Apples Umstieg auf OLED könnte Ende von Mini-LED bei Premium-Laptops einläuten

Ein neuer Bericht von Counterpoint deutet darauf hin, dass die weltweiten Auslieferungen von Notebook-Displays im Jahr 2026 voraussichtlich um 5 Prozent zurückgehen werden. Dieser Rückgang folgt auf eine Wachstumsphase im Jahr 2025 und ist laut Bericht vor allem auf steigende Speicherpreise zurückzuführen, die der Branche derzeit zu schaffen machen. Da Komponenten wie RAM und SSDs immer teurer werden, sind Laptop-Hersteller gezwungen, ihre Hardware-Konfigurationen und Preisstrategien anzupassen, um ihre Margen zu sichern.
Während sich der Gesamtmarkt offenbar verlangsamt, steht dem Premium-Display-Segment laut Bericht schon bald ein größerer Wandel bevor. Die Auslieferungen von OLED-Notebook-Displays sollen im kommenden Jahr um 33 Prozent steigen – im Gegensatz zur Mini-LED-Technik, bei der ein Rückgang der Auslieferungen um 43 Prozent erwartet wird, da sich Marken zunehmend von dem alternden Hintergrundbeleuchtungssystem abwenden und stattdessen auf selbstleuchtende Panels setzen.
Apple gilt dabei als einer der wichtigsten Treiber dieses Wandels. Das Unternehmen soll für die nächste Generation des MacBook Pro (M5-Variante derzeit 1.529 Euro bei MediaMarkt) OLED-Panels übernehmen. Das dürfte den Niedergang von Mini-LEDs in Apples höherpreisigen Produkten effektiv besiegeln. Gleichzeitig könnte das die Verbreitung von OLED-Panels in der gesamten Branche weiter vorantreiben, weil Wettbewerber versuchen dürften, die Hardware-Standards des Mac-Ökosystems zu erreichen, so Counterpoint.
Trotz aller Begeisterung für neue Bildschirmtechnik weist der Bericht auch darauf hin, dass die Branche letztlich in eine Phase der Normalisierung eintreten wird. Insgesamt dürften fortschrittliche Displays im Jahr 2026 um 1 Prozent nachgeben. Diese Kombination aus Hardware-Refresh-Zyklen und KI-gestützter Software könnte die Nachfrage kurzfristig zwar stützen, doch die hohen Komponentenpreise bleiben derzeit eines der größten Hindernisse – zumindest wenn es um Wachstum beim Absatzvolumen geht.










