Michał Kiciński ist Mitgründer von CDProjekt und seit 2025 Besitzer der Spieleplattform GOG. Nachdem er kürzlich seine Meinung über Hauptkonkurrenten Steam preisgegeben hat, findet der Pole in einem Interview mit PCGamer nun klare Worte für Windows. Das Microsoft-Betriebssystem sei seiner Meinung nach eine „schlechte Software“ und es wäre kaum „glaub zu glauben“, dass sie schon so lange auf dem Markt ist.
Kiciński steht mit seiner Meinung bei weitem nicht alleine da, denn Windows steht seit geraumer Zeit stark in der Kritik: aufgedrängte KI-Funktionen wie Copilot, Werbung im Startmenü, steigende Hardwareanforderungen bei Windows 11. All das sind Gründe für Nutzer, auf Alternativen wie macOS oder Linux umzusteigen. Kiciński selbst habe diesen Schritt längst vollzogen und arbeite privat mit macOS – muss sich privat aber trotzdem mit Windows herumschlagen. Laut eigenen Angaben müsse er immer wieder die Windows-Rechner seiner Eltern reparieren, was er schlicht „unfassbar“ findet.
Konkret ging es im Interview darum, wie hoch das Interesse an Linux bei GOG angesichts der anhaltenden Windows-Kritik und des höheren Stellenwerts bei Gamern durch Valves Linux-basiertes Steam Deck (derzeit 570 Euro auf Amazon) ist. Dazu wurde auch Managing Director Maciej Gołębiewski befragt. Während sich GOG-Chef Kiciński nur über Windows auslässt, gibt Gołębiewski eine eindeutig positive Antwort: „In diesem Bereich könnten wir wahrscheinlich mehr tun – und das ist etwas, womit wir uns beschäftigen werden.“.
Die Chancen stehen also gut, dass GOG 2026 mehr für die Linux-Kompatibilität seiner Spiele tun könnte. Bislang existiert kein nativer Linux-Client für GOG Galaxy. Linux-Nutzer sind bislang auf Drittanbieter-Tools wie Heroic oder Lutris angewiesen. Auf Reddit hält man diesen Schritt für längst überfällig. Auch die Kritik an Windows wird von der Community weitgehend unterstützt. Kritische Stimmen merken jedoch an, dass auch Linux seine Schwächen hat – neben Kompatibilitätsproblemen vor allem die Fragmentierung in viele einzelne Distributionen, was für Einsteiger häufig eine Hürde ist.

















