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Anker eufyCam S4 im Praxis-Check: 4K-Sicherheitskamera mit lokaler Speicherung und KI jetzt erhältlich

Ankers neue 4K-Sicherheitskamera eufyCam S4 im Praxis-Test. (Bildquelle: Marcus Schwarten)
Ankers neue 4K-Sicherheitskamera eufyCam S4 im Praxis-Test. (Bildquelle: Marcus Schwarten)
Die eufyCam S4 ist seit heute offiziell erhältlich. Wir haben die neue 4K-Sicherheitskamera von Anker, die lokale Speicherung ganz ohne Abo und Cloud ermöglicht, bereits ausprobiert. Unser Hands-on verrät, was Käufer erwartet.

Nachdem Anker sie bereits auf der IFA 2025 vorgestellt hatte, ist nun der offizielle Verkaufsstart erfolgt. Die neue Sicherheitskamera eufyCam S4 von Ankers Smart-Home-Marke Eufy ist seit heute offiziell erhältlich, nachdem es zuletzt bereits eine Vorbestelleraktion gab.

Zur Wahl steht die eufyCam S4 in verschiedenen Varianten. Einzeln gibt es die smarte Überwachungskamera für 299 Euro pro Stück. Alternativ stehen zwei Bundles mit zwei oder vier Kameras samt HomeBase 3 als lokale Speicherzentrale für 699 Euro bzw. 1.099 Euro UVP zur Wahl. Erhältlich sind sie wahlweise bei Eufy oder bei Amazon.

Wir hatten bereits vor dem offiziellen Launch die Möglichkeit, die neue eufyCam S4 auszuprobieren. In diesem Praxis-Check stellen wir die Smart-Home-Kamera für den Außenbereich nicht nur ausführlicher vor, sondern schildern auch unsere Praxis-Eindrücke.

eufyCam S4 ausprobiert: 4K-Sicherheitskamera im Hands-on

Die Einrichtung ging im Rahmen unseres Praxis-Tests einfach von der Hand. Zunächst muss die HomeBase 3 (falls im Einsatz) über die Eufy App hinzugefügt und konfiguriert werden. Hierbei haben sowohl die App als auch die Sprachausgabe der Basisstation problemlos durch die Einrichtung geführt, ergänzend zur beiliegenden Kurzanleitung. Danach muss die Kamera bzw. müssen die Kameras noch mit der App verbunden werden, was ebenfalls schnell und einfach von der Hand geht.

Lieferumfang des 2er-Bundles. Im Karton rechts sind die Solarpanels...
Lieferumfang des 2er-Bundles. Im Karton rechts sind die Solarpanels...
samt Montagezubehör
samt Montagezubehör

Anschließend kann es dann schon an die Montage gehen. Die Kamera kann mit der Halterung beispielsweise an einer Hauswand befestigt werden. Schrauben und Dübel sind im Lieferumfang enthalten. Auf der Oberseite der eufyCam S4 lässt sich das 5,5-W-Solarpanel mit der beiliegenden Halterung festschrauben. Es kann aber auch frei in der Umgebung positioniert und dann mit dem 2 m langen USB-C-Verlängerungskabel mit der Kamera verbunden werden. 

Montagemöglichkeiten der eufyCam S4 (Bildquelle: Eufy)
Montagemöglichkeiten der eufyCam S4 (Bildquelle: Eufy)

Neben dem nun deutlich größeren Solarmodul im Vergleich zur eufyCam S3 Pro (599 Euro bei Amazon) ist die wesentliche Neuerung bzw. Verbesserung der eufyCam S4 die Tatsache, dass nun neben der starren (aber um 180 Grad manuell drehbaren) 4K-Kamera mit 130 Grad Sichtfeld auch eine duale 2K-PTZ-Kamera (Pan till Zoom) mit 8-fach Hybrid-Zoom verbaut sind. Diese lässt sich via App frei Hand bedienen. Die Kamera kann auf Wunsch auch bei erkannten Bewegungen Personen und Co automatisch folgen, dank Cross-Kamera-Tracking auch über mehrere Kameras hinweg.

eufyCam S4 von vorne und der Seite. Die untere Einheit ist per Motor beweglich, die obere manuell drehbar
eufyCam S4 von vorne und der Seite. Die untere Einheit ist per Motor beweglich, die obere manuell drehbar

Das hat im Rahmen unseres Tests gut und zuverlässig funktioniert, wobei die Kamera horizontal um 360 Grad und vertikal um 70 Grad drehen bzw. neigen kann. So lässt sich ein deutlich größerer Bereich abdecken, da die beiden Kameraelemente in unterschiedliche Richtungen "schauen" können. Leider haben wir aber keine Option in der App gefunden, mit der die Kamera automatisch in bestimmten zeitlichen Abständen bzw. zu festgelegten Uhrzeiten einen automatischen Schwenk innerhalb eines vordefinierten Bereichs macht, um so z. B. auch die nicht direkt im Blick befindliche Umgebung regelmäßig einsehen zu können.

