Das Apple MacBook Neo (ca. 640 Euro auf Amazon) ist mit einem Listenpreis von 699 Euro der mit Abstand günstigste Laptop, den Apple anbietet. Um diesen Preis zu ermöglichen, und dennoch Profite zu erwirtschaften, hat Apple vor allem Apple A18 Pro verwertet, die nur fünf statt sechs GPU-Kerne besitzen. So konnten teilweise defekte Chips, die ursprünglich für das iPhone 16 Pro (Max) gefertigt wurden, dennoch verkauft werden.
Laut der neuesten Angaben des Analysten Tim Culpan soll Apple ursprünglich geplant haben, fünf bis sechs Millionen MacBook Neo mit Apple A18 Pro zu verkaufen, bevor nächstes Jahr ein neues Modell auf den Markt kommt, das wiederum teilweise defekte Apple A19 Pro verwerten sollte. Die Nachfrage nach dem günstigen Laptop soll aber weitaus höher als erwartet ausfallen, sodass die Lagerbestände an Apple A18 Pro nicht mehr ausreichen, um diese zu decken.
Das Dilemma: Neue Chips während der DRAM-Krise zu produzieren, und dafür Fertigungskapazitäten beim Chiphersteller TSMC zu verwenden, die auch für Produkte mit höherer Profitmarge genutzt werden könnten, soll wirtschaftlich kaum Sinn ergeben. Auch die steigenden Preise von Arbeitsspeicher, SSDs und Aluminium lassen die ohnehin schon geringere Profitmarge des MacBook Neo weiter schrumpfen. Der Analyst geht davon aus, dass Apple die Produktion dennoch erhöhen wird, was allerdings mit einer Preiserhöhung einhergehen könnte. Denkbar wäre auch, dass das 256 GB Basismodell für 699 Euro eingestellt wird, und stattdessen nur noch die teurere 512 GB Version für 799 Euro angeboten wird.









