der laut World’s Edge für Spieler genauso gefährlich sein soll wie das Schlachtfeld selbst. Yue Fei gilt als eine der bekanntesten Militärfiguren der chinesischen Geschichte. Bekannt wurde er durch seine Rolle während der Song-Jin-Kriege im 12. Jahrhundert, bevor er durch korrupte Hofbeamte hingerichtet wurde. Der Verratsaspekt der Kampagne basiert damit auf historischen Ereignissen und wurde nicht frei erfunden.
Die Zivilisation der Jin-Dynastie
Während die Kampagne aus Sicht der Song-Dynastie erzählt wird, steht im Multiplayer die Jin-Dynastie im Mittelpunkt. Sie erweitert die Zivilisationsauswahl für Scharmützel, Ranglistenmatches und den Crucible-Modus. Die Jin basieren auf drei zentralen Mechaniken. Pferdeweiden beschleunigen in Kombination mit Ställen die Produktion von Kavallerieeinheiten. Gesandte reisen zu neutralen Siedlungen und errichten Tributposten, die fortlaufend Nahrung und militärische Vorteile liefern. Im späteren Spielverlauf setzt die Zivilisation verstärkt auf Schießpulverwaffen und verwandelt Endgame-Schlachten in groß angelegte Belagerungsangriffe mit Feuer und Rauch.
Vier spezielle Einheiten prägen das Militär der Jin. Die Iron Pagoda fungiert als schwere Schock-Kavallerie. Berittene Grenadiere kombinieren Mobilität mit explosiven Flächenangriffen. Eruptors sind Schießpulver-Infanteristen für den Nahkampf, die mit streuenden Handkanonen kämpfen. Bed Crossbows übernehmen die Unterdrückung auf große Distanz. Berittene Dorfbewohner erlauben es den Jin außerdem, exponierte Ressourcen schneller einzusammeln, ohne die eigene Wirtschaft zu stark zu gefährden. Die Zivilisation besitzt zudem einen eigenen Mastery-Pfad, exklusive Ranglistenbelohnungen und einen speziell für die Erweiterung komponierten Soundtrack.
Karten, Biome und Ranglistensaison
Mit der Erweiterung erscheinen außerdem vier neue Karten. Dazu kommen die beiden neuen Biome Yellow River und Madagascar, die windgepeitschte Graslandschaften, üppige Flusstäler und gefrorene Wüstenplateaus ins Spiel bringen. Parallel zum Release startete am 7. Mai auch die Summer Ranked Season. Das bisherige Saisonmodell wird dabei durch einen neuen Jahreskalender mit vier Seasons ersetzt. Jede Saison läuft künftig drei Monate, wobei die erste Saison früher beginnt, um mit dem Launch der Erweiterung zusammenzufallen.
Age of Empires IV wurde ursprünglich von Relic Entertainment entwickelt und wird seit Release von World’s Edge unterstützt. Das Hauptspiel hält derzeit einen Metacritic-Score von 81 Punkten. Die ersten Steam-Bewertungen für Yue Fei’s Legacy fallen zum Start gemischt aus. Zum Zeitpunkt der Recherche liegt die Erweiterung bei 51 Prozent positiven Reviews aus rund 170 Nutzerbewertungen. In der Community dreht sich die Diskussion vor allem um Preis und Umfang im Vergleich zu früheren DLCs. World’s Edge hat bereits bestätigt, dass später im Jahr 2026 weitere Inhalte für Age of Empires IV erscheinen sollen.
Notebookcheck berichtete zuletzt außerdem über die Kritik rund um Neverness to Everness, nachdem Spieler vermeintlich KI-generierte Assets entdeckt hatten. Daraufhin distanzierte sich VTuberin Ironmouse öffentlich vom Entwicklerstudio.








