Als Apple sein neues Budget-Modell MacBook Neo vorgestellt hat, gab es einige Fragen ob die Leistung des Smartphone-Prozessors für einen Laptop ausreicht. Nach den ersten Benchmarks muss man nun sagen, dass Apple hier im Endeffekt nur mit der Konkurrenz von AMD, Intel und Qualcomm spielt, da die Single-Core-Leistung des MacBook Neo besser ist als bei bei allen anderen Mobilprozessoren (abgesehen von Apples M4- und M5-Chips). Und dabei setzt man auf einen Prozessor aus dem Jahr 2024.
Wir haben bereits die ersten Benchmarks durchgeführt und waren vor allem von der Single-Core-Leistung beeindruckt, und zwar nicht dem kurzen Geekbench, sondern Cinebench 2024, wo der Single-Core-Test knapp 10 Minuten dauert. Der A18 Pro verbraucht hier 3,5-4 Watt und erreicht 147 Punkte. Damit ist er schneller als jeder andere x86-Prozessor in unserer Datenbank und selbst die beiden Desktop-Prozessoren Intel Core Ultra 9 285K & AMD Ryzen 9 9950X3D werden knapp geschlagen. Das bedeutet auch, dass das MacBook Neo jedem aktuellen Mobilprozessor von AMD, Intel oder Qualcomm in dieser Hinsicht überlegen ist, wobei die kommenden Snapdragon-X2-Modelle etwas schneller sein dürften. Zudem liegt der A18 Pro hier knapp vor Apples eigener M3-Prozessorgeneration.
Damit ist die Frage nach der Leistung in alltäglichen Situation schon einmal geklärt und zeigt auch, warum Apple noch nicht einmal den neueren A19 Pro aus dem aktuellen iPhone 17 Pro nehmen musste. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass vor allem günstige Windows-Laptops (bei denen ja noch deutlich schwächere Prozessoren zum Einsatz kommen) leistungsmäßig deutlich abfallen. Zusammen mit den anderen positiven Qualitäten (Aluminiumgehäuse, gutes IPS-Panel mit 500 Nits Helligkeit und voller sRGB-Abdeckung, lautlos) und dem geringen Preis (bei den man auch die standardmäßig die inkludierte Software von macOS nicht vergessen darf), könnte das MacBook Neo das Segment der Budget-Laptops ziemlich durcheinanderwirbeln.




