Apple könnte seinen ersten Gamecontroller unter der Marke Beats auf den Markt bringen

Apple soll Berichten zufolge seit mehr als einem Jahr an Gamecontrollern für das iPhone arbeiten. Laut Mark Gurman von Bloomberg könnten die Controller jedoch unter der Marke Beats statt unter dem Namen Apple auf den Markt kommen.
Gurman berichtet, dass derzeit zwei Controller mit den Codenamen T6502 und T1057 unter der Marke Beats entwickelt werden. Führungskräfte von Beats sollen dabei sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Konzeption verantwortlich sein. Einen möglichen Veröffentlichungstermin für einen Controller unter der Marke Apple nannte Gurman nicht.
Laut Gurman hat Apple Beats bereits in der Vergangenheit genutzt, um neue Produktkategorien zu testen, ohne den eigenen Namen direkt mit solchen Experimenten in Verbindung zu bringen. Ein Beats-Controller könnte zudem günstiger als ein Gamepad der Marke Apple ausfallen, da er nicht dieselben hochwertigen Materialien und die gleiche Verarbeitungsqualität benötigen würde, die Apple bei seiner eigenen Hardware einsetzt. Gurman zufolge überschneiden sich die Vorlieben und die Kultur von Beats-Käufern und Gamern zudem erheblich, was die Marke zu einer naheliegenden Wahl für ein Gamepad machen könnte.
MacRumors hatte zuvor berichtet, dass ein Leser im ersten Release Candidate von macOS 26 GameController-Framework-Profile für zwei bislang unveröffentlichte Geräte mit den Bezeichnungen T6502 und T1057 entdeckt hatte.
Der Code beschreibt zwei klassische Gamepads, die sich technisch voneinander unterscheiden. Beide Controller verfügen über ein D-Pad, eine ABXY-Tastenanordnung, zwei klickbare Analogsticks, Schultertasten, analoge Trigger sowie Home- und Menü-Tasten. Das T6502 wird per USB angeschlossen und verzichtet vollständig auf Bewegungssensoren. Dafür unterstützt es vier haptische Kanäle, die auf zwei Motoren verteilt sind.
Das T1057 lässt sich sowohl per USB als auch über Bluetooth verbinden und verfügt zusätzlich über einen Beschleunigungssensor und ein Gyroskop zur Bewegungserkennung. Bei diesem Modell kommt ein einzelner haptischer Motor zum Einsatz. Die Profile tauchten außerdem in der iOSSupport-Version von GameController auf, die macOS für die Ausführung von iPhone- und iPad-Apps verwendet. Dies deutet darauf hin, dass die Softwareunterstützung für die Geräte auch für Kunden vorgesehen ist und nicht ausschließlich in internen Builds zum Einsatz kommt.
Apple hat sich bislang aus dieser Produktkategorie herausgehalten und stattdessen Controller anderer Hersteller angeboten. Im Apple Online Store sind derzeit unter anderem iPhone-Controller von Backbone und SteelSeries erhältlich. iOS unterstützt zudem bereits seit Jahren Gamepads von PlayStation und Xbox. Mit eigenen Controllern würde Apple allerdings direkt mit den Zubehörpartnern konkurrieren, deren Produkte das Unternehmen derzeit selbst anbietet.