KI-Erkennung von bekannten Gesichtern

Die Eufy App bietet viele Möglichkeiten, die Einstellungen des Sicherheitskamera-Systems aus HomeBase 3 und eufyCam S4 (bzw. anderen kompatiblen Modellen) an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Teils hätten wir uns aber noch die eine oder andere Möglichkeit mehr gewünscht.

Einige der...
Einige der...
möglichen Einstellungen...
möglichen Einstellungen...
in der Eufy App
in der Eufy App
Die KI-Erkennung von hinterlegten Personen hat im Test gut funktioniert
Die KI-Erkennung von hinterlegten Personen hat im Test gut funktioniert

Die Erkennung von Personen und anderen Bewegungen vor der Kamera hat erfolgreich und zuverlässig funktioniert. Benachrichtigungen sind nahezu in Echtzeit auf dem Smartphone eingegangen. Über die Eufy App können zudem per Foto bekannte Gesichter hinterlegt werden. Diese sollen dann von der KI automatisch erkannt werden. Das hat ebenfalls gut geklappt, selbst bei größerer Entfernung.

Über die App lässt sich auf Wunsch auch ein bestimmter Erkennungsbereich einstellen. So kann beispielsweise die Grenze des eigenen Grundstücks nachgezeichnet werden, um keine Bewegungsalarme für öffentliche Straßen oder Nachbargrundstücke zu erhalten. Das ist aber auch absoluter Standard.

Im Rahmen unseres kurzen Praxis-Test ist uns aber leider aufgefallen, dass der Verbindungsaufbau zum Live-Bild über die Eufy App manchmal länger gedauert hat und manchmal auch die Live-Übertragung etwas gehangen hat - trotz gutem WLAN-Empfang am Standort der eufyCam S4. In der Regel war die Live-Ansicht aber in rund 5 Sekunden verfügbar. Die Bildqualität am Tag ist gut.

Für Nachtaufnahmen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise kann das integrierte Flutlicht bei erkannten Bewegungen den Bereich vor der Kamera hell ausstrahlen. Alternativ steht Infrarot zur Verfügung, was beides auch bei Dunkelheit für gute Erkennbarkeit der Umgebung sorgt. Per KI lassen sich Aufnahmen auch im Dunkeln in Farbe hüllen, was in unserem kurzen Praxis-Check aber nur bedingt funktioniert hat.

Bei Bedarf können die Kamera und die HomeBase 3 bei aktivierter Diebstahlerkennung einen schrillen Alarm ausgeben. Diesen haben wir aus rund 1 m Abstand mit knapp 85 dB gemessen. Zudem kann das Flutlicht der Kamera blinken. 

Nachtsicht-Einstellungen
Nachtsicht-Einstellungen
Live-Bild mit Scheinwerfer
Live-Bild mit Scheinwerfer
Live-Bild mit Infrarot
Live-Bild mit Infrarot
Live-Bild ohne Hilfsmittel
Live-Bild ohne Hilfsmittel

Rundum-Sorglos-Paket für smarte Überwachung

Bereits bei der eufyCam S3 Pro hatte Anker mit dem Bundle aus mehreren Kameras und der HomeBase 3 eine praktische Lösung für die smarte Überwachung von Haus und Hof geboten. Mit der EufyCam S4 geht der Hersteller nun noch einen Schritt weiter. Mit nun drei Kameralinsen pro Gerät, die zum Teil über die App frei bewegt werden können bzw. bei Bewegungserkennung auch automatisch folgen, lässt sich das eigene Grundstück noch besser überwachen.

Cloud-Option
Cloud-Option

Hervorzuheben ist erneut die lokale Speicherung über die HomeBase 3. Diese hat 16 GB Speicher auf einer eMMC an Bord und kann mit bis zu 16 TB Speicherplatz per externer Festplatte erweitert werden. Das reicht je nach Bedarf für zahllose Aufnahmen. Eine Cloud und die damit verbundenen Kosten und Unsicherheiten sind nicht erforderlich (können auf Wunsch aber genutzt werden). Das spart monatlich einiges an Geld, auch wenn im Gegenzug Stromkosten der Station anfallen. Diesen haben wir im Rahmen unseres Tests mit geringen rund 4 Wh pro Stunde gemessen, abhängig aber natürlich auch von der Aktivität.

Der entnehmbare und somit wechselbare Akku in der eufyCam S4 misst 10.000 mAh. Er kann wahlweise dauerhaft via USB-C mit Strom versorgt oder über das mitgelieferte Solarpanel per Sonnenlicht geladen werden. Ob die PV-Alternative für einen dauerhaften Betrieb ohne gelegentliches Nachladen langt, können wir im Rahmen unseres kurzen Tests der eufyCam S4 leider noch nicht abschließend beurteilen. Zumal dies (neben dem Wetter) von verschiedenen Faktoren wie der Häufigkeit der erkannten Bewegungen sowie den gewählten Einstellungen abhängt.

Quelle(n)

Eufy / eigene

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Autor: Marcus Schwarten,  3.11.2025 (Update:  3.11.2025)