Bloomberg: Leica Camera AG könnte von chinesischem Unternehmen gekauft werden

Die Leica Camera AG gehört derzeit zu 55 Prozent dem österreichischen Milliardär Dr. Andreas Kaufmann, und zu 45 Prozent der Investmentgesellschaft Blackstone aus den USA. Laut Bloomberg führt Blackstone derzeit Gespräche zu einem Verkauf dieses Anteils mit der chinesischen HongShan Capital Group (HSG), vormals bekannt als Sequoia Capital.
Die Investmentgesellschaft aus China soll auch an dem Anteil von Dr. Andreas Kaufmann interessiert sein, und einen erneuten Börsengang der Leica Camera AG in Betracht ziehen, nachdem der Konzern im Oktober 2012 vollständig privatisiert und vom Wertpapiermarkt genommen wurde. Bisher ist nicht bekannt, ob der Österreicher einem Verkauf zugestimmt hat. Blackstone und HSG haben es abgelehnt, eine Stellungnahme zu den Übernahme-Gesprächen abzugeben. Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, eine Ankündigung zu einer Übernahme könnte noch "Wochen" entfernt sein, falls sich Blackstone, Dr. Andreas Kaufmann und die HongShan Capital Group einigen können.
Laut Bloomberg könnte die Leica Camera AG im Falle einer Übernahme mit einem Wert von rund einer Milliarde Euro bewertet werden. Mit dieser Übernahme würde ein weiterer traditionsreicher Kamera-Hersteller in die Hände von chinesischen Unternehmen fallen, nachdem Hasselblad im Jahr 2017 vom Drohnen-Hersteller DJI übernommen wurde. Da Dr. Andreas Kaufmann derzeit auch den Aufsichtsrat der Leica Camera AG leitet, könnte eine Übernahme gravierende Auswirkungen auf die Ausrichtung und die Strategie des Unternehmens haben.







