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Capcom: Erste Spiele-Lokalisierung war eine One-Man-Show von Tom Shiraiwa

Ein Bild von Takuya Shiraiwa, Capcoms erstem Lokalisierer, bei einem Marathon
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Ein Bild von Takuya Shiraiwa, Capcoms erstem Lokalisierer, bei einem Marathon
Takuya "Tom" Shiraiwa hat 1990 die Spielelokalisierung bei Capcom faktisch im Alleingang übernommen, während er gleichzeitig den internationalen Verkauf von Arcade-Platinen betreut hat und als wichtigste Schnittstelle zwischen Japan und Capcoms US-Büros diente. Sein aktuelles Interview zeigt sowohl seinen wachsenden Einfluss als auch die Arbeitsbelastung und den Druck bei der Vergütung, die ihn letztlich 2004 zu einem Wechsel zu Square Enix bewogen haben.

Für die meisten ist Takuya "Tom" Shiraiwa vermutlich nicht der erste Name, der bei Capcoms Anfangsjahren in den Sinn kommt, doch er hat die Lokalisierung des Unternehmens praktisch im Alleingang getragen und damit einer ganzen Generation weltweit viele Capcom-Spiele zugänglich gemacht. Als einer der ersten, der englische Anpassungen für viele Arcade- und Konsolenspiele des Unternehmens vorangetrieben hat, hat er 1990 oft die gesamte Arbeit übernommen und japanische Kanji in englische Texte übersetzt.

Takuya "Tom" Shiraiwa hat sich kürzlich für ein Interview mit Time Extension zusammengesetzt und über seine frühen Tage bei Capcom gesprochen. Er hatte gerade seinen Abschluss gemacht, als er im Vertrieb angefangen hat, und ist schnell zum wichtigsten Englischsprecher des Unternehmens geworden, weil sonst niemand dafür infrage kam.

Später ist er fest zu Capcom gewechselt und war vollständig damit beschäftigt, Arcade-Platinen ins Ausland zu verkaufen. Shiraiwa zufolge "gab es damals kein Wort wie 'Lokalisierung'. Man nannte es einfach 'Textübersetzung'. Eine Lokalisierungsabteilung gab es ebenfalls nicht. Es gab nur mich. Also eine Person."

Er hat alles übernommen, vom Export der Arcade-Platinen bis zur Kommunikation mit den US-Tochtergesellschaften und der Weitergabe ihres Feedbacks. Mit der Zeit ist seine Rolle immer wichtiger geworden, was Shiraiwa selbst überrascht hat.

Shiraiwa ist im Grunde zur zentralen Vermittlungsfigur zwischen Capcoms japanischen und ausländischen Büros geworden. Er war stark darin eingebunden und machte sich viele Gedanken darüber, ob Spiele im Westen ein Erfolg oder ein Flop werden würden. Zur Einordnung: Ein ehemaliger Mitarbeiter von Capcom USA erinnerte sich daran, dass Shiraiwa ihn einmal sichtlich besorgt in einen separaten Raum geholt hat, bevor Street Fighter III veröffentlicht wurde. Der Capcom-Mitarbeiter sagte dazu: 

Ein oder zwei Monate, bevor ich Capcom verlassen habe, hat mich Lokalisierungsmanager Tom Shiraiwa in einen Raum geholt, die Tür abgeschlossen und mir ein Tape mit Testanimationen zu Street Fighter III gezeigt ... Er sagte: 'Was denkst du? Wird das in den USA erfolgreich sein?'

Heute sieht Capcoms Lokalisierungsprozess völlig anders aus. Von Shiraiwas DIY-Anfängen ist das weit entfernt. In einem Interview mit dem Lokalisierungsteam des Unternehmens aus dem Jahr 2022 beschrieb Lokalisierungsdirektor Andrew, der an Titeln wie Monster Hunter World gearbeitet hat, wie Capcom einen stärker abgestimmten und integrierten Ansatz verfolgt. Er sagte: 

Lokalisierungsdirektoren wie ich kommen schon in einer frühen Phase eines Projekts ins Team, daher verlegen wir unsere Arbeitsplätze dorthin, wo das Team sitzt, und bleiben dort, bis das Projekt abgeschlossen ist.

Shiraiwa hat Capcom 2004 schließlich verlassen, nachdem er überarbeitet war und sich nicht angemessen bezahlt gefühlt hatte, und arbeitete anschließend für Square Enix.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Capcom: Erste Spiele-Lokalisierung war eine One-Man-Show von Tom Shiraiwa
Autor: Rahim Amir Noorali,  4.05.2026 (Update:  4.05.2026)