Die argentinische Regierung hat das Lithium-Förderprojekt Rincón genehmigt. Es soll zu einem der größten Vorhaben dieser Art im Land werden. Zusammen mit den bereits bestehenden und den im Bau befindlichen Anlagen könnte Argentinien damit zum zweitgrößten Lithiumproduzenten aufsteigen.
Bei dem jetzt freigegebenen Abbauprojekt handelt es sich um die Rincón-Mine, die vom multinationalen Unternehmen Rio Tinto entwickelt wird. Die Genehmigung erfolgte im Rahmen eines neuen Investitionsförderprogramms namens RIGI. Laut dem Unternehmen belaufen sich die Investitionen für diese Mine auf etwa $2,7 Milliarden, die Produktion soll voraussichtlich ab 2031 anlaufen.
Die Mine soll jährlich 60.000 Tonnen batterietaugliches Lithium produzieren und ist damit eines der größten Projekte dieser Art im Land. Damit kommen zu den bereits zehn aktiven Projekten weitere hinzu, während insgesamt etwa 60 Vorhaben in Argentinien in der Entwicklung sind. Im Jahr 2024 produzierte Argentinien 74.600 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE) und könnte 2025 neue Exportrekorde brechen.
Aufgrund des fortgeschrittenen Entwicklungsstands verschiedener Minen könnte das Land bald nach Australien der zweitgrößte Produzent werden. Mit 67,7 Millionen Tonnen verfügt Argentinien laut Daten von S&P Global Market Intelligence über die weltweit größten zusammengefassten Lithiumreserven und -ressourcen. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Lithium stark gestiegen, angetrieben vor allem durch die Elektrofahrzeugindustrie und Speichersysteme. Dies gewinnt besondere Bedeutung, da die Internationale Energieagentur (IEA) bis 2035 eine Versorgungslücke von 40 % bei Lithium prognostiziert.













