Laut einem am 13. Januar auf dem offiziellen Battlefield-Subreddit veröffentlichten Post soll die Verschiebung vor allem einem Ziel dienen: mehr Zeit für Feinschliff und Qualitätssicherung bei der Entwicklung von Season 2. Gleichzeitig bedanken sich die Entwickler für die Unterstützung und das Feedback der Community seit dem Release von Battlefield 6 im vergangenen Oktober. Electronic Arts spricht in diesem Zusammenhang vom erfolgreichsten Launch der Seriengeschichte.
Rückblickend beschreibt der Publisher Season 1 als „umfangreich“. Genannt werden unter anderem der Launch des Battle-Royale-Modus REDSEC, Story-Elemente rund um die „California Resistance“, das Winter-Offensive-Event zum Jahresende sowie mehrere Stabilitäts- und Gameplay-Updates. Gleichzeitig räumen die Entwickler allerdings ein, dass bei Season 1 Potenzial auf der Strecke geblieben ist.
Extension-Update soll Zeitraum überbrücken
Das für den 20. Januar geplante „Extension-Update“ soll den verlängerten Zeitraum bis zum Start von Season 2 überbrücken und die Spieler weiterhin mit neuen Inhalten versorgen. Der aktuelle Battle Pass bleibt aktiv, wird jedoch durch neue wöchentliche Herausforderungen, einen zusätzlichen Bonuspfad sowie mehrere Double-XP-Zeiträume ergänzt. Zudem sollen ausgewählte Portal-Erfahrungen stärker in den Fokus rücken. Detaillierte Patch-Notes werden separat im Bereich „Game Updates“ auf der offiziellen Battlefield-6-Website veröffentlicht.
Community reagiert mit Ablehnung
Während Electronic Arts die Verlängerung als notwendige Maßnahme zur Qualitätssicherung darstellt, fällt die Reaktion der Community auf Reddit überwiegend negativ aus. Viele Spieler zeigen sich frustriert und sehen Parallelen zu früheren Krisen der Serie, etwa zu Battlefield V oder Battlefield 2042. Andere sprechen sogar von einem weiteren Live-Service-Fehltritt. Besonders die Beschreibung von Season 1 als „umfangreich“ stößt vielen Fans sauer auf. Bemängelt werden zu wenige neue Maps, kaum relevante Waffen sowie ein zu starker Fokus auf temporäre Events statt dauerhafter Inhalte. Bugs und technische Probleme werden ironisch als der eigentliche „Content“ von Season 1 bezeichnet.
Auf besonders scharfe Ablehnung stößt REDSEC. Viele Spieler sehen den Battle-Royale-Modus als Ressourcenverschwendung und fühlen sich als Käufer des Hauptspiels benachteiligt. Der Fokus auf das Free-to-Play-Erlebnis wird als Zeichen gewertet, dass klassische Battlefield-Modi wie Conquest und Rush nur noch die zweite Geige spielen. Auch die Fortschrittssysteme stehen in der Kritik: Zu viele parallele Pfade, ein hoher Grind sowie nicht ausgezahlte oder fehlerhafte Belohnungen sorgen für Frust.
Nur wenige Spieler zeigen sich davon überzeugt, dass die Verschiebung von Season 2 zu spürbaren Verbesserungen führen wird. Gefordert werden mindestens drei bis vier große Maps zum Release. Stattdessen rechnen viele mit weiteren Reskins und zeitlich begrenzten Spielmodi. Season 2 könnte die letzte Chance für Battlefield 6 sein, die Spielerschaft doch noch zu überzeugen. Sollte das Update nicht liefern, kündigen zahlreiche Fans bereits ihre Abkehr vom Spiel an.










