Apple MacBooks werden wegen "macOS-Zeitbombe" nach 49 Tagen langsamer

Wer ein MacBook Neo (ca. 640 Euro auf Amazon), ein MacBook Pro oder auch einen iMac besitzt, und diesen Computer nur selten neu startet, bemerkt nach einigen Wochen häufig, dass das Gerät langsamer wird und einige Apps nicht mehr wie erwartet funktionieren. Photon konnte nun einen Bug ausfindig machen, der effektiv wie eine Zeitbombe fungiert, und der für einige dieser Probleme verantwortlich sein dürfte.
Dieser Fehler führt dazu, dass nach exakt 49 Tagen, 17 Stunden, 2 Minuten und 47,296 Sekunden ab dem Moment, in dem ein Mac eingeschaltet wird, Netzwerk-Verbindungen nicht mehr richtig beendet werden. Das führt zuerst dazu, dass die CPU-Auslastung steigt, weil nach geraumer Zeit Hunderte oder gar Tausende Verbindungen verwaltet werden, die eigentlich beendet worden sein sollten. Sobald die verfügbaren Ports, üblicherweise 16.384 an der Zahl, aufgebraucht sind, können keine neuen Verbindungen mehr hergestellt werden.
Ab diesem Zeitpunkt funktionieren viele Anwendungen nicht mehr richtig, obwohl Netzwerkverbindungen, die zuvor aufgebaut wurden, weiterhin problemlos funktionieren, und macOS auch ordnungsgemäß auf einen Ping reagiert. Ein Neustart setzt diesen Countdown zurück, und behebt das Problem somit für exakt 49 Tage, bis dieses erneut auftritt. Dieser Zeitraum ist kein Zufall, denn macOS setzt auf einen 32-bit-Zähler, um den Zeitpunkt und die Dauer von Netzwerk-Verbindungen zu ermitteln.
Dieser kann also Werte bis 2³² speichern, das entspricht 4.294.967.295 Nanosekunden oder eben 49 Tagen, 17 Stunden, 2 Minuten und 47,296 Sekunden. Wird dieser Wert überschritten, funktioniert der Zähler schlicht nicht mehr. Aus demselben Grund sind Windows 95 und Windows 98 nach 49,7 Tagen abgestürzt, während einige Linux-Derivate die Sekunden seit 1. Januar 1970 mit einem 32-bit-Zähler erfassen, der am 19. Januar 2038 zu Fehlern führen kann. Nähere Informationen zu den Hintergründen dieses Fehlers gibts im aufschlussreichen Bericht von Photon.








