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NTE: Neverness to Everness steht wegen KI-Vorwürfen in der Kritik

Ironmouse hat die Zusammenarbeit mit Neverness to Everness beendet
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Ironmouse hat die Zusammenarbeit mit Neverness to Everness beendet
Ironmouse hat die Zusammenarbeit mit Neverness to Everness beendet, nachdem sie behauptet hat, Hotta Studio habe über den Einsatz von KI gelogen. Spieler haben in den Umgebungen des Spiels mutmaßlich KI-generierte Assets markiert.

Neverness to Everness steht nur wenige Tage nach dem weltweiten Start in der Kritik. Spieler haben im Spiel Inhalte entdeckt, die ihrer Ansicht nach mit generativer KI erstellt worden sind, und die Reaktionen haben Hotta Studio bereits eine seiner größten Werbepartnerschaften gekostet. Die VTuberin Ironmouse, die eine Sponsoring-Vereinbarung mit dem Studio unterzeichnet hatte, hat ihren Stream am 4. Mai abgesagt und sich öffentlich von dem Spiel distanziert, nachdem sie behauptet hatte, der Entwickler habe ihrem Team versichert, dass der Titel keine KI enthalte.

"Sie haben meinen Leuten gesagt, dass da buchstäblich keine KI drin ist", sagte Ironmouse im Stream. Sie bezeichnete die Entdeckung als "so verrückt" und bestätigte, dass sie das Spiel bereits deinstalliert hat. Ihr Vertrag mit Hotta Studio enthielt Berichten zufolge eine Klausel gegen den Einsatz generativer KI, oder ihr wurde vor der Zustimmung zum Deal ausdrücklich mitgeteilt, dass keine KI verwendet werde. Diese Zusicherung sei laut ihr nicht korrekt gewesen.

Was Spieler gefunden haben

Die Kontroverse hat auf X begonnen, als Spieler Clips und Screenshots aus dem Spiel geteilt haben, die auf mutmaßlich KI-generierte Inhalte in Werbematerialien und Spielumgebungen hinweisen. Das am weitesten verbreitete Beispiel ist ein Billboard-Video in der Spielstadt Hethereau, das Szenen aus Makoto Shinkais Anime-Film Weathering with You offenbar stark ähnelt. Andere Beiträge haben visuelle Unstimmigkeiten bei Hintergrund-Assets und kurzen Animationen im Spiel markiert, die von der Community als typisch für KI-Bildgenerierung beschrieben worden sind.

Ironmouse ist nicht die einzige Content Creator, die sich dazu geäußert hat. Die englische Synchronsprecherin Meggie-Elise hat öffentlich geschrieben, dass ein Spiel, an dem sie gearbeitet habe, "KI nutzt und dabei unehrlich gewesen ist". Sie erklärte, sie unterstütze generative KI in keinem kreativen Bereich, einschließlich Synchronisation, Kunst, Schreiben oder Musik. Sie warnte, dass sie die Zusammenarbeit mit dem Team hinter dem Spiel beenden werde, falls die Situation nicht aufgearbeitet und die Inhalte nicht entfernt würden. Ihr Beitrag wird inzwischen weithin mit Neverness to Everness in Verbindung gebracht.

Das sagt Hotta Studio

Der Entwickler hat sich bis zur Veröffentlichung nicht öffentlich zu der Kontroverse geäußert. In einem Entwicklerinterview vor dem Launch hatte Hotta Studio zuvor erklärt, dass "unsere zentralen Assets und Charakterporträts niemals mit KI in Berührung kommen werden". Gleichzeitig hat das Studio eingeräumt, dass KI-Tools in frühen Entwicklungsphasen für Atmosphären-Renderings und vorläufige visuelle Referenzen verwendet worden sind. Ob die nun von Spielern markierten Assets innerhalb oder außerhalb dieser Definition liegen, ist bislang nicht geklärt.

Die Reaktionen der Community fallen unterschiedlich aus. Einige Spieler verteidigen die Gesamtqualität des Spiels und argumentieren, dass die Billboard-Szene eine bewusste Hommage und keine KI-generierte Arbeit sei. Andere fordern eine vollständige Offenlegung, welche Assets im Spiel in irgendeiner Phase der Produktion KI-Tools einbezogen haben. Neverness to Everness ist am 29. April weltweit für iOS, Android, PS5 und PC erschienen und hat vor dem Start eine Million Vorregistrierungen erreicht.

Neverness to Everness ist kostenlos auf iOS, Android, PS5 und PC spielbar. Wir haben über den weltweiten Launch des Spiels am 29. April berichtet, einschließlich der Cross-Platform-Unterstützung und der zum Start spielerfreundlichen Gacha-Struktur.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > NTE: Neverness to Everness steht wegen KI-Vorwürfen in der Kritik
Autor: Darryl Linington,  6.05.2026 (Update:  6.05.2026)