Was bisher nur ein Gerücht war, ist jetzt offiziell – Asus wird künftig keine Smartphones mehr anbieten. Das hat Shi Chongtang, der Vorstandsvorsitzende von Asus, in einem Interview bestätigt, wie Inside Taiwan berichtet. Die Ressourcen von Asus sollen stattdessen vor allem in zwei Bereiche fließen, die von der KI-Blase besonders stark profitieren: PCs für die kommerzielle Nutzung und AI-Hardware.
Das Asus Zenfone 12 Ultra, das in unserem Test durchaus Potenzial zeigen konnte, erhält also offenbar ebenso wenig einen Nachfolger wie das Asus ROG Phone 9 Pro (ca. 1.099 Euro auf Amazon). Asus versichert, dass die Gewährleistungsansprüche und die angekündigten Software-Updates für bereits verfügbare Smartphones nicht von dieser Entscheidung betroffen sind, wobei das Zenfone 12 Ultra ohnehin nur zwei große Android-Updates erhalten sollte. Der Grund für diesen Schritt dürften nicht zuletzt die rasant wachsenden Umsätze sein, die Asus mit AI-Server-Hardware erzielt – im Jahr 2025 konnte der Umsatz dieser Sparte verdoppelt werden, während das Smartphone-Business des Herstellers nie große Marktanteile gewinnen konnte.
Die Teams, welche bisher die Hardware der Smartphones von Asus entwickelt haben, sollen künftig an Projekten mit mehr Wachstumspotenzial arbeiten, wie AI-Robotern und AI-Brillen. Die Expertise im Einsatz der leistungsstarken ARM-Chips von Qualcomm soll sich dabei als nützlich erweisen. Andere Produktkategorien könnten unterdessen mit Preiserhöhungen zu kämpfen haben, die auf die DRAM-Krise zurückzuführen sind, wie der Vorstandsvorsitzende im Interview anmerkt.
















