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Starlink Mobile: SpaceX plant Masten-Netz – T-Mobile wehrt sich

5G-Videoanruf über Starlink Mobile
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5G-Videoanruf über Starlink Mobile
SpaceX will Starlink Mobile zum vierten großen Mobilfunkanbieter in den USA ausbauen – ein Schritt mit Signalwirkung für die globale Mobilfunkbranche. Doch die etablierten Netzbetreiber wehren sich. Um ein weltweites Mobilfunknetz mit eigener Infrastruktur am Boden aufzubauen, verhandelt SpaceX bereits mit großen Sendemast-Betreibern.

SpaceX strebt für Starlink Mobile Zugriff auf mindestens 80.000 US-Mobilfunkstandorte an und befindet sich in Gesprächen mit mindestens einem großen Infrastrukturunternehmen, um dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig betreiben Verizon, AT&T und T-Mobile bei der FCC intensives Lobbying dagegen.

Crown Castle, einer der größten Turmbetreiber neben American Tower und Vertical Bridge, gehört zu den Verhandlungspartnern. Der CEO bestätigte zwar keine Details, erklärte jedoch, dass man mit allen Parteien im Gespräch sei – einschließlich Amazon und anderen Satellitenanbietern. Da ein Deal mit SpaceX über den terrestrischen Aufbau des Starlink-Mobile-Netzes Milliarden wert sein könnte, stiegen die Aktien von Crown Castle nach dem Bericht um bis zu 10 %, während AT&T und T-Mobile jeweils fast 8 % im Minus schlossen.

SpaceX hatte bereits angekündigt, seine Hardware für den Internetzugang zu Hause wie das bei Amazon erhältliche Starlink Standard Kit zu nutzen, um rund um die Installationen der Kunden Mobilfunksignale auszusenden. Das passt zum früher vorgestellten Femtozellen-Konzept. Der Haken besteht Analysten zufolge darin, dass sich diese Standorte dort befinden, wo die Abonnenten wohnen, und nicht unbedingt dort, wo ein Netz Abdeckung benötigt. Die Anmietung von Mobilfunkstandorten würde diese Lücke schließen.  

Die FCC genehmigte am 6. Oktober 15.000 Satelliten für die direkte Verbindung mit Mobiltelefonen, und SpaceX vereinbarte den Kauf von 800 MHz Frequenzspektrum im unteren Frequenzbereich von Grain Management. Der Deal hat einen geschätzten Wert von etwa 8 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 7,4 Milliarden Euro). Der Grund für das Investment: Niedrige Frequenzen durchdringen Wände deutlich besser als typische Satellitensignale. Bei der Telefonkonferenz zu den SpaceX-Geschäftszahlen betonte Musk, dass Satelliten und Spektrum Starlink Mobile zu einem „großen Mobilfunkanbieter“ machen werden.

T-Mobile, AT&T und Verizon machen gegen Starlink Mobile mobil

Sollte es SpaceX gelingen, diesen Plan umzusetzen, würde sein 5G-Mobilfunkdienst zum vierten großen Netzanbieter aufsteigen – eine Rolle, die eigentlich Dish übernehmen sollte. Dieser Plan scheiterte jedoch 2025, als EchoStar sein Frequenzspektrum an AT&T und SpaceX verkaufte.

Der Widerstand der Netzbetreiber liegt der FCC bereits vor, da die Behörde am 29. Oktober über eine Aktualisierung ihrer Direct-to-Cell-Regeln abstimmt, was weitere 482 MHz für Satelliten freigeben würde. Die Betreiber-Lobbygruppe CTIA, zu deren Mitgliedern Verizon, T-Mobile und AT&T gehören, fordert, dass Satelliten von den Bändern 2,5 GHz und 3,45 GHz ferngehalten werden. Sie plädiert zudem für das Recht, Frequenzpachtverträge zu genehmigen und zu beenden, und fordert, dass Satellitenbetreiber an dieselben Verbraucherschutzstandards gebunden werden wie klassische Netzbetreiber.

„Entscheidend ist, dass die Kommission den Entwurf der Regelungen überarbeitet, um klarzustellen, dass die für terrestrische Anbieter als angemessen erachteten Leistungsmerkmale auch für Satellitenbetreiber gelten sollten“, schreibt die CTIA. Das Schreiben nennt SpaceX zwar nicht namentlich, das Ziel ist jedoch eindeutig – zudem haben die drei großen Netzbetreiber ein eigenes Satelliten-Joint-Venture gestartet.

Auch die Skeptiker haben einige Argumente: Der Finanzchef von T-Mobile schätzte Berichten zufolge, dass rund eine Milliarde Femtozellen nötig wären, um im Freien dieselbe Abdeckung wie mit großen Mobilfunkmasten zu erreichen. Außerdem haben diese Kleinzellen Schwierigkeiten mit Wänden und Autoscheiben.

SpaceX hat bislang weder Preise noch eine Abdeckungskarte veröffentlicht, und die Finanzchefin verschob den US-Start auf die erste Hälfte des Jahres 2028 anstatt 2027. Sollten die Masten-Deals von SpaceX zustande kommen und der Aufbau der Femtozellen wie geplant voranschreiten, könnten Verbraucher jedoch bald eine echte vierte Netz-Alternative wählen können – eine, die auch in den entlegensten Regionen stets Abdeckung im Freien bietet.

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Autor: Daniel Zlatev, 26.10.2026 (Update: 26.10.2026)