Live-Linux Oreon 10-2603: Wechsel zu Btrfs und Centrio-Installer

Im Laufe der Jahre sind aus Red Hat Enterprise Linux zahlreiche Derivate hervorgegangen. Zu den bekanntesten und weiterhin aktiv entwickelten zählen AlmaLinux, Oracle Linux und NethServer. Daneben existierten auch Projekte, die inzwischen eingestellt wurden oder als veraltet gelten – allen voran CentOS, das wohl prominenteste Beispiel in dieser Kategorie. Obwohl AlmaLinux selbst noch keine fünf Jahre alt ist, hat die Distribution bereits mehrere eigene Ableger hervorgebracht. Einer davon ist Oreon – eine von Mitgliedern der Linux-/FOSS-Community entwickelte Live-Distribution, die nun ein neues Update mit einer Support-Zusage von zehn Jahren erhalten hat.
Neben der verlängerten Support-Dauer bringt Oreon 10-2603 eine Reihe weiterer bemerkenswerter Änderungen mit sich. Zu den Highlights des Changelogs zählen:
- Der bisherige Anaconda-Installer wurde durch den Centrio Installer ersetzt
- Während der Systemeinrichtung werden Nvidia-Treiber nun automatisch erkannt und können optional direkt installiert werden
- Im Installationsprozess lässt sich ein Standard-Webbrowser aus mehreren verfügbaren Optionen auswählen
- Flatpak ist standardmäßig aktiviert, kann jedoch während der Installation deaktiviert werden
- Es stehen vorkonfigurierte Paketgruppen für verschiedene Einsatzzwecke wie Entwicklung, Gaming und Büroarbeit zur Verfügung
- Als Standard-Dateisystem kommt nun Btrfs statt XFS zum Einsatz; alternativ können während der Einrichtung weitere Dateisysteme gewählt werden
- Branding und Logos wurden überarbeitet und durch klarere, korrekt skalierte Grafiken ersetzt
- Die DNS-Verwaltung erfolgt nun über systemd-resolved
Oreon 10 richtet sich in erster Linie an Desktop-Anwender und ist in zwei Varianten verfügbar: als x86_64-Version für Intel- und AMD-Prozessoren (1.671 MB) sowie als aarch64-Ausgabe für ARM64-Hardware (1.362 MB). Nutzer von Intel- und AMD-Systemen können alternativ auch Oreon Lime (R2) einsetzen. Diese ältere stabile Version basiert auf AlmaLinux 9 und erhält weiterhin Updates, wird jedoch für Neuinstallationen nicht mehr empfohlen.
Über die offizielle Website können die Downloads problemlos abgerufen werden (siehe Link unten).










