Angriff auf DJI? HoverAir Versa kombiniert Gimbal-Kamera und Drohne, wir haben sie schon ausprobiert

HoverAir hat die HoverAir Versa auf der IFA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Erhältlich ist das Modell schon, und zwar aktuell im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne und noch mit Rabatten. Die Präsentation und insbesondere die Demonstration der HoverAir Versa war dabei im positiven Sinne unaufgeregt. Das System hat zumindest im Rahmen der Demonstration so funktioniert, wie vorgesehen. Im Grunde handelt es sich um eine Gimbal-Kamera, welche sich auch als Drohne nutzen lässt. Der Bildschirm, die gesamte Elektronik, die Kamera und auch der Akku sitzen dabei in der Gimbal-Kamera. Das Kamera-Modul wird einfach einfach in das Dronenmodul gesteckt. Auch ohne eine Schraubenverbindung ergibt sich ein fester Halt - ob das bei Kollisionen ebenfalls der Fall sein wird, bleibt mangels solcher während der Präsentation noch unklar.
Konzeptionell hat das Konzept insbesondere einen großen Vorteil: Es ergibt sich eine relevante Gewichtsersparnis etwa zur Mitnahme einer DJI Osmo Pocket 4P (bei Amazon) und einer HoverAir X1 ProMax (bei Amazon). So wiegt das Drohnen-Setup dann selbst nur rund 230 Gramm, der Handheld selbst 163 Gramm. Zudem lässt sich im Vergleich zu zwei Einzelgeräten auch Geld sparen. Die Gimbal-Kamera kann sich dabei auch auf der Drohne bewegen, was noch weitere, kreative Möglichkeiten eröffnen könnte. Eine potenzielle, konzeptionelle Schwäche adressiert HoverAir ebenfalls: So gibt es für Gimbal-Kameras zwar im Regelfall Erweiterungsakkus, der interne Akku etwa auch der Insta360 Luna Pro lässt sich aber nicht wechseln. Die HoverAir Versa nutzt wechselbare Akkus, was insbesondere beim kombinierten Einsatz oder dem Einsatz als Drohne sehr wichtig sein könnte. Die HoverAir Versa kommt mit einem 1/1,3-Zoll-Sensor, unterstützt die 4K-Aufnahme mit 60 Bildern in der Sekunde und soll einen Dynamikumfang von 17,5 Blendenstufen bieten.
Nicht ausprobieren konnten wir leider die Funktion zur Erstellung von 3D Worlds, also quasi dreidimensionalen Aufnahmen, die durch das Umfliegen mit der Drohne generiert werden. Zu sehen war hingegen schon der ultrakompakte MiCo-Controller, der ähnlich wie die Beacon der HoverAir ProMax funktioniert. So lässt sich mit dem kompakten Controller der Abstand zum verfolgten Objekt beziehungsweise der verfolgten Person, der Aufnahmewinkel und die Flughöhe steuern - in der Praxis ist damit die Anfertigung von wesentlich dynamischeren Aufnahmen auch ohne eine zweite Person möglich, wenn man selbst etwa läuft oder Fahrrad fährt.
Quelle(n)
Eigene, HoverAir









