Wie das Portal Windows Latest (zum Beitrag) berichtet, resultiert die Installation des Januar-Updates auf einigen Rechnern in einem sogenannten „Black Screen“. Dabei bleibt die Anzeige nach dem Bootvorgang dunkel, während das System im Hintergrund oft weiterläuft. Betroffen sind die Windows 11 Builds 24H2 (26100.7623) und 25H2 (26200.7623).
Fehlerursachen und deren Lösungen
Erste Analysen aus der Fach-Community deuten darauf hin, dass die Störung nicht universell auftritt, sondern durch spezifische Software-Konstellationen begünstigt wird. Als primäre Fehlerquellen stehen derzeit zwei Bereiche im Fokus:
- Inkompatible System-Tools: Drittanbietersoftware zur Anpassung der Benutzeroberfläche (wie etwa der ExplorerPatcher) scheint Kollisionen mit den neuen Systemdateien des Updates zu verursachen.
- Grafiktreiber-Konflikte: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Treiberversionen nach der Aktualisierung die Kommunikation mit dem Display-Manager verlieren.
Für Systeme, auf denen das Problem bereits aufgetreten ist, stehen verschiedene technische Ansätze zur Verfügung, um den Zugriff auf die Benutzeroberfläche zurückzuerhalten:
- Grafik-Reset per Shortcut: Die Tastenkombination [Windows-Taste] + [STRG] + [Umschalt] + [B] erzwingt einen Neustart des Grafiktreibers. Dies kann in Einzelfällen das Bildsignal reaktivieren.
- Deinstallation über die Wiederherstellungsumgebung: Über das Windows-RE-Menü (erreichbar durch mehrmaliges Unterbrechen des Startvorgangs) lässt sich das Qualitätsupdate KB5074109 (zum Changelog) unter den erweiterten Optionen gezielt entfernen.
- Update-Pause als Präventivmaßnahme: Da ein offizieller Hotfix von Microsoft noch aussteht, stellt das temporäre Pausieren der Update-Funktion für sieben Tage eine valide Option dar, um die Installation auf bisher nicht betroffenen Systemen zu verhindern.
Support-Ende von Windows 10 verstärkt Wechselbereitschaft
Durch die Häufung technischer Instabilitäten bei Windows 11 und dem bevorstehenden Support-Ende von Windows 10 im Oktober 2026 rücken alternative Plattformen stärker in das Blickfeld der Nutzer. Laut Artyom Zorin, dem Gründer der gleichnamigen Linux-Distribution, hat Zorin OS 18 innerhalb von drei Monaten die Downloadmarke von zwei Millionen geknackt (zum X-Beitrag). Ähnlich stellt sich die Situation bei den Entwicklern von Bazzite dar, die innerhalb von 30 Tagen ein Wachstum von rund 12.500 Nutzer registrierten (zum X-Beitrag).
Die aktuelle Problematik unterstreicht die Notwendigkeit einer vorsichtigen Update-Strategie bei Windows 11. Insbesondere Systeme, die Modifikations-Tools einsetzen, sollten vor der Installation neuer Patches durch vollständige System-Backups abgesichert werden. Bis zur Bereitstellung eines korrigierten Updates durch Microsoft bleibt die Deinstallation des Pakets KB5074109 die zuverlässigste Methode zur Fehlerbehebung.
Quelle(n)
Windows Latest, Microsoft Support, X (Zorin), X (Bazzite) Bildquelle: Microsoft







